BAKA und Baumeister holen Studierende auf die BAU

Knapp 100 Architekturstudenten von sieben Lehrstühlen aus ganz Süddeutschland nahmen am diesjährigen Hochschultag + StudentDay auf der Weltleitmesse BAU 2017 teil. Auf Einladung des Bundesverbands Altbauerneuerung (BAKA) und des Baumeisters informierten sich die Studierenden über die spannendsten Produktneuheiten. Vor allem aber präsentieren sie gemeinsam mit ihren Professoren im Rahmen des Wettbewerbs „Studenten | Gestalten | Zukunft“ ihre besten Projekte aus den vergangenen Semestern. Der erste Preis ging an das Team von Prof. Dr. Werner Lang von der Technischen Universität München. Die Preisträger, bestehend aus fünf motivierten Studierenden, gewannen mit dem überzeugenden Projekt „Urbanes Leben 2080“ neben einer BAKA-Mitgliedschaft und einem Baumeister-Jahresabo auch ein iPad Air. Den zweiten Platz belegte das dreiköpfige Team der Ostbayrischen Technischen Hochschule Regensburg mit dem optisch ansprechenden Konzept „Significant Contact“. Den dritten Platz holte sich eine Studentin der Hochschule München mit ihrer Idee für einen „Lehrraum der Zukunft“.

Aber die Studierenden präsentierten nicht nur, sondern drehten ihrerseits auch den Spieß um und bewerteten die Unternehmensangebote in den Kategorien Klimaschutz, Innovation und Nachhaltigkeit und wählten ihren Produktfavorit. Von 11 bis 13 Uhr erkundeten die angehenden Architekten mit Hilfe eines Fragebogens die Messehallen und kamen mit Firmen wie quick-mix oder Remmers erstmals ins Gespräch. In dem Bereich Klimaschutz konnte die blueMartin GmbH am besten abschneiden. Die Schöck Bauteile GmbH bewerteten die Studenten als das innovativste Unternehmen, während sich das Angebot von Stiebel Eltron GmbH & Co. KG in der Rubrik Nachhaltigkeit durchsetzte. Als bestes Einzelprodukt sahen die Studierenden das Brandschutzgehäuse FlamoX von Kaiser. Außerdem überzeugten die Produkte Schöck Isokorb XT-Combar und Rigips Habito, welche bereits im Rahmen des BAKA-Innovationspreises am Anfang der BAU-Woche ausgezeichnet wurden.

Wie sieht die künftige Architekturausbildung aus?

Ein wichtiges Thema des Hochschultages war zudem die Architekturausbildung an Hochschulen. Die Frage: Wie muss sich die Lehre weiterentwickeln, um den immer komplexeren Herausforderungen des Klimaschutzes gerecht zu werden? Ein Ergebnis, das Prof. Dr.-Ing. Susanne Rexroth von der Berliner HTW Hochschule für Technik und Wirtschaft vorstellte: Die stärkere fachübergreifende Zusammenarbeit. Dieser Forderung schlossen sich anschließend auch die Teilnehmer einer Talkrunde an, die BAKA-Chef Ulrich Zink gemeinsam mit Baumeister-Chefredakteur Alexander Gutzmer moderierten. Die Diskutanten um Susanne Rexroth, Prof. Dr.-Ing. Klaus Sedlbauer vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik, den Soziologen Prof. Dr. Dr. Bernd Wegener von der Berliner Humboldt-Uni und BDA-Geschäftsführer Dr. Thomas Welter waren sich einig: Zentral ist die Bereitschaft zu interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Lehrstühlen, aber auch zwischen den verschiedenen Disziplinen. In Sachen Offenheit sind nicht nur die entwurfsorientierten Lehrstühle gefordert. Rexroth: „Auch die technischen Fachbereiche müssen die Grundlagen der Gestaltung verstehen.“

Klar wurde auch: Abgeschlossen ist diese Diskussion noch lange nicht. Der Baumeister wird sie weiterhin forcieren – nicht nur, aber auch im Rahmen der nächsten BAU im Jahr 2019.