Vornehme Verpackung

Am Ufer des Bodensees ist zwischen historischen Bauten eine  Interpretation einer umschlossenen Abstellmöglichkeit entstanden: eine originelle Garage, die mit der Gebäudetypologie der klassischen Parkarchitektur spielt. Die Architekten Bögl Gierer ließen sich von der nähe zur Villa inspirieren und erstellten eine kleine Kopie des Hauptgebäudes durch „skalieren und lineares Verzerren“ der Außenhülle.

Gekleidet in lindgrün und weiß gestrichenem Holz steht der Neubau, unauffällig umringt von Bäumen, mitten im Park. Durch die Übertragung der Details aus dem bestehenden Mauerwerksbau der Villa, passt sich die Garage der vor Ort üblichen Umsetzung der Nebengebäude an. Sowohl die Fenstergestaltung, als auch die Form des Daches zeigen die bewusste Annäherung an die historischen Bauten.

Von der Einfahrt aus blickt man auf zwei Tore, die den Eintritt in das Gebäude ermöglichen. Gelangt man ins Innere, steht man in einem großzügigen in Holz gedeckten Raum. Die eingeschnittenen Fensteröffnungen mit Sprossen bieten einen Ausguck auf das gegenüberliegende Anwesen.

Ein angestelltes Treppentürmchen führt in den zweiten Stock. Dort befindet sich komplett in Holz gekleideter Raum, der Platz zum Verweilen bietet. Zusätzliche Oberlichter erhellen den Raum und ermöglichen dem Besitzer qualitativen Spielraum für individuelle Nutzung.

Bögl Gierer Architekten wurden für dieses Projekt mit dem „best architects 15 award“ ausgezeichnet.

Fotos: Michael Heinrich