11.03.2016

Wohnen

Betonmonolith in der Wüste

von Maike Burk

Am südlichen Ende der Atacama-Wüste liegt Huentelauquén – ein abgelegner Ort in Chile. Die Bewohner dieser Gegend haben sich zwischen den Anden und dem Pazifik niedergelassen und die Gemeinde „Comunidad Agrícola de Huentelauqué“ gegründet, über welche sie sich selbst versorgten.

Vor etwa zehn Jahren wurden die nicht bestellten Gebiete der Gegend in Parzellen von jeweils 5.000 Quadratmetern Fläche aufgeteilt. Einige TV-Sternchen sowie Santiagos Elite begannen, hier ihre Ferienhäuser zu bauen.

Grundriss

Eines davon ist der Entwurf der drei jungen Architekten Claudio Baladrón, Felipe de Ferrari und Diego Grass – alle Jahrgang 1983. Das L-förmige Ferienhaus ist zum Meer ausgerichtet und bietet mit seiner Kubatur einen Schutzwall vor den starken Südwinden. Die Ausrichtung vermeidet außerdem den Blick auf eine dahinter verlaufende Straße.

Im Kopfteil des Ferienhauses befinden sich Wohn-, Esszimmer und Küche, der langgestreckte Baukörper ergibt sich aus einer Aneinanderreihung von Schlafräumen. Momentan findet hier eine sechsköpfige Familie Platz, dank des repetitiven Systems kann für Zuwachs schnell angebaut werden. Der andere Vorteil: die Schlafzimmer können als eigenständige Einheiten an Urlauber vermietet werden, denn jeder der Räume hat seinen eigenen Zugang.

Durch die direkte Zuordnung der Räume zur Natur soll ein Gefühl wie beim Camping entstehen – nur mit mehr Komfort.

Architekten: Claudio Baladrón Z. und Plan Común [Felipe De Ferrari M.+ Diego Grass P.]

Fotos: Felipe Fontecilla

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