Architekturwettbewerb SEZ Kloster entschieden

Das Seesport- und Erlebnispädagogische Zentrum (SEZ) in Kloster bei Saalburg-Ebersdorf soll umgebaut und ergänzt werden. Im Rahmen der IBA Thüringen lobte der Landessportbund Thüringen e.V. einen hochbaulichen und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb aus. Der Entwurf von Ludloff Ludloff Architekten und Schönherr Landschaftsarchitekten verbindet filigranen Holzbau mit „Baukultur made in Thüringen“.

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Zwei neue, lange Flügelbauten mit einem asymmetrisch gefalteten Dach ergänzen das Bootshaus und bieten moderne Übernachtungsmöglichkeiten. (Visualisierung: Ludloff Ludloff Architekten & Schönherr Landschaftsarchitekten Berlin)

 

Der Landessportbund Thüringen e.V. lobte im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen im März 2020 einen hochbaulichen und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb für Architekten zusammen mit Landschaftsarchitekten aus. Gesucht wurden Entwürfe und ein geeignetes Planungsteam für den Um- und Neubau des Seesport- und Erlebnispädagogischen Zentrums in Kloster bei Saalburg-Ebersdorf. Dort finden unter Federführung der Thüringer Sportjugend seit vielen Jahren zahlreiche erfolgreiche Erholungs- und Bildungsveranstaltungen für Vereinsgruppen und Schulklassen statt.

Aushängeschild für Thüringen

Alle 19 Wettbewerbseingänge setzten sich auf hohem Niveau mit der Aufgabe auseinander. Die wichtigste Zielsetzung des Landessportbunds und der IBA Thüringen war nachhaltiges Planen und Bauen. Mit dem Baustoff Holz sollten neue Bauformen, Bauweisen und Baustandards an der Bleilochtalsperre zeigen, was „Baukultur made in Thüringen“ ausmachen kann. Das pädagogische Profil und nicht zuletzt die einzigartige Landschaft des Thüringer Meers boten zusätzlich einen anspruchsvollen Wettbewerbsrahmen.

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Das SEZ liegt direkt am Thüringer Meer. (Plan: Ludloff Ludloff Architekten & Schönherr Landschaftsarchitekten Berlin)

 

Nachdem die Jury am 16. Juli 2020 unter Vorsitz von Hermann Kaufmann, Professor für Entwerfen und Holzbau an der TU München, die Wettbewerbseingänge auswertete, wurden die Sieger am 24. Juli 2020 im Eiermannbau Apolda feierlich von Ministerpräsident Bodo Ramelow gekürt: „Dieser Architekturwettbewerb ist ein wichtiger Impuls für die großartigen Entwicklungen am Thüringer Meer. Hier kommen zwei Schwerpunktthemen des Landes zusammen: erstens eine vorbildliche Jugend- und Bildungsarbeit und zweitens das fortschrittliche regionale Bauen mit Holz. Der erste Preis löst unsere Erwartungen dazu voll und ganz ein. Ich wünsche dem Projekt des Landessportbundes, dass es ein weiteres Aushängeschild für Thüringen wird.“

Asymmetrisch gefaltetes Dach

Der Entwurf des 1. Preisträgers versteht das ehemalige Bootshaus des SEZ Kloster als Herz der geplanten neuen Anlage. Der Vorschlag von den beiden Planungsbüros Ludloff Ludloff Architekten und Schönherr Landschaftsarchitekten sieht einen Umbau in filigraner Holzbauweise vor. Zwei neue, lange Flügelbauten mit einem asymmetrisch gefalteten Dach ergänzen das Bootshaus und bieten moderne Übernachtungsmöglichkeiten.