Liegender Notenschlüssel

Ließe sich eine Melodie räumlich darstellen, wäre die „JS Bach Music Hall“ wohl das Ergebnis: Das helle Stoffband wirbelt herum, sucht sich scheinbar selbstständig seinen Weg durch den Raum und bildet hier und dort Wölbungen aus. Die Struktur wickelt sich förmlich um die Besucher, fasst Musiker und Zuschauer in einem Kokon zusammen und schafft somit eine intime Atmosphäre.

Im Rahmen des Manchester International Festival entwarf Zaha Hadid die temporäre, fließende Installation für neun Bach-Aufführungen. Der große Saal der Manchester Art Gallery fungierte als Bühne für die skupturale Konstruktion. Sie besteht aus transluzentem Stoff, der über ein Stahlgerüst gespannt ist, welches von der Galeriedecke abgehängt wurde.

Über der Bühne sind Akustikpaneele montiert und sorgen für den nötigen Kammermusik-Sound. Durch die muschelartige Hülle wird die Wirkung der Bachschen Musik verstärkt – Raum und Melodie ergeben eine Einheit.

Mehr dazu finden Sie im Baumeister 03/2017