Maximilian Graber goes MVRDV

Heute wird es ernst für Maximilian Graber, 22-jähriger Architekturstudent der TU München. Im Rahmen der Baumeister Academy startet er in ein sechsmonatiges Praktikum bei MVRDV in Rotterdam. Wir stellen euch den ambitionierten Bayer vor.

Maximilian Graber ist Linkshänder, Perfektionist und Autodidakt. Er denkt quer und hinterfragt Sachverhalte. Die Architektur hat sich für ihn zur Leidenschaft entwickelt. Sein Motto lautet dabei: Ganz oder gar nicht. Selbstkritisch fahnded er nach neuen, immer besseren Lösungen. Er ist umtriebig. Bis zu seinem Start in Rotterdam war er für sechs Monate als Praktikant beim Renzo Piano Building Workshop in Paris tätig. Hier bearbeitete er drei Projekte in den USA und Frankreich.

Maximilian Graber goes MVRDV

Für sein Praktikum bei MVRDV strebt Maxi Graber an, Menschen, neue Methoden und Blickwinkel der Architektur kennenzulernen. Das berichtet er in seinem Motivationsschreiben für die Baumeister Academy. Bei dieser geht es für ihn nicht nur darum, innovative Ideen in einem Büro wie MVRDV entwickeln zu dürfen, sondern auch dort seine Passion zur Architektur zum Ausdruck zu bringen. Allein mit seiner Einstellung, überzeugt Maximilian Graber. Sein Stegreifentwurf tut den Rest.

Projektbeschreibung

„Kopf nach unten, krumme Haltung und gebückter Gang. So sagen Wissenschaftler die Entwicklung des Menschen in naher Zukunft voraus. Die Technik hat so großen Einfluss auf die Kommunikation in unserem Leben genommen, dass sie uns auf eine physische Art und Weise wieder dahin zurückbringt, wo wir herkommen. Doch was passiert, wenn man in dieser Welt der Digitalisierung auf eines der ursprünglichsten Kommunikationsmedien zurückgreift, das wir kennen – Feuer.
Es geht darum, unseren medienbasierten Alltag zu entschleunigen, anstatt ihn noch schneller zu machen. Das Nutzen des Internets bei dieser Wifi-Station ist kein automatisierter Prozess, sondern viel mehr ein bewusstes Erlebnis. Durch den Aufwand der betrieben werden muss, um das öffentliche Netzwerk herzustellen, rückt die eigentliche Nutzung des Smartphone schnell in den Hintergrund. Ist das Feuer einmal entfacht, vergehen einige Minuten bis genügend Hitze zur Verfügung steht, um die Thermogeneratoren an der Innenseite der Station zum Laufen zu bringen. Der erzeugte Strom gelangt dann auf direktem Wege zu dem Router, der in der Erde vergraben ist und die Smartphones in unmittelbarer Umgebung mit Internet versorgt. Die zeltartige, dreibeinige Metallkonstruktion der Station schmiegt sich sanft an die Form des Lagerfeuers an, schafft eine großzügige Oberfläche für die Wärmetransformation und gewährt gleichzeitig ausreichend Sicht auf die Flammen. Dies bietet schließlich die Möglichkeit, Musik zu streamen, wertvolle Survival-Tipps einzuholen und neue Menschen kennenzulernen. Als Standorte für dieses Konzept eignen sich sowohl ruale Landschaften als auch städtische Parks, Strände oder Seen an denen offenes Feuer erlaubt ist.“

Für die Baumeister Academy 2017 fragten wir nach Entwürfen für eine W-Lan-Plus-Station. Neben der Möglichkeit, auf Internet zugreifen zu können, soll die Station über eine freiwählbare weitere Funktion verfügen. Erlaubt waren alle Darstellungsformen: Collage, Skizze, CAD-Zeichnung, Illustration oder Rendering.

Die Baumeister Academy wird unterstützt von GRAPHISOFT, der BAU 2019 und der Schöck Bauteile GmbH.

Interesse an einer Teilnahme bei der Baumeister Academy? Hier geht’s zu den Details!