Endstation

Viele kennen den Rastplatz mit überdachter Sitzgruppe am Straßenrand nur vom Vorbeifahren, als Unschärfe aus dem Autofenster. Insbesondere in Amerika verschwinden diese Ruheoasen aus den Köpfen der Fahrer: In dem Staat Virginia zum Beispiel riss man die Ruhezonen bereits um mehr als die Hälfte ab und ersetzte sie mit Schnellrestaurants. Der kalifornische Fotograf Ryann Ford dokumentiert nun mit seiner Fotoserie „Last Stop“ den Charme der noch stehenden Überbleibsel.

Der herkömmliche Rasthof erfüllt seinen Zweck: er gibt uns Zeit zum Ausruhen, der Erleichterung, um mit dem Hund zu gehen, für eine Zwischenmahlzeit oder auch nur um die Landkarte zu studieren.

Doch allmählich verliert der originelle Rastplatz den Kampf gegen die kommerziellen Alternativen: Eine wachsende Zahl von Fast Food Ketten, Tankstellen und Mega- Rasthöfen mit Wi-Fi Zugriff lassen den Platz an der Straßenseite aussterben. Um eine Lenk- und Ruhezeit einzulegen fährt man doch lieber rasch durch einen Drive Thru anstatt das ruhige Plätzchen im Grünen ausfindig zu machen. Die Folge: jede Ausfahrt gleicht der Anderen. Ein Nicht-Ort, ununterscheidbar in ihrer Präsenz und auch nur anhand ihrer Markenidentität zu erkennen.

Ryann Ford’s Fotoserie zeigt die Einzigartigkeit der verschiedenen grünen Oasen, die in ganz Amerika verteilt sind – eine systematische Erfassung vom Geist der Straßenrand Reliquien.