Fließende Decken

Für das Flagship-Restaurant einer Gastronomiekette im chinesischen Zhengzhou hat das New Yorker Studio Link-Arc Interior und Fassade entworfen. Als Inspiration dienten den Architektinnen und Architekten alte Schiffermärchen.

 

 

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Knapp 300 Gäste finden Platz im neugestalteten Feuertopf-Restaurant Banu in der chinesischen Millionenmetropole Zhengzhou. Auf über 2000 Quadratmetern sind außerdem fünf private Speiseräume, ein Empfangs- und Wartebereich und zwei offene Küchenbereiche untergebracht. Da das Restaurant Flagship-Charakter für die schnell wachsende Gastronomiekette hat, sollte das Interior herausstechen. Dafür wandte sich das Management von Banu an das New Yorker Studio Link-Arc.

 

 

Die Architektinnen und Architekten ließen sich bei ihrem Entwurf vom Namen des Restaurants inspirieren. Banu stammt aus den Legenden der Schiffer, die mit ihren Booten die Flüsse Chinas befuhren. Sie zogen ihre Kraft der Legende nach aus den Feuertopf-Gerichten, die sie aßen. Deshalb schuf Studio Link-Arc eine Inneneinrichtung, bei der die Räume bewegt ineinanderfließen.

 

 

Wellen nach Art des Hauses Link-Arc

Zunächst entwickelten die Architektinnen und Architektinnen verschiedene Strategien, um die enorme Fläche zu untergliedern und das rechtwinklige Grundschema mit einem fließenderen Raumsystem zu überlagern. Dazu unterbrachen sie den Raum in einem ersten Schritt mit mehreren skulptural geformten privaten Essbereichen und offenen Küchen, die jeweils die umgebende Restaurantzone definieren. Im zweiten Schritt verbanden die Architektinnen und Architekten von Studio Link-Arc die beiden Geschosse des Restaurants, indem sie in zwei Bereichen im Eingangs- und Essbereich die Zweichendecke entfernten und die Etagen mit amorph geformten Öffnungen verbanden.

 

 

Im letzten Schritt wurden von den Decken wellenförmige Paneele abgehängt. Dicht an dicht platziert formen sie ein lineares Wellenspiel unter der Decke. Dabei reichen sie in einigen Bereichen tief in den Raum herab und zonieren so die Fläche. Hergestellt sind die über 700 Paneele aus perforiertem Metall. Durch die Modulation der Deckenelemente entsteht ein Raumfluss, der akzentuiert und leitet. Gleichzeitig bleibt das Restaurant hochflexibel und lässt sich mit geringen aufwand verändern.

 

 

Mit Mockups zum perfekten Raumeindruck

Bereits während des Herstellungsprozesses der Paneele arbeite Studio Link-Arc mit Mockups um der erwünschten Effekt im Raum zu erzielen. Die Paneele und ihre Perforation entstanden in Lasercut-Technik. Die charakteristische Wellenform entstand anschließend durch einen Biegungsvorgang. Insgesamt entwarfen die Architektinnen und Architekten neun unterschiedliche Standardmodule in zwei Größen. So konnte trotz überschaubarer Kosten en Höchstmaß an Varianz erreicht werden.

 

 

Die Fassade setzt die Innenraumgestaltung fort. Hier blendeten die Architektinnen und Architekten der Glasfront semitransparente Paneele vor, von denen Studio Link-Arc vier Varianten entwickelte. Sie dienen als Sonnenschutz und verleihen der Fassade anhängig von den Lichtverhältnissen ein anderes Aussehen.

 

Chinesische Küche ist nicht so Ihr Fall? Wie wäre es dann mit spannender Berliner Regionalküche in einem Interieur von Ester Bruzkus Architekten?