Petzet über den Place Léon Aucoc

Place Léon Aucoc,
Muck Petzet,
1996 n. Chr.

In ihrem Buch „Reminiscence“ porträtieren Benedict Esche und Benedikt Hartl die besondere Beziehung zwischen Bauwerk und Architekt. Dort kommen wegweisende Architekten zu Wort, die über ihre architektonische Prägung und deren Einfluss auf die eigene Arbeit schreiben. Hier erzählt Muck Petzet von der gelungenen Anwendung einer radikalen Vermeidungsstrategie:

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Place Léon Aucoc

 

„Der Place Léon Aucoc von Lacaton & Vassal ist eines der wenigen Beispiele für die architektonische Anwendung einer radikalen Vermeidungsstrategie: statt ihren ‚Verschönerungs’- Auftrag für den Platz auszuführen überzeugten die Architekten Ihre Auftraggeber und die Anwohner, daß das zum Umbau vorgesehene Geld besser in langfristige Instandhaltung und Pflege des Platzes angelegt werden sollte. Statt sich dem Auftrag einfach zu verweigern bestand Ihr Projekt in der Änderung der Wahrnehmung des Vorhandenen: Im Erkennen, Wertschätzen, Vermitteln und Weiterentwickeln von Qualitäten. Der bis heute unveränderte und beliebte Platz zeugt von der Richtigkeit dieses Ansatzes.“

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