Berlin, 25hours Hotel Bikini

In Berlin gibt es eine große Auswahl an guten Hotels – auch aus architektonischer Sicht. Dennoch sollten sich jetzt alle, die es unkonventionell und gemütlich mögen, die Adresse Budapester Straße 40 merken. Unter dieser Adresse öffnete das neue 25hours-Hotel „Bikini Berlin“ seine Pforten.

Der Name „Bikini“ ist dabei kein Einfall eines Marketingstrategen, sondern die Bezeichnung für einen denkmalgeschützten, langgestreckten Gebäuderiegel, der vielen Berlinern noch ein Begriff sein dürfte: Der Bau entstand zwischen 1955 und 1957 nach den Plänen von Paul Schwebes und Hans Schoszberger und wurde „Bikini-Haus“ getauft, denn er wirkte wegen eines offenen Zwischengeschosses zweigeteilt und erinnerte somit an das damals hochmoderne Kleidungsstück. Zum Gebäudeensemble gehören, neben dem Bikinihaus, das Große Hochhaus am Hardenbergplatz, der Zoopalast, ein Parkhaus und das Kleine Hochhaus. In letzterem sind nun die 149 Zimmer, das Restaurant „Neni Berlin“, die „Monkey-Bar“ und all die anderen Räumlichkeiten des 25hours-Hotel untergebracht. Das Ensemble wurde übrigens von den Münchner Architekten Hild und K saniert.

Dass hier manches anders ist, als es die Gäste gewöhnt sind, ahnt man schon beim Betreten des Gebäudes. Denn statt einer Rezeption empfängt die Besucher eine acht Meter hohe Eingangshalle mit dem spröden Charme unverputzter Sichtbetonwände. Zum Hotel selbst gelangt man über einen der beiden Aufzüge in die dritte Etage. Die freundlichen Mitarbeiter händigen einem dort in einem 1.000 Quadratmeter großen Empfangsbereich seinen Schlüssel aus, und die Spannung, wie es weiter geht, steigt. Zurecht: Denn wer den Fuß in sein Zimmer der Kategorie Urban M oder Jungle M setzt, tritt auf kleine, schwarze Mosaikfliesen und steht mitten im Badezimmer. Da Werner Aisslinger, der mit seinem Team für die Innenraumgestaltung des Hotels verantwortlich war, diesen Bereich für den Spannendsten in einem Hotelzimmer hält, nimmt dieser 40 Prozent der Fläche ein und ist – wie heutzutage oftmals – eigenwillig gestaltet. Der Bereich mit Dusche und separiertem WC ist durch eine raumhohe Wand vom großen freistehenden Waschtisch getrennt, eine Durchreiche, die sich über die gesamte Breite erstreckt, dient als Ablagefläche. Hinter dem Waschtisch hängt an feinen Stahlseilen der Spiegel von der Decke, ein Vorhang zwischen Bad und Wohn-/Schlafbereich sorgt dafür, dass die Intimsphäre gewahrt bleibt. Und damit unterscheiden sich diese Bäder von denen in so manch anderem Hotel: Sie sind außergewöhnlich und erfüllen ihre Funktion trotzdem bestens.

Sobald man die Badezeremonie beendet hat, kann man das zweite Highlight genießen. Denn in den Dschungel-Zimmern wartet vor bodentiefen Fenstern eine Hängematte auf den Gast, dessen Blick von dort über die Baumwipfel des Berliner Zoos schweifen kann. Wer sich für das urbane Zimmer entscheidet, kann sich auf einer breiten, mit Sitzkissen belegten Fensterbank niederlassen und auf die Gedächtniskirche, den Ku‘damm und den Breitscheidplatz schauen. So lässt es sich dank dieses ausgeklügelten und gelungenen Konzepts inmitten des hektischen Berliner Großstadtlebens bestens entspannen.

Adresse

25hours Hotel Bikini Berlin
Budapester Straße 40
10787 Berlin
Deutschland
www.25hours-hotels.com

Fotos: 25Hours Hotel