Offener Brief an die HFG Karlsruhe

 

Gegen die Salonfähigkeit neuer Rechter an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG)

 

Ein öffentlicher Brief, unterzeichnet von AutorInnen der Buchreihe “HfG Forschung”, adressiert an die Hochschulöffentlichkeit der HfG Karlsruhe, das Rektorat der HfG Karlsruhe, und den Wissenschaftlichen Beirat der Schriftenreihe „HfG Forschung“

Freitag, den 4. Dezember 2015

 

Sehr gerne waren wir bislang AutorInnen in der Schriftenreihe „HfG Forschung“. Dies geschah im Vertrauen auf die Integrität der Institution HfG Karlsruhe. Doch dieses Vertrauen ist erschüttert, da sich der Herausgeber dieser Schriftenreihe, Dr. Marc Jongen, als Stellvertretender Sprecher und Programmkoordinator der AfD Baden-Württemberg und Mitglied der AfD-Bundesprogrammkommission entpuppte – und als solcher reaktionäre, fremden- und frauenfeindliche Positionen mit vertritt. Gerade von der HfG Karlsruhe, die als inoffizielle Erbin der weltberühmten und politisch progressiven HfG Ulm gilt, erwarten wir, dass sie die Neue Rechte nicht salonfähig macht. Wir fordern deshalb die Hochschulöffentlichkeit der HfG Karlsruhe, das Rektorat dieser Hochschule und den Wissenschaftlichen Beirat eindringlich auf, Dr. Marc Jongen als Herausgeber der Schriftenreihe „HfG Forschung“ abzulösen.

Die UnterzeichnerInnen:
Prof. Ruedi Baur (Haute école d’art et de design, Genf)
Prof. Dr. Friedrich von Borries (Hochschule für Bildende Künste Hamburg)
Prof. Dr. Alexander Gutzmer (Architekturmagazin Baumeister; Quadriga University Berlin)
Prof. Dr. Anke Haarmann (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg)
Prof. Dr. Lars Koch (Technische Universität Dresden)
Prof. Dr. Cornelia Ortlieb (Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg)
Prof. Dr. Michaela Ott (Hochschule für Bildende Künste Hamburg)
Prof. Dr. Stephan Trüby (Technische Universität München)
Prof. Dr. Elisabeth von Samsonow (Akademie der Bildenden Künste Wien)
Prof. Dr. Kathrin Wildner (HafenCity Universität Hamburg)