Macht, Ohnmacht, Willkür und Gewalt

Unter tonnenschweren Glasplatten liegt eine junge Frau auf dem Boden und stimmt ein nahezu sakrales Lied an. Sie ist Teil der fünfstündigen Performance, die die Frankfurter Künstlerin Anne Imhof in diesem Jahr auf der Biennale im Deutschen Pavillon inszeniert hat. Unter dem Titel „Faust“ spielt der neue Shooting-Star am deutschen Kunsthimmel in Venedig mit den Themen Macht und Ohnmacht, Willkür und Gewalt, Widerstand und Freiheit.

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Eliza Douglas in Anne Imhof, Faust, 2017; Deutscher Pavillon, 57. Internationale Kunstausstellung– La Biennale di Venezia; © Fotografie: Nadine Fraczkowski; Courtesy: Deutscher Pavillon 2017, die Künstlerin

 

Ihre rätselhaften Choreografien, die sie immer mit einem festen Team entwickelt, bleiben unvergesslich. Fasziniert versuchen die Zuschauer das, was sie da sehen, mit Smartphones zu bannen und die intensive Atmosphäre auf ihren Geräten zu speichern. Erst vor zwei Jahren erhielt Anne Imhof den Preis der Nationalgalerie, jetzt repräsentiert sie Deutschland auf der Biennale – und gewann gleich den Goldenen Löwen.

57. Internationale Kunstausstellung, la Biennale di Venezia
13. Mai – 26. November 2017
www.labiennale.org