Wohnhaus mit E-Mobil

Beim Umzug von der Mietwohnung ins Einfamilienhaus tauschte eine junge Familie auch den ÖPNV-Anschluss gegen ein Elektrofahrzeug. Strom erhält das Auto über eine Photovoltaik-Anlage auf dem Häuserdach.

Das Haus B befindet sich in einem ehemaligen Betriebsgelände bei Stuttgart, das auf Grundlage eines neuen Bebauungsplans zum Wohngebiet „An den Remstal-Quellen“ umgenutzt wurde. Die Konversionsfläche vor den Toren Stuttgarts bot der jungen Familie die Chance, ein eigenes Haus zu realisieren.

Haus B an den Remstal-Quellen

Der Entwurf stammt von Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten und ist von zwei Parametern geprägt: einem Budget von 300.000 Euro und den Vorgaben des Bebauungsplans. Letztere sehen vor, dass bis an die nördliche Grundstücksgrenze gebaut werden darf. Im Westen muss eine festgesetzte Baulinie aufgenommen werden – und das dritte Obergeschoss um drei Meter zurückspringen.

Ergebnis ist ist ein konsequent nach diesen Vorgaben errichtetes Volumen mit einer gleichmäßigen, dunklen Wellblechfassade. Das industrielle Material soll auf den Standort des ehemaligen Fabrikgeländes hindeuten.

Raumprogramm

Zwei Hauptzonen gliedern den Bau: Die Funktionszone an der nördlichen Grundstücksgrenze beherbergt Treppe, Bad, Technik- sowie einen Abstellraum. Als zweite Zone richten sich die Aufenthaltsräume nach Süden aus. Erschlossen wird das Haus über die West- und Straßenseite – der Eingang wird durch einen Einschnitt in der Kubatur visuell hervorgehoben.

Vom Eingangsbereich leitet eine zweigeschossige Treppe direkt nach oben. Im ersten Obergeschoss befinden sich Bad, Eltern- und Kinderzimmer sowie Wohnen und Arbeiten im zweiten Obergeschoss. Den Rücksprung auf der Westseite nutzen die Architekten als Terrasse – und somit auch als Erweiterung des Wohnbereichs in den Außenraum.