Stockholm, Story-Hotel Riddargatan

Ein Business-Hotel für den kleineren Geldbeutel: Das Story-Hotel Riddagatan befindet sich in der Nähe exklusiver Hotels und Modelabels. Wer ein bisschen weniger für seinen Städtetrip ausgeben und trotzdem die Vorzüge der Stockholmer City genießen mag, ist hier richtig.

Das Story-Hotel Riddargatan ist die Alternative für Geschäftsreisende, die nicht im schicken Nobis-Hotel um die Ecke absteigen. Bei den im Vergleich etwas niedrigeren Preisen bleibt eine Shoppingtour in der direkten Nachbarschaft leistbar – wahlweise bei Gucci oder Urban Outfitters.

Das Anhängsel „Riddargatan“ steht für die Adresse des Hotels – nicht zu verwechseln mit „Story Hotel Signalfabriken“ im Nord-Westen Stockholms. Die Riddargatan liegt im zentralen Stadtteil Östermalm, die „Stockholmer City“ Norrmalm grenzt direkt an.

Besonders überzeugend am Story-Hotelkonzept ist, neben der unübertroffenen Lage, die Vorbereitung auf die Übernachtung: Im Internet kann man sich Grundrisse der verfügbaren Räume vorab anschauen; sie sind aufgelistet nach den Kategorien „Small“, „Medium“ und „Large“ (die Bezeichnungen gelten für Raumgröße wie Preiskategorie). Und wer im Anschluss an seinen Besuch ein bisschen Story-Hotel zu Hause haben möchte, kann sich beispielsweise das Hotelbett online bestellen und nach Hause liefern lassen. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Gäste die im Hotel überall präsente Kunst zu erwerben. Bilder schwedischer Künstler zieren Speisesaal wie Hotelzimmer. Oft sind die Künstler Freunde des Hauses.

Das meistgebuchte Zimmer ist der so genannte Bath Room. Der Name sagt es schon: Das Bad ist in diesem Zimmer wesentlicher Teil des Raums. Nur eine große, in goldene Rahmen gefasste Glasfront trennt die beiden Bereiche und sorgt dafür, dass das Wasser aus der Dusche nicht aufs Kopfkissen tropft. Dass man seiner eventuellen Reisebegleitung beim Gang auf die Toilette zuschauen kann, wusste ja schon, wer sich den Grundriss im Internet genauer angeschaut und trotzdem gebucht hat (für Badezimmer-Alleinnutzer gibt es in der gleichen Quadratmeterzahl aber auch Räume mit separaten Bädern, zum Beispiel „The Friggebod“). Da das Badezimmer an der Außenwand liegt, wird über dieses auch das Zimmer belichtet. Weiße Vorhänge sorgen für den Sichtschutz nach draußen, Verdunklungsvorhänge für ungestörte Nächte hängen in zweiter Reihe. Am besten lässt man die Vorhänge aber geschlossen, denn der Blick auf die ergraute Nachbarfassade ist wenig prickelnd.

Dafür lohnt sich ein genauer Blick in den Raum: Viele kleine Details sind aufeinander abgestimmt, die shabby-schicke Wand mit Kunst-Tattoos passt gut zur bunten Waschschale, den goldenen Rähmchen, Griffen und Klopapierhalterung. Bei den Chrom-Armaturen muss man ein Auge zudrücken.

Ebenfalls auf der Website macht das Story-Hotel auf seinen Qualitätsanspruch aufmerksam: Es gibt Bettdecken aus Baumwolle, hochwertige Matratzen und Regenduschen. Was online nicht genannt wird, ist die Fußbodenheizung im Bad – eine Wohltat an kalten Wintertagen und eine Entschädigung dafür, dass die Terrasse mit Cocktailbar geschlossen hat. Auch ausgezeichnet ist das Frühstücksbuffet: Es gibt Blaubeer-Vanille-Joghurt (mit echten Schoten versteht sich), eine Auswahl an Brot und Brötchen, wie man es von Deutschland erwarten würde, sowie bunte, frische Säfte. Noch besser schmeckt es, weil es im Übernachtungspreis inbegriffen ist.

Adresse

Story-Hotel Riddargatan
Riddargatan 6
11435 Stockholm, Schweden
Tel. +46 8545 03940
www.storyhotels.com