Vor historischer Kulisse

Über 250 Architekturbüros hatten am Wettbewerb für den Neubau des Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg teilgenommen. Das Frankfurter Büro Wörner Traxler Richter entschied ihn für sich – bis Mai 2019 soll der Bau fertiggestellt werden.

Neubau Museum der Bayerischen Geschichte

Die Jury lobte die Auseinandersetzung mit dem städtebaulichen Kontext der Stadt Regensburg. Denn bereits im Wettbewerb wurden die wesentlichen Leitlinien des Entwurfes fixiert: Die Architekten entschieden sich für eine skulpturale Großform, die sich aus dem Kontext zur Altstadt ableiten lässt. So sollen zum Beispiel die historischen Dachformationen der Stadt im Volumen des Neubaus übersetzt werden.

Das Foyer wird auf den verlorenen Hunnenplatz Bezug nehmen, indem es den Zugang von der Donaupromenade im Norden sowie von der Altstadt im Süden ermöglicht. Ein innerer Erschließungsweg nimmt die frühere Eschergasse auf: Er führt vom Foyer in den großen Sonderausstellungsbereich. Neben Kasse, Infopoint und Museumsladen wird im Foyer außerdem ein Wirtshaus entstehen. So wird das Foyer zum „zentrale Sammelpatz des Museums“, wie die Museumsleiter erklären.

Museumsdepot im Österreicher Stadel

In der Nachbarschaft befindet sich ein denkmalgeschütztes Lagergebäude: das Österreicher Stadel. Der Bau wird als Depot für die Sammlung umfunktioniert, dafür wird das Gebäude saniert und mit neuer Technik ausgerüstet. Als Verbindung zwischen Museum und Lager dient ein weiteres Gebäude: In der benachbarten Bavariathek werden die Projekträume und Studios für das medienpädagogische Schulungszentrum untergebracht sowie die Büros der Museumsverwaltung.

Der Umgang mit dem Bestand wird eine der Herausforderungen beim Bau des Museums. Zur kulturhistorischen Lage gehört neben der Altstadt auch die Lage an der Donau. Stefan Traxler von Wörner Traxler Richter erklärt: „Wir finden einen schwierigen Baugrund vor mit der Donau, die uns leider manchmal ein Hochwasser beschert. Das sind bautechnisch besondere Herausforderungen.“