Wie fotografiert man die Stadt?

Bilder spielen heute eine entscheidende Rolle in der Architektur: Sie sind das einfachste, wenn auch nicht immer beste Mittel für das Vermitteln von Raumerfahrung. Die Architekturfotografie zeigt oft scheinbar perfekte Räume, die aber nicht im Bezug zu ihren Nutzern stehen und zumeist nicht dokumentieren, wie der Raum tatsächlich verwendet wird.

Die Ausstellung „Zoom! Architektur und Stadt im Bild“, die bis zum 21. Juni in der Pinakothek der Moderne München gezeigt wird, konzentriert sich nun genau darauf: Wie wird Architektur und Stadt jeden Tag genutzt? Was passiert, wenn die Baufirmen ein Gelände verlassen? Welche Beziehungen bestehen zwischen Architektur, Politik, Religion und Gesellschaft?

Durch Fotografien und Videos von 18 Fotografen wird die heutige Rolle der Architekturfotografie analysiert und vor dem Hintergrund wachsender Probleme der zeitgenössischen Stadt analysiert. Die Ausstellung gibt einen Überblick über Werke aus der ganzen Welt – von der Analyse der Umgestaltung der europäisch-postindustriellen Gesellschaft, bis zu den Problemen der rasanten Urbanisierung in den Entwicklungsländern.

Das Ergebnis ist eine Ausstellung, in der Architekturfotografie nicht als kalte Raumbeschreibung gezeigt wird, sondern als ein kritisches Medium, das von Lebens- und Arbeitswelten erzählt und dokumentiert, was Architektur täglich für Millionen von Menschen bedeutet.

Zoom! Architektur und Stadt im Bild
02.04.15 – 21.06.15
Pinakothek der Moderne – Architekturmuseum der TU München
Barerstraße 40, 80333 München
Telefon: 089.23805-360