Architekturbiennale 2021: Im Pavillon Großbritannien

Chefredakteur Fabian Peters ist gerade in Venedig. Genauer gesagt auf der Architekturbiennale 2021. Er nimmt Sie mit auf seinen Rundweg durch die Pavillons, wie hier im Pavillon Großbritannien.

Was hat der Brexit mit einem Getränk namens Strika zu tun? Der britische Pavillon auf der Biennale erklärt den Zusammenhang in einem als Pub dekorierten Ausstellungssaal. Die Auflösung: Die Pubkette JD Wetherspoon hat in den letzten Jahren immer mehr kleine selbstständige Pubs übernommen, in denen das Unternehmen dann vehement Werbung für den Brexit gemacht hat – etwa mit der Hauspostille. Zudem hat JD Wetherspoon bereits vor der finalen Abstimmung über das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU begonnen, kontinentaleuropäische Getränke durch britische Nachahmer zu ersetzen – so etwa Jägermeister durch den in England hergestellten Kräuterlikör Strika.

Der von Manijeh Verghese und Madeleine Kessler kuratierte britische Auftritt auf der Biennale 2021 steht unter der Überschrift „The Garden of Privatised Delights“ und warnt vor den Folgen der Privatisierung öffentlichen Raums – zu dem die Kuratorinnen auch die kleinen inhabergeführten Pubs zählen. Als Gegenbild entwerfen sie eine etwas naiv wirkende Utopie in Form eines Parks, der seine Besucher auf Schildern ausdrücklich dazu auffordert, rumzuhängen, dazubleiben, etwas einzupflanzen, miteinander zu reden und etwas zu kochen.

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Nachdem die Architekturbiennale um ein Jahr verschoben wurde, findet die Ausstellung vom 22. Mai bis zum 21. November 2021 unter dem Titel „How will we live together“ statt. Erfahren Sie mehr in dem digitalen Einblick in die Projekte der Architekturbiennale 2021.

Alle Fotos: Fabian Peters