Gelungene Umgestaltung der „Capucins“ in Brest (FR)

Die ehemaligen Werkshallen der Marinebasis von Brest haben eine neue Bestimmung gefunden. Die sogenannten „Capucins“ wurden zu einem außergewöhnlichen Ort der Begegnung, des Austauschs und der Kreativität umgestaltet.

Das Herz der Stadt Brest an der Spitze der Bretagne schlug lange Zeit im Rhythmus der dortigen Marinebasis. Dieser ehemals brodelnde Kessel der Arbeitswelt ist 2004 endgültig erkaltet. Seitdem hat die Stadt verschiedene Entwürfe zur Neu- und Umgestaltung der Ateliers des Capucins in Erwägung gezogen.

Schliesslich entschied man sich für den Entwurf des Architekten und Stadtplaners Bruno Fortier in Zusammenarbeit mit dem Büro Atelier de l’Ile. Er schlug ein ökologisch ausgerichtetes Stadtviertel auf den 16 Hektar des Industriegeländes der Capucins vor und erfüllte damit den Wunsch der Gemeinde, die Werkshallen zu einem lebendigen Ort für die ganze Bevölkerung zu machen. Eine Mediathek, sechs Kinosäle, Le Fourneau (französisches Zentrum für Strassenkunst), eine Kletterhalle, Restaurants und Geschäfte haben unter diesem großen Dach ihren Platz gefunden.

Um die industrielle Identität des Ortes zu bewahren, blieb das Sägezahndach erhalten und die großen Metallbauelemente wurden mit Stahlprofilen ausgeführt. Die riesigen, zwischen die Granitpfeiler gesetzten Rahmen haben schwindelerregende Masse: 12 Meter Höhe auf 7,2 Meter Breite. Sie sorgen für viel natürliches Licht und bieten gleichzeitig eine gute Wärmeisolierung. Die Sondermaße verlangen nicht nur ein großes handwerkliches Können der Bauschlosser, sondern auch Profile, die den hohen Ansprüchen an Ästhetik und mechanische Stabilität gerecht werden. Die Widerstandsfähigkeit gegen Windlasten ebenso wie die Lastaufnahme der Verglasungen sind wesentliche Kriterien. Die Architekten haben insbesondere die Modularität und das einheitliche Aussehen der Profile des Systems forster unico geschätzt, die eine große mechanische Festigkeit für die sehr großen Elemente boten aber auch für die kleineren und schmaleren gut geeignet waren. Damit die Bauelemente ein möglichst harmonisches Bild abgeben, haben sich die Auftraggeber für Schwingtüren mit Motorantrieb statt für die klassischen vollverglasten Automatik-Schiebetüren entschieden.