22.02.2017

Öffentlich

Neues Dach für die Arena di Verona

Geschlossenes Dach

Die Arena di Verona ist eines der am besten erhaltenen Amphitheater aus der römischen Zeit. Heute wird die 3.000 Jahre alte Anlage für Opernaufführungen und Konzerte genutzt.

Lageplan Arena in Verona
Von unten sieht man das Dach nur als schmale Kante
Geschlossenes Dach
Geöffnetes Dach

Druckring über der Arena

Um die Events künftig vor Regen und Sonne zu schützen, wurde ein internationaler Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Dieser sah eine Überdachung vor, welche rückbaubar und mobil sein sollte – und in die Substanz des Unesco-Erbes nur minimal invasiv eingreift.

Unter 80 Einreichungen gewann der Entwurf von Schlaich Bergermann Partner und Gmp den ersten Preis. Die Büros schlagen einen Druckring vor, der von der Arena abgesetzt ist und nur an einigen Punkten auf diese gelagert ist. Der Ring beherbergt und hält eine mobile Membran-Konstruktion. Bei freiem Dach verschwindet sie vollständig im Ring – außerdem sind hier Beleuchtung und Bühnentechnik integriert.

Technisch funktionier das Ganze so: Mittels Winden werden Seile in Position gebracht. Anschließend werden diese im Technikbereich der Garage hydraulisch vorgespannt, sodass sich die Membran entfalten kann.

Während die Technik eine Weiterentwicklung der gemeinsam realisierten Vorgängerprojekte ist, haben die Architekten einen wichtigen gestalterischen Aspekt des Wettbewerbs aufgegriffen: Von außen ist die Konstruktion kaum wahrnehmbar, wodurch der historische Charakter der römischen Arena nicht gestört wird.

Illustrationen: sbp, gmp

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