Obendrauf – Das Dach als öffentlicher Raum

Die neue Oper von Oslo ist gleichermaßen gestaltete Landschaft wie auch gebaute Architektur. Als prägendes Element der Stadtrevitalisierung rund um den historischen Industriehafen thront das mit zahlreichen Rampen versehene Gebäude unübersehbar und für jedermann zugänglich über dem Oslo Fjord.

Oper Oslo ©Jiri Havran

Der Bau ist zugleich ein Prototyp einer demokratischen Haltung in der Architektur: Großzügige Fenster auf Straßenniveau ermöglichen Blicke ins Innere und das Beobachten der Künstler bei ihren Aktivitäten. Selbst wer also nicht das Ticket für eine Ballettaufführung oder einen Opernbesuch hat, wird vom Kulturkonsum nicht ausgeschlossen. Das Kulturgebäude ist damit ein öffentliches Gut, das allen Bürgern zur Verfügung steht, nicht nur einer Bevölkerungsgruppe mit spezifischem kulturellem Interesse. Das Dach des gesamten Gebäudes wird als nicht-kommerzieller öffentlicher Raum nutzbar gemacht. So entsteht eine städtische Landschaft, die frei begehbar ist und öffentlichen Raum anbietet. Patrick Lüth, Leiter der Dependance von Snøhetta in Innsbruck, hält darüber und über weitere Projekte den Vortrag „Obendrauf – Das Dach als öffentlicher Raum“.

Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung „Die fünfte Ansicht – Von Gewölben, Schalen, Kuppeln, Dächern und ihren Ingenieuren“ im Oskar von Miller Forum statt.

09. Februar 201718.30 Uhr im Oskar von Miller Forum
Oskar-von-Miller-Ring 25 | 80333 München