Haus des gemeinsamen Lernens

Das Schul- und Bürgerzentrum B³ befindet sich im Zentrum des neuen Heidelberger Stadtteils Bahnstadt. Der Entwurf von Datscha Architekten vereint drei öffentliche Nutzungen: eine Grundschule, eine Kindertagesstätte und ein Bürgerzentrum.

Drei Volumen

2012 entschied das Stuttgarter Architekturbüro den EU-weiten und offenen Wettbewerb für sich. In der Ausschreibung suchte die Stadt Heidelberg ein markantes Gebäude für den Gadamerplatz, das zur Belebung des neuen Stadtteilzentrums beiträgt.

Daraus gingen drei Volumen hervor, welche die drei Nutzungen repräsentieren; verbunden sind die Gebäudeteile durch kleinere Zwischenbauten. So ergibt sich ein Innenhof, welcher auch von der breiten Öffentlichkeit genutzt werden kann. Peter Donn von Datscha Architekten erklärt: „Durch seine planerische Konzeption hält das Haus des gemeinsamen Lernens vielfältige Raumangebote für die Kooperation der einzelnen Nutzungseinheiten und die Bürger des Stadtteils bereit: Das B³ ist Anlaufplatz für Menschen aller Altersklassen.“

Industrielle Vergangenheit

Um sich von der Nutzung der umliegenden Wohn- und Geschäftsbauten zu unterscheiden, hat das Schul- und Bürgerzentrum eine niedrigere Geschossigkeit. Die Architekten spielen außerdem mit den angrenzenden Baufluchten, indem sie die gesamte Anlage leicht zum Bestand verdrehen.

Die Ziegelfassade ist ein Verweis auf die industrielle Vergangenheit des Ortes – dabei sollen die unterschiedlich bearbeiteten Steinoberflächen jedem Baukörper eine eigene Identität geben.

2017 erhielt das Gebäude die Auszeichnung „Beispielhaftes Bauen“ von der Architektenkammer Baden-Württemberg.