Das sind die Häuser des Jahres 2018

And the winner is …

Thomas Kröger Architekten aus Berlin. Der 1. Preis „Häuser des Jahres 2018“ geht an das Projekt Haus am Deich in Ostfriesland.

Urteil der Jury: Welch ein erfrischendes kleines Haus, das einerseits so daherkommt, als wäre es schon immer in dem ostfriesischen Dorf Ostrhauderfehn gestanden, mit seiner spezifischen Gestalt, den roten kunstvoll gemauerten Backsteinen und den ebenso roten, lokal gebrannten Dachziegeln, die dem Haus seine monolithische Massivität geben. Andererseits springen einem die kreisrunden Öffnungen in den Außenwänden ins Auge. Sie erinnern an Moon Gates in einem traditionellen chinesischen Garten. Im Inneren öffnet sich ein beeindruckender Einraum mit einem mächtigen tragenden Gebälk, angeblich der örtlichen Formtradition Gulfhaus entlehnt, nur massiver in Beton ausgeführt. East meets West, Tradition meets Moderne. Und das alles in Leer, Ostfriesland. Unglaublich. Der Großstadtarchitekt Thomas Kröger fackelt wieder ein phantasievolles Feuerwerk in der Provinz ab (mit Handwerkern aus Berlin und der Uckermark) und lenkt so den Blick hinaus in unbekannte Weiten, so exotisch wie naheliegend. Das nächste Abenteuer scheint unser eigenes vergessenes Hinterland zu sein. Hinaus, hinaus!

Eine Auszeichnung geht an …

Bearth & Deplazes Architekten, Chur (CH), für das Haus „High Performance, Low Tech“ in 
Tamins (CH)

Je eine Anerkennungen geht an …

Davide Macullo Architects mit Daniel Buren Artist, Lugano (CH), für das Haus „Kunstbau“ in 
Rossa (CH)

Modersohn & Freiesleben Partnerschaft Architekten mbB, Berlin, für das Haus „Landhaus“ in Gramzow Melzow

Innauer-Matt Architekten ZT GmbH, Bezau (AT), für das Haus „Kraftort“ in Bürserberg (AT)

Titus Bernhard Architekten BDA, Augsburg, für das Haus „Kulturbau“ in Gargnano (IT)

Caramel Architekten ZT GmbH, Wien (AT), für das Haus „Leben im Grünen“ in Baden bei Wien (AT)

Beer Bembé Dellinger Architekten, Greifenberg, für das Haus „Länge läuft“ in Oberbayern

Über den Wettbewerb Häuser des Jahres

Zum achten Mal lobte der Callwey Verlag in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum und den Partnern Baumeister, InformationsZentrum Beton, Hofquartier sowie dem Verband Privater Bauherren e.V. den Wettbewerb „Häuser des Jahres – die 50 besten Einfamilienhäuser“ aus. Die überzeugend besetzte Jury erkor im Februar 2018 aus 180 Einreichungen 50 Projekte und benannte aus diesen einen Preisträger, eine Auszeichnung und sechs Anerkennungen. Dabei wurde Wert auf Nachhaltigkeit, innovativen Einsatz von Materialien, kreativen Umgang mit der baulichen Situation und auf konsequente Ausführung gelegt. Die Preisverleihung fand am 5. Oktober im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt statt.

Das Buch zum Wettbewerb präsentiert diese 50 besten Häuser – mit zahlreichen Fotos, Lage- und Architektenplänen und aussagekräftigen Projektbeschreibungen aus der Feder von Katharina Matzig, Architekturjournalistin. Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums und Jury-Vorsitzender, verfasste die Einleitung.

Alle 50 Arbeiten präsentiert das Deutsche Architekturmuseum (Frankfurt am Main) vom 6. Oktober bis 25. November 2018 in einer Ausstellung.