Charakteristischer Schulbau in Simbabwe

Das Projekt „Rising-Star-Schule“ in Hopley, Simbabwe, zeigt, dass Entwicklungszusammenarbeit und Architektur Hand in Hand gehen können. Das von der Stuttgarter Architektin Kristina Egbers entworfene Gebäude steht auf der Shortlist des DAM-Preises 2021 in der Kategorie Auslandsbauten.

1_Die neue Schule inmitten der Siedlung
Die neue Schule inmitten der Siedlung

 

Hopley ist eine durch Zwangsumsiedlungen entstandene, informelle Siedlung, in der es an grundlegender Infrastruktur mangelt: Bis vor Kurzem gab es kein Schulgebäude. Der Unterricht fand im Freien statt und fiel oft witterungsbedingt aus. Seit 2016 baut nun Ingenieure ohne Grenzen gemeinsam mit lokalen Partnern die neue Rising-Star-Schule für etwa 800 Schülerinnen und Schüler.

2_Unterricht unter freiem Himmel
Unterricht unter freiem Himmel

 

Die charakteristischen, gemauerten Bögen sind aus der Überlegung entstanden, lokal verfügbare Materialien und lokale handwerkliche Kompetenz einzusetzen. Die Konstruktion ermöglicht die für Klassenräume erforderlichen Spannweiten ohne weitere konstruktive Elemente. Die eingesetzten Ziegel und die passive Belüftung im Dachbereich sorgen für ein angenehm kühles Raumklima und damit für gute Lernbedingungen. Die gesamte Schule ist modular konzipiert, sodass sie entsprechend der wachsenden Einwohnerzahl der Siedlung erweitert werden kann. Vier bisher fertiggestellte Teilgebäude mit zehn Klassenzimmern bilden einen Innenhof, den die Schülerinnen und Schüler als Aufenthaltsbereich nutzen.

3 Die Bauarbeiten werden von einheimischen Arbeitern ausgeführt
Die Bauarbeiten werden von einheimischen Arbeitern ausgeführt.

 

Der fünfte Bauabschnitt wird in diesem Jahr begonnen – aufgrund von Corona unter ungewohnten Vorzeichen. So gelten auch in Simbabwe Abstands- und Hygieneregeln. Die Einreise ist momentan nicht möglich, sodass Projektleiterin Kristina Egbers die Arbeiten von Deutschland aus koordinieren muss.

4 Die neuen Klassenräume ermöglichen regelmäßigen Unterricht
Die neuen Klassenräume ermöglichen regelmäßigen Unterricht

 

Die Bewohnerinnen und Bewohner  von Hopley nehmen die Schule sehr gut an. Das zeigt sich auch an der ständig steigenden Anzahl der Schülerinnen- und Schüleranmeldungen. Darüber hinaus ist sie aufgrund der besonderen Architektur zu einem Identifikationsobjekt für die gesamte Siedlung geworden.

Alle Fotos: Kristina Egbers

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Ingenieure ohne Grenzen

Ingenieure ohne Grenzen ist eine als gemeinnützig anerkannte Hilfsorganisation, die ihre Arbeit zum Großteil aus Spenden und Fördermitgliedschaften finanziert.

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