Kapitalismus und Raum

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Die aktuelle Krise in Europa ist nicht nur eine wirtschaftliche und politische. Sie ist auch eine räumliche. Die Postindustriealisierung bietet nur bestimmten Städten und Regionen eine Zukunft – wie Standorte mit Kreativwirtschaft und Tourismus. Ein Beispiel für den Umgang mit postindustriellen Brachflächen ist die Umwandlung einer ehemaligen Molkerei auf dem Toni-Areal im Züricher Westen. Dort entsteht der neue Campus der Zürcher Hochschule der Künste.

Im Z-Club in Venedig findet eine Reihe von Veranstaltungen statt, die sich ebenfalls diesem Thema widmen – initiiert von der ZHdK. Baumeister ist Medienpartner der Eventreihe. Der Veranstaltungsort könnte nicht besser gewählt sein, blickt man doch unmittelbar auf die Insel Giudecca, Symbol für die Industrialisierung Venedigs. Bei der heutigen Veranstaltung „Materiality I“ bildet das emblematischen Werk „La Fabbrica Illuminata“ vom venezianischen Komponisten Luigi Nono den Auftakt – als Metapher zum neuen Campus der ZHdK in Zürich.  Analoge Tonbandmusik und audiovisuelle Performances sollen das Verhältnis von Musik und Materialität aufzeigen. Eine Fortsetzung findet die Veranstaltung mit „Materiality II“ am 31. Juli.

Illustration: Z Club Cow, @ Olivier Ilegems, Anne-Chantal Rufer (MAS Spatial Design)