09.12.2022

Öffentlich
Wolfgang Ott
Frankfurt

Hardtbergturm im Taunus: Aussichtsturm mit Skylineblick

von Fabian Peters
Hardtbergturm, Foto: Wolfgang Ott
Der Hardtbergturm im Taunus, Foto: Wolfgang Ott

Der noble Kurort Königstein im Taunus hat eine neue Attraktion. Der 32 Meter hohe Hardtbergturm ermöglicht Ausblicke auf den umliegenden Naturpark – und auf die Hochhäuser von Frankfurt am Main.

Der 409 Meter hohe Hardtberg im Taunus ist einer der Hausberge der Gemeinde Königstein. Er ist Teil des Naturpark Taunus und ein beliebtes Ausflugsziel für die Bewohner der nahegelegenen Metropole Frankfurt am Main. Dazu trägt nicht zuletzt der Opel-Zoo bei, der neben dem Frankfurter Zoo der größte Tierpark der Region ist. Oberhalb des Zoos auf der Kuppe des Hardtbergs erhebt sich der Hardtbergturm. Von der Aussichtsplattform des rund 32 Meter hohe Stahlturms reicht der Blick bis zur Frankfurter Hochhausskyline.

Hardtbergturm, Foto: Wolfgang Ott
Fotos: Wolfgang Ott
Hardtbergturm, Foto: Wolfgang Ott

Der Hardtbergturm als Turm Nummer vier

Der Hardtbergturm wurde im Juni 2022 fertiggestellt und ist bereits der vierte Aussichtsturm an dieser Stelle. Schon im Jahr 1884 errichtete der Taunusclub, der größte Wanderverein im Taunus, einen hölzernen Turm. Der Club ersetzte ihn aber 1899 durch eine Metallkonstruktion, entworfen von einem Ingenieur aus Hausen, Frankfurt. Dieser zweite Turm war zwölf Meter hoch und besaß eine Aussichtsplattform für 25 Personen, die über 63 Stufen erreicht werden konnte. 2.600 Mark kostete sein Bau. Ein 1910 errichteter Nachfolger aus Stahl wurde 1999 saniert und um zweieinhalb Meter erhöht. 2012 sperrte die Gemeinde ihn aber wegen Baufälligkeit. 2020 wurde er schließlich abgerissen.

Hardtbergturm, Foto: Wolfgang Ott
Fotos: Wolfgang Ott
Hardtbergturm, Foto: Wolfgang Ott

Ein Aussichtsturm mit Krone

Für den jetzt eröffneten Neubau zeichnet das Architekturbüro Wolfgang Ott aus der Nachbargemeinde Kronberg verantwortlich. Das Büro entwarf eine Stahlkonstruktion mit einer elliptischen Grundform. Insgesamt fünf Plattformen sind zwischen sich kreuzende Diagonalstreben eingespannt. Sie werden durch eine im Zentrum des Turmes liegende Treppe erschlossen. Die oberste Plattform befindet sich auf einer Höhe von 26,6 Meter. Sie wird überragt von einer „Krone“, die aus den an der Turmspitze zackenartig zusammenlaufenden Diagonalstreben entsteht.

Hardtbergturm, Foto: Wolfgang Ott
Fotos: Wolfgang Ott
Hardtbergturm, Foto: Wolfgang Ott

Treppen und Geländer

Knapp 80 Tonnen wiegt die Stahlkonstruktion. Sie ist wie beinahe alle Teile des neuen Turms in einem lichten Hellgrau gehalten. Die Geländer der Plattformen bestehen aus Metallgeflecht. Dagegen sind die Geländer der Treppenläufe als geschlossene Flächen ausgebildet, sodass die Treppe im Zentrum der Tagwerkskonstruktion deutlich wahrnehmbar ist.

Hardtbergturm, Foto: Wolfgang Ott
Foto: Wolfgang Ott

Die Kosten für den Bau des neuen Hardtbergturms betrugen rund 800.000 Euro. Sie wurden von der Gemeinde Königstein, mehreren weiteren institutionellen Geldgebern, aber auch einer Vielzahl von Einzelspendern aufgebracht.

 

Hardtbergturm, Grundriss 1. OG, Zeichnung: Wolfgang Ott
Grundriss 1. OG, Zeichnung: Wolfgang Ott
Hardtbergturm, Ansicht Süd-West, Zeichnung: Wolfgang Ott
Ansicht Süd-West, Zeichnung: Wolfgang Ott
Hardtbergturm, Zeichnung: Wolfgang Ott
Skizze: Wolfgang Ott
Hardtbergturm, Schnitt, Zeichnung: Wolfgang Ott
Schnitt, Zeichnung: Wolfgang Ott
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