Porta 1070 – eine Kirche in Anderlecht wird zur Schule

Im Stadtteil Scheut in Anderlecht wurde ein in architektonischer und pädagogischer Hinsicht einzigartiges Projekt realisiert. In einer ehemaligen Kirche brachten die Kollegen von OSK-AR Architecten mit der Porta 1070 die landesweit erste Schule ihrer Art unter.

Fotos: Luca Beel

Ein großer Raum, der mit beweglichen Trennwänden, Schränken und akustisch dämpfenden Möbeln unterteilt werden kann, statt separater, monofunktionaler Klassenräume. Das ist, neben einem neuartigen didaktischen Konzept, einer der Punkte, durch die sich das Konzept der Tienerschool, übersetzt etwa Jugendschule in Belgien auszeichnet. Schüler und Schülerinnen zwischen zehn und 14 Jahren können sich dort nach der Grundschule vier Jahre lang auf die Sekundarschule vorbereiten

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Tienerschool Brussel heißt die Schule offiziell und ist zum Teil in einer ehemaligen Kirche im Stadtteil Scheut in Anderlecht untergebracht: Die Sint-Vincentius a Paulo ist ein römisch-katholisches Kirchengebäude aus Backstein im Art-déco-Stil und wurde 1937 auf dem Platz einer kleinen Kapelle errichtet, die 400 Jahre zuvor im Auftrag von Karl dem Kühnen erbaut wurde.

Renovierung, Sanierung und Neubau an der Kirche Porta 1070 in Anderlecht – neues Lernkonzept im ungewöhnlichem Gebäude

Die vorhandenen Strukturen sind renoviert, und wo nötig haben OSK-AR Architecten das Gebäude saniert. Ein U-förmiger Neubau ergänzt die Kirche in Anderlecht. Dieser umschließt den Bestandsbau und im Raum zwischen den Gebäuden entsteht dadurch Platz für eine Grünfläche. Durch seine Bepflanzung soll er in den nächsten Jahren zu einer grünen Oase im quirligen und stark verdichteten Quartier werden. Im Kirchenschiff finden heute eine multifunktionale Sporthalle, eine Mensa sowie einige der Klassenräume Platz. Im halbunterirdischen Geschoss des Kirchenbaus ist neben weiteren offen gestalteten Unterrichtsräumen noch eine Lehrküche untergebracht.

 

Porta 1070 – Lernen in besonderen Umgebung

Wo es ging, wurden historische Elemente im Inneren der Kirche konserviert und belassen. Das zeigt sich beispielsweise an den bunt verglasten Bleiglasfenstern, die heute Licht in die Sporthalle lassen. Sie wurden nach einer gründlichen Reinigung mit einer zusätzlichen Glasschicht versehen – um sie ballwurfsicher zu machen. Im Untergeschoss zeigen sich hingegen noch die alten, verwitterten Betonstützen und -balken in den Räumen.

Der Porta-1070-Neubau beherbergt weitere Klassenzimmer, eine Aula, Musik- und Kunsträume, das Lehrerzimmer und naturwissenschaftliche Labore. Auch hier zieht sich das Konzept der offenen Lernlandschaften hindurch, die die Schüler und Schülerinnen in Anderlecht zum selbstständigen Lernen motivieren sollen.

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