Wohnhochhaus „Orbit“ im Quartier Franklin Mannheim

Im neuen Stadtteil Franklin Mannheim entsteht ein Hochpunkt in Form des Buchstabens O. Entworfen hat es MVRDV aus Rotterdam. Im Zentrum des neuen Hochhauses wird eine Aussichtsterrasse für die Bewohner und Bewohnerinnen des neuen Viertels entstehen.

 

 

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Das Benjamin Franklin Village war eine us-amerikanische Kleinstadt am Rhein. 10.000 Menschen, amerikanische GIs und ihre Familien, lebten in diesem Teil von Mannheim, der so anders war, als der Rest der Stadt. Bis 2012. Nachdem in der Folge der Wiedervereinigung die Truppenpräsenz der USA in Deutschland immer weiter reduziert worden war, wurde das Benjamin Franklin Village schließlich ganz geräumt und das fast 150 Hektar große Areal der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergeben. 2015 erwarb die städtische Entwicklungsgesellschaft MWSP das Gelände vom Bund. Seitdem entsteht hier Franklin, Mannheims 38. Stadtteil.

HOME: 4 Buchstaben, 4 Häuser

Den städtebaulichen Wettbewerb konnte bereits 2013 das dänische Planungsbüro Vandkunsten für sich entscheiden. Höhepunkte des Quartiers werden im wahrsten Sinne des Wortes vier Hochhäuser in der Bebauung sein, die nach einem Masterplan des niederländischen Architekturbüros MVRDV entstehen. Die Architektinnen und Architekten aus Rotterdam schlugen vor, vier Gebäude zu errichten, die die Form gewaltiger Buchstaben haben werden. Zusammengelesen wird sich so das Wort „Home“ ergeben. Damit bezieht sich MVRDV zum einen auf die Geschichte des Ortes als amerikanische Siedlung. Zum anderen soll es aber auch eine Willkommensbotschaft an alle sein, die von nah und fern kommend in Franklin eine neue Heimat finden wollen, wie MVRDV-Gründungspartner Winy Maas erklärt. Dass die MVRDV-Architektinnen und -Architekten von Schrift am Bau fasziniert sind, ließ bereits ihr WERK12 im Münchner Werksviertel erkennen, mit dem sie den DAM Preis 2021 gewonnen haben.

 

 

Zwei der vier Buchstaben-Häuser baut MVRDV selbst – das „O“ und das „M“. In beiden Fällen ist der Saarbrücker Immobilienentwickler RVI Bauherr. In Kürze wird mit den Bauarbeiten für das „O“ begonnen, „Highrise O“ im Sprachgebrauch der Architekten. Dagegen vermarktet RVI den Neubau im Franklin Mannheim unter dem Namen „Orbit“. Am 18. November haben Winy Maas und Projektleiterin Christine Sohar sowie RVI-Geschäftsführer Carsten Buschmann in einer Podiumsdiskussion mit Baumeister-Chefredakteur Fabian Peters das Projekt vorgestellt. Mehr dazu sowie den Mitschnitt des Livestreams finden Sie hier.

Im Orbit Franklin Mannheim

Der Neubau wird 15 Stockwerke besitzen und rund 120 Wohnungen aufnehmen. Blickfang ist natürlich die Öffnung im Zentrum des Baukörpers. Dorthin gelangt man nicht nur durch das Innere des Gebäudes, sondern auch über eine gewaltige Freitreppe, die vom Platz vor dem Hochpunkt hinaufführt. Auf diese Weise wird man auf eine große Aussichtsterrasse gelangen, die von einer angeschlossenen Gastronomie bespielt wird. Die Terrasse ist selbstverständlich nicht nur für die Bewohner und Bewohnerinnen des „O“-Hochhauses im Franklin Mannheim gedacht. Auch alle anderen Quartiers- und Stadtbewohner sind willkommen. Bauherr und Architekten hoffen, dass sich dieser Aussichtspunkt zur Attraktion des Stadtteils Franklin entwickeln wird.

Die Bauprojekt besteht nicht allein aus dem Hochhaus, sondern auch aus mehreren niedrigeren Bauten, die es umgeben. Bei diesen Gebäuden rekonstruiert MVRDV die Fassade der Zeilenbebauung, die hier zuvor stand. Allerdings brechen die Architektinnen und Architekten aus den Niederlanden diese Rekonstruktion, indem sie die vorgeschriebenen Abstandsflächen des benachbarten Hochhauses aus den Baukörpern ausschneiden. Dadurch entstehen unregelmäßige Formen, in teils spitzen, teils stumpfen Winkeln zulaufend. Die Schnittflächen verglast MVRDV großzügig und schafft dadurch einen spannenden Kontrast zu den rekonstruierten Lochfassaden.

 

 

Traumhaus

Die Innenaufteilung des Hochhauses basiert auf zwei Türmen, die zur einen Seite oben und unten verbunden sind, zur anderen seitlich auskragen. Jeder Turm besitzt einen Erschließungskern. Die Fassade wird im Raster von großen, quadratischen Fenstern durchbrochen und mit nachtblau glasierten Ziegeln verblendet sein. Farbige Balkone, von denen jede Wohnung mindestens einen besitzen wird, beleben zudem die Außenhaut des Gebäudes. Die Rücksprünge in den obersten Etagen (wo naturgemäß die größten und teuersten Wohnungen liegen werden) schaffen Platz für geräumige Dachterrassen.

„Orbit“ ist nicht das einzige Projekt von MVRDV im neuen Stadtteil Franklin Mannheim. Gemeinsam mit der RVI wird das Rotterdamer Architekturbüro sowohl noch das Hochhaus „M“ als auch eine Wohnanlage im Holzbau realisieren. Außerdem entwickelt MVRDV gemeinsam mit dem Fertighaus-Anbieter „Traumhaus“ eine Siedlung aus 124 Einfamilienhäusern sowie 26 Wohnungen in Franklin Mannheim. Mehr zu dem Projekt „Traumhaus Funari“ lesen Sie bei unseren Kollegen der Garten+Landschaft.

Eine runde Sache: Das niederländische Büro DoepelStrijkers will im Hafen von Rotterdam eine neue architektonische Ikone bauen. Mehr zu dem etwa 175 Meter hohen, ringförmigen Bauwerk de Windwheel erfahren Sie hier. 

Dieser Artikel ist Teil einer bezahlten Kooperation zwischen dem Baumeister und der RVI GmbH.