07.06.2021

Event

Architekturbiennale 2021: Im Pavillon der Vereinigten Staaten von Amerika

von Fabian Peters

Pavillon der Vereinigten Staaten von Amerika

Chefredakteur Fabian Peters ist gerade in Venedig. Genauer gesagt auf der Architekturbiennale 2021. Er nimmt Sie mit auf seinen Rundweg durch die Pavillons, wie hier im Pavillon der Vereinigten Staaten von Amerika.

 

Der us-amerikanische Pavillon exerziert eine schlichte Grundidee konsequent und überzeugend durch. Nämlich die These, dass der Holzrahmenbau ein bedeutender, aber weitgehend unbemerkter Beitrag der us-amerikanischen Kultur zur Architektur seit dem 19. Jahrhundert darstellt. Das ist sicherlich keine falsche Beobachtung. In den USA ist diese Bauweise omnipräsent – vorrangig bei der für das Land typischen Wohnform: dem frei stehenden Einfamilienhaus. Vom bescheidensten Kleinstwohnhaus bis zur Villa ist diese Bauweise anzutreffen.

Die Kuratoren von „American Framing“, Paul Andersen und Paul Preissner, haben einen vierstöckige Holzrahmenstruktur in Hausform als Riegelbau errichten lassen, der den permanenten Pavillon nur durch die Balkenreihen durchschimmern lässt. Schön gestaltete Säle im ständigen Ausstellungsbau zeigen Holzmodelle im Zentrum der Räume und Architekturfotografien an den Wänden. All das ist leicht zu erfassen und vermittelt ohne großen theoretischen Unterbau die Aussage, die die Kuratoren treffen wollen – ein wohltuendes Gegengewicht zu den oftmals sehr verkopften Beiträgen, die sich bei der Übertragung in das Format einer Ausstellung schwertun.

 

 

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