03.05.2021

Wohnen

Dekonstruierter Container

von Jessica Mankel

Mitten in der japanischen Hauptstadt realisierten Unemori Architects auf einer Grundfläche von 26 Quadratmetern das „House Tokyo“. Sie verdoppelten die Fläche des Wohnhauses und schufen eine offene Raumstruktur, die das Haus weit größer erscheinen lässt als es ist.

Wie ein dekonstruierter Container wirkt die kleine Architektur von Unemori Architects im Zentrum Tokios: vier mit Wellblech verkleidete Quader bilden einen kompakten Bau. Wenige großflächige Fenster und eine gläserne Eingangstür formen daraus ein Haus. Äußerlich erscheint das Gebäude mit seinem kühlen, industriellen Charakter wie ein Fremdkörper inmitten der traditionellen japanischen Wohnsiedlung, doch im Innern dominiert eine andere Atmosphäre – Wärme und Leichtigkeit.


Split-Level-Erlebnis von Unemori Architects

Ein geometrisch gegliedertes Fachwerk aus hellem Holz verleiht dem Innenraum seinen Charakter. Weiße Möbel und Wände, ein terrakottafarbener Fliesenboden und Details, die die industrielle Außenfassade wiederholen, greifen die ruhige Tonlage des vielen Holzes auf. Durch den offenen Grundriss und die versetzten Ebenen entstehen unterschiedliche Deckenhöhen von rund zwei bis fünf Metern.

1. Stock mit Eingangsbereich (5), Freiraum (6), Esszimmer & Küche (7) und Außenlager (8), © Unemori Architects
EG mit Abstellkammer (1), Waschraum (2), Duschbad (3) und Schlafzimmer (4), © Unemori Architects
Schnitt mit Abstellkammer (1), Duschbad (3), Schlafzimmer (4), Eingangsbereich (5) und Esszimmer & Küche (7), © Unemori Architects
Schnitt mit Duschbad (3), Schlafzimmer (4) und Esszimmer & Küche (7), © Unemori Architects
Schnitt mit Schlafzimmer (4) und Esszimmer & Küche (7), © Unemori Architects

Paradebeispiel urbaner Verdichtung

 

Jede Etage hat eine Funktion. Im Halbkeller befinden sich Schlafzimmer und Bad. Küche sowie Wohn- und Essbereich sind in der ersten Etage. Durch die zurückgesetzte Außenwand über dem Eingangsbereich haben die Architekten Platz für eine Terrasse geschaffen, die aus dem ersten Stock zugänglich ist. Natürliches Tageslicht erhellt alle Räume. Mittels der offenen Struktur schaffen Unemori Architects nicht nur ein großzügiges Raumerlebnis in einem kompakten Haus, sondern auch eine bessere Luftzirkulation.

Auf einer Grundfläche von 26 Quadratmetern realisierten die Architekten ein temporäres Stadthaus mit einer Fläche von 51 Quadratmetern. Das Haus besitzt dank der offenen Split-Level-Geschosse und den großen Fenstern eine zeitgemäße und hohe Wohnqualität, ohne dass die Privatsphäre beeinträchtigt ist. Es ist ein architektonisches Paradebeispiel eines Einfamilienhauses für die urbane Verdichtung.

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Mehr Eindrücke zu dem Tiny House von Unemori Architects im Bewegtbild sehen Sie im Video.

Alle Fotos: © Unemori Architects, Kai Nakamura

 

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