marte.marte über Burgen und Schlösser

Claypotts,
Bernhard Marte & Stefan Marte,
1569 n. Chr.

In ihrem Buch „Reminiscence“ porträtieren Benedict Esche und Benedikt Hartl die besondere Beziehung zwischen Bauwerk und Architekt. Dort kommen wegweisende Architekten zu Wort, die über ihre architektonische Prägung und deren Einfluss auf die eigene Arbeit schreiben. Hier sinnieren Bernhard Marte und Stefan Marte über die geheimnisvollen Kraft alter Burgen und Schlösser:

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Claypotts, 1569 n. Chr.

 

„Burgen und Schlösser sind stark und geheimnisvoll. Wie Marksteine stehen sie in der offenen Landschaft, an exponierten Stellen, immer mit uneingeschränktem Überblick. Aus massivem Stein, scheinbar mühelos aus dem Fels gemeißelt, erfüllen sie den Betrachter mit Demut. So abweisend das hermetisch geschlossene Äußere auch wirkt, so zauberhaft und geheimnisvoll eröffnet sich ihr Inneres. Wehrhafte, meterdicke Mauern umschließen geheimnisvolle Kammerungen, versteckte Treppen und tief eingeschnittene Scharten. Man findet sie überall, je nach strategischer Bedeutung sind es nur einzelne, frei stehende Türme – oft entwickelten sich daraus stadtartige Großanlagen mit faszinierenden, verdichteten Raumsequenzen.“

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