27.06.2023

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Regionale Materialien: Der Baumeister im Juli 2023

Nachhaltigkeit
Coverfoto: © Stocksy
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Nachhaltig bauen ist die größte Herausforderung, mit der Architekturschaffende und Baubranche heute konfrontiert sind. Immer noch konkurrieren eine Vielzahl von Lösungsansätzen miteinander, gibt es keinen unwidersprochenen Goldstandard für ökologisch unbedenkliche Architektur. Umso wichtiger ist es, das eigene Wissen zu diesem Thema immer wieder zu aktualisieren.

Dabei will die dreiteilige BAUMEISTER-Serie „Nachhaltig bauen“ Architektinnen und Architekten unterstützen. Die drei Hefte widmen sich je einem spannenden Thema, das im Diskurs rund um das nachhaltige Bauen eine wichtige Rolle spielt.


Regionale Baustoffe prägen regionale Architektur

Jahrtausendelang waren es die in der unmittelbaren Umgebung zur Verfügung stehenden Baustoffe, die Städten und Dörfern ihr Gesicht gaben. Wo es Naturstein gab, prägte er in der Regel die Architekturlandschaft. Er wurde verwendet, um die vornehmsten Bauten zu errichten – Kathedralen, Stadtkirchen und Klöster, Adelssitze, Rathäuser und die Häuser des Patriziats. Dort wo Naturstein fehlte und es ergiebige Lehmgruben gab, wurde diese Bauten in Ziegeln errichtet. Fachwerkbauten sind zwar in großer Zahl untergegangen oder durch Steinbauten ersetzt worden, doch immer noch prägen sie viele historische Stadtbilder. Im Zusammenspiel von verfügbaren Baustoffen, Witterungsverhältnisse und gesellschaftlichen Strukturen bildete sich jeweils eine Architektur heraus, die für einen Ort, eine Stadt, eine Landschaft charakteristisch waren.


Lokal zu global

Die Industrialisierung und damit verbunden die Möglichkeiten, Baumaterialien preiswert herzustellen und über weite Entfernungen zu transportieren, hat die Gesichter der Städte ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts völlig verändert. Der Historismus war nicht nur eklektizistisch in seinen Formen, sondern auch in seinen Materialien. Während die Ziegel, aus denen die zahllosen neuen Stadtviertel im zweiten Kaiserreich entstehen, in der Regel noch aus lokalen Ziegeleien kamen, wurde Bauschmuck, Fliesen oder Haustechnik nun aus dem Katalog bestellt und mit der Eisenbahn zum Kunden gebracht. Der Anfang der Entwicklung vom lokal verfügbaren Baustoff zum weltweit erhältlichen konfektionierten Bauprodukt, wie es heute in der Bauindustrie vorherrschend ist, war gemacht.


Ein neuer Bezug zur Heimat

Derzeit stehen wir vor der Frage: Wie nachhaltig kann ein hochindustriell produziertes Bauprodukt werden? Natürlich gibt es zahllose vielversprechende Ansätze – Wiederverwendung, Aufarbeitung, Recycling sind Maßnahmen, an denen kein Weg vorbei führt. Dennoch müssen wir uns überlegen, ob es nicht Alternativen zu solchen zumeist energieintensiv hergestellten und transportierten Bauprodukten gibt – zumindest für bestimmte Typologien und Projekte. Mit diesem Thema setzt sich dieses Heft auseinander und zeigt Beispiele, wie mit lokalen und teils nur handwerklich verarbeiteten Materialien, eine nachhaltige Architektur entstehen kann, die in engem Bezug zu ihrer Umgebung steht.

Das Heft gibt’s ab sofort im Shop. 

Unsere B6 wurde vom Star-Architekturstudio UNStudio kuratiert. Ben van Berkel und sein Team gehen im Heft der Frage nach: Wie kann Architektur zu unserer Gesundheit beitragen?

Weiter geht es im August mit „Soziale Nachhaltigkeit“, den Abschluss macht das September-Heft „Nachhaltige Hochhäuser“. Jetzt alle drei Hefte der Serie inklusive der von UNStudio-kurierten Ausgabe mit Preisvorteil sichern! 

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