25.09.2015

Produkt

Die Wirkung von Stadtplänen

von Maike Burk

Joao Lauro Fonte

Joao Lauro Fonte
Young & Rubycam Italy
Vic Lee
Khuan + Ktron
Tonwen Jones
Joost Grootens
Bureau Rabensteiner
Steve Stankiewicz

Stadtkarten sind unsere Orientierung an fremden Orten. Manchmal sorgen sie aber auch für ein Orientierungsdurcheinander – einfach erklärt am Beispiel Barcelona: Auf den Stadtplänen ist das Meer nämlich immer „unten“, unsere genordeten Köpfe verstehen das als „Süden“. Aus der Sicht eines Globus betrachtet liegt das Meer aber im Osten. Kklar, Meer im Süden kommt irgendwie besser. Wer nicht aufpasst, kann in Barcelona also schonmal durcheinander kommen.

Auch ein wahres Durcheinander gab es bei der Definition der Ländergrenze zwischen Nicaragua und Costa Rica vor einem Jahr. Daran Schuld: Google Maps. Gestritten wird über die Flächenaufteilung beider Nationen zwar schon seit dem 19. Jahrhundert, nun entstand aber eine digitaler Kampf: Denn die Grenze zwischen beiden Ländern verläuft offline anders als beo Maps –  zu Ungunsten der Nicaraguaner. Sie vertrauten Google, erhoben Anspruch – und verloren. Ein Gremium am Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag hat entscheiden, dass die Ländergrenze bleibt, wie sie ist. Wie sie offline ist.

Einen künstlerischeren Ansatz, sich mit Plänen und Karten zu beschäftigen, haben die beiden Bücher „Maps of the World“ und „Mind the Map“, erschienen im Gestalten-Verlag. Dabei handelt es sich um ein Sammelsurium an Stadt- und Länderkarten: Künstlerische, informative, größere Zusammenhänge zeigende. Zwei Nachschlagewerke für Reisefreunde.

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