Visueller Bezugspunkt

MVRDV hat mit dem Bau des Projekts „Werk 12“ begonnen. Auf 9.200 Quadratmetern entstehen im Werksviertel am Münchner Ostbahnhof Wohnungen, Büros, Gastronomie und Freizeitanlagen wie Sport, Unterhaltung – und ein „Skyline Swimming Pool“ auf dem Dach. In direkter Nachbarschaft entsteht die Münchner Konzerthalle.

Aahhh, Oh und Wow

Der Bau soll zum neuen Zentrum und visuellen Bezugspunkt am Knödelplatz werden. Zu diesem Zweck werden fünf Meter hohe Schriftzüge an der Fassade angebracht, welche Passanten „Aahhh“, „Oh“ und „Wow“ entgegen schreien. Die Schrift am Bau stammt von den Künstlern Engelmann and Engl – sie wollen auch auf die Graffiti-Kultur des Viertels zu verweisen.

Maximales Tageslicht

Hinter den Buchstaben befinden sich fünf Meter hohe Räume mit Splitleveln. Die Fassade ist ein transparenter Glaskörper, der sich in alle Himmelsrichtungen öffnet.
MVRDV verstehen das als Antwort auf die industrielle Geschichte der ehemaligen Pfanni-Fabrik: „Der transparente Bau schafft eine Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart“.

Über die Fassade soll so viel Licht wie möglich ins Innere gelangen – ein Laubengang dient als Erschließung und zur Verschattung der Innenräume. In der Nacht wird der Bau erst richtig transparent:  wenn die Räume beleuchtet sind und das Innere zur Schau gestellt wird.

Jacob van Rijs, Mitgründer des Architekturbüros erklärt: „Werk 12 ist einzigartiges und ein ganz neuer Ansatz in München. Der Bau bildet einen starken Kontrast zum nur zehn Minuten entfernten historischen Zentrum.“ 2019 soll das Projekt fertiggestellt werden.

MVRDV arbeitet an dem Projekt zusammen mit N-V-O Nuyken von Oefele Architekten, Wolf + und Teuber + Viel. Der Bau soll 2019 fertiggestellt werden.