Neues Biozentrum der Universität Basel

Seit 2013 befand sich sich das neue Biozentrum der Universität Basel im – nicht immer ganz ohne Verzögerungen abgelaufenen – Bau. Vor kurzem wurde der 72 Meter hohe Turm aus Glas und Chrom nun endlich eröffnet. Verantwortlich für die Architektur zeichnet das Züricher Büro Ilg Santer Architekten.

Gegründet wurde das Biozentrum der Universität Basel 1971. Seitdem arbeiten Forscher an den biomedizinischen Grundlagen, und das durchaus mit großem Erfolg. Das belegt etwa, neben zahlreichen anderen Wissenschaftspreisen, der Nobelpreis für Medizin von 1978, verliehen an den damals dort forschenden Mikrobiologen Werner Arber.

Foto: Daisuke Hirabayashi

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Biozentrum Basel: technische und optische Meisterleistung

Superlative scheut man im Baseler Biozentrum nicht. Auch nicht, wenn es um den Neubau geht. Der Direktor Alexander Schier bezeichnete den Bau bei der Eröffnungsrede als „modernsten Forschungsbau der Welt, technisch und optisch eine Meisterleistung“.

 

72 Meter hoch ist das von Ilg Santer Architekten entworfene quaderförmige Gebäude, dessen moderne und reduzierte Fassade aus Glas und Chrom Bezug auf die Technologie und Forschung im Innern nimmt. Auf 16 Ober- und drei Untergeschossen befinden sich 23.440 Quadratmeter Fläche für Hörsäle, Forschungslabore, Seminarräume und mehr. Insgesamt 400 Forscher und 900 Studenten können zukünftig im neuen Biozentrum der Universität forschen und lernen.

 

Durch eine besondere Konfiguration des Tragwerks, bei der es außer den Fassadensäulen, der Haustechnik und vier Tragkernen keine weiteren Ableitungen für Vertikalkräfte gibt, kann der Grundriss in der Mitte des Gebäudes möglichst offen gestaltet werden. Dadurch entsteht eine ungewöhnlich hohe Flexibilität bei der Raumaufteilung. Das Vierendeel-Rahmenfachwerk nimmt die horizontalen Kräfte auf.

Zehn Etagen für die wissenschaftliche Forschung

In den obersten zehn Etagen des neuen Biozentrums der Universität Basel findet die wissenschaftliche Forschung statt. Bis zu vier Forschungsabteilungen haben pro Stockwerk Platz, die durch einen gemeinsamen Sitzungssaal verbunden sind. In den unteren Stockwerken befinden sich Einrichtungen wie das Rechenzentrum, Werkstätten oder Labors.

 

In der über 1 500 Quadratmeter großen und 13 Meter hohen Eingangshalle des Biozentrums werden Funktionseinheiten wie Mensa, Hörsäle und Bibliothek in einem Raum vereint. Die Architekten sehen die Eingangshalle als für die Öffentlichkeit zugängliches Forum für den Campus. Deswegen lassen sich hier beispielsweise auch die Cafeteria und ein Shop finden.

Weniger Forschungsbau, mehr Ausstellungsraum: Wir zeigen Ihnen das Munch-Museum in Oslo, das die weltweit größte Sammlung von Werken des norwegischen Künstlers Edvard Munch beherbergt.