Pinguincafe im schwarz-weißen Gewand

Der Dresdner Zoo hat ein neues Besuchercafé erhalten: Heinle, Wischer und Partner platzierten den Pavillon neben dem Pinguinbecken – und orientierten sich bei dem Entwurf am Lebensraum der Tiere sowie am Vorgängerbau.

Inspirationsquelle für den Entwurf war der winterliche Lebensraum der Tiere selbst. Die Architekten erklären: „Das Vorbild für das auskragende Dach ist eine Eisscholle, die von Felsen getragen wird.“

Auch der Vorgängerbau aus den 1970er Jahren hatte eine expressive Form mit markantem Dach – dieser wurde vor Baubeginn abgetragen und im Dresdner Lapidarium eingelagert.

Pinguin innen, Pinguin außen

Der Neubau öffnet sich in Richtung Zoo und befindet sich direkt neben dem Pinguinbecken. So sollen Besucher die Tiere beobachten können – dafür gibt es 200 Sitzplätze auf der Terrasse.

Im Innenraum finden 80 Gäste Platz. Auch hier wird das Thema Pinguin mit einem überwiegend schwarz-weißen Interieur aufgegriffen; ergänzt werden die Farben durch kräftige Rottöne. Die Planung und Herstellung der Inneneinrichtung übernahmen die Werkstätten Hellerau.

Zoologische Gärten von Heinle, Wischer und Partner

Auf orthogonale Winkel und Ecken verzichtete das Architekten-Team. So sollen weiche, naturnahe Linien die Atmosphäre des Gebäudes bestimmen.

Das Dresdener Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner hat mit dem Planen und Bauen für Zoologische Gärten Erfahrung: Zum Portfolio des Büros gehören das Giraffenhaus im Zoo Dresden, der Aquazoo in Düsseldorf oder die Lemurenanlage im Zoo Erfurt.