Haus mit Satteldach

Was der Bauherr sich wünschte, war ein einfaches Haus für seine Familie. Was die beiden jungen Architekten im Münsterland mit einem ihrer Erstlingswerke ablieferten, versteckt im Detail viel Raffinesse.

 

Es ist eines der Erstlingswerke der Architekten Johannes Busch und Patrick Schürmann: das Einfamilienhaus mit Satteldach am Rande eines Neubaugebiets im nordwestfälischen Emsdetten. Wie für die Region üblich ist die Fassade mit Backstein verkleidet und das Dach mit roten Ziegeln gedeckt. Das Haus steht zentral auf dem Grundstück und teilt den Garten in zwei Bereiche – einem südlichen zur Nachbarbebauung und einem nördlichen, der sich zur freien Landschaft öffnet.

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Die strenge und kompakte Erscheinung der Architektur ist aufgelockert durch auf den ersten Blick willkürlich verteilte Elemente. Bei genauer Betrachtung erkennt man allerdings, dass das Format einiger Fensteröffnungen und insbesondere der vorkragende Träger aus backsteinrot gefärbtem Beton auf beiden Längsseiten des Baus wiederkehren. Er nimmt in der Nordfassade die Mauerlasten oberhalb der breiten Fensterfront im Erdgeschoss auf, während er auf der Südseite als überdimensionales Ornament verwendet wird.

 

Eine lichtbringende Dachgaube

Im Zentrum des Erdgeschosses liegt die große Diele, der sich zur einen Seite das Wohnzimmer, zur anderen der Essbereich mit Küche anschließt. Ein langer Gang direkt hinter der Fensterfront auf der Nordseite verbindet die drei Räume. An jeder der Stirnseiten des Gebäudes platzieren die Architekten ein Treppenhaus. Während sich die Haupttreppe zum Obergeschoss an den Essbereich anschließt, führt vom Wohnzimmer eine kleine, durch eine tiefe Fensternische versteckte Treppe direkt in den Schlafraum der Eltern.

 

Im Obergeschoss legen Busch und Schürmann den Erschließungsgang, der sich in Form einer langgestreckten Dachgaube auch auf der Außenseite abzeichnet. Ein Fensterband bringt viel Licht in die zugehörigen Räume. Die zwei Kinderzimmer sind dagegen an der Nordseite des Hauses angeordnet. Zwischen den Gang und die Kinderzimmer schieben die Architekten zwei Bäder und Ankleiden ein. Insgesamt 245 Quadratmeter brutto bietet das Haus seinen Bewohnern und Bewohnerinnen an Wohnfläche – in einem einfachen Haus, dass trotzdem alle Wünsche erfüllt.

 

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