Hotel The Romanos an der Costa Navarino

 

Der griechische Reeder „Captain Vassilis“ hat sich mit diesem Hotelprojekt einen Traum erfüllt. Um die Kulturlandschaft seiner Heimat nicht allzu stark zu beeinträchtigen, achten die Betreiber auf einen möglichst schonenden Umgang mit den Ressourcen.

Diese liebliche Gegend soll die Hauptrolle in einem Kriegsfilm spielen? Die Costa Navarino ist bei uns, vor allem aber in Großbritannien und den USA durch „Die Kanonen von Navarone“ berühmt geworden. Der Taxifahrer, der mich zum neuen Hotel „The Romanos“ dort an dieser Küste bringt, kann gar nicht mehr aufhören, darüber zu erzählen: „Anthony Quinn, wissen Sie? Als griechischer Offizier Andrea Stavros – er rettet die Sache natürlich…“.
Gedreht wurde allerdings hauptsächlich auf Rhodos, gibt er zu.

Der Film handelt von einer erfundenen Geschichte, deren Spuren man also vor Ort nicht findet; wahr ist dagegen die Seeschlacht von Navarino im Jahr 1827 zwischen Engländern, Franzosen, Russen auf der einen Seite gegen die Osmanen auf der anderen. Dies alles ist bedeutsam für den Gast, wie sich herausstellen wird: Er nächtigt nicht nur in einem Hotel, sondern auch in einer Art Museum, in dem viele historische Schätze präsentiert sind – von antiken Ausgrabungsstücken bis zu gewaltigen Schlachtengemälden, aber auch moderne Kunst. Über die Geschichte – gern die letzten 2.400 Jahre – sollte man also gut Bescheid wissen, sie ist allgegenwärtig.

Die Navarino-Küste liegt auf der südwestlichen Peloponnes in einer Region namens Messenien. Das weitläufige Hotelprojekt an dieser Stelle ist der Traum des Reeders Vassilis C. Constantakopoulos gewesen, kurz auch „Captain Vassilis“, eine charismatische Figur, die einerseits dem armen Landstrich Arbeitsplätze verschaffen, andererseits Besucher anlocken wollte, ohne seine Schönheit zu zerstören. Auf dem riesigen Hotelgelände gibt es heute natürlich alles, was ein Fünf-Sterne-Luxushotel bieten kann – einzelne Villen, die man mieten kann, Konferenzräume, zwei Golfplätze, einer davon entworfen von keinem Geringeren als Bernhard Langer, und daneben einen kilometerlangen, erstaunlich wenig besuchten Sandstrand. Nur zehn Prozent des 130 Hektar großen, sanft hügeligen Grunds sind bebaut, der Rest besteht aus Olivenhainen, Gärten und Parks.

Die Hotelanlage selbst versucht, lokale Bautraditionen aufzunehmen und sich einzufügen: Sie bildet mehrere kleinere Gebäudegruppen, die ein Dorfgefüge darstellen und auch über Läden, Cafés und Restaurants ver-fügen. Die Häuser sind mit Naturstein verkleidet oder gelb veputzt und mit Holzbalkonen versehen. Auf diese Weise kann man, ohne dass es auffällt, 320 Gästezimmer unterbringen. Manche Räume im Erdgeschoss haben sogar eine kleinen privaten Pool. Der Charme der Anlage besteht aber tatsächlich im üppigen Grün, in der Vielfalt an heimischen Pflanzen, der schönen Landschaft rundum und nicht zuletzt der Nähe zu großartigen Ausflugszielen wie Nestors Palast oder dem antiken Olympia.

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Adresse

Navarino Dunes, Costa Navarino
24001 Messenien
Griechenland
www.romanoscostanavarino.com