Architekturbiennale 2021 in Venedig – ein digitaler Vorgeschmack

Nachdem die Architekturbiennale um ein Jahr verschoben wurde, findet die Ausstellung vom 22. Mai bis zum 21. November 2021 unter dem Titel „How will we live together“ statt. Jetzt gewährten die Veranstalter einen digitalen Einblick in die Projekte der Architekturbiennale 2021.

Ein Jahr haben wir uns in Geduld geübt. Nun ist ein Ende in Sicht. Die Architekturbiennale 2021, die 17. Internationale Architekturausstellung soll trotz der immer noch andauernden Corona-Pandemie stattfinden. Vor Ort in Venedig. Unter dem Titel „How will we live together?“ wird die Ausstellung vom Architekten, Pädagogen und Wissenschaftler Hashim Sarkis kuratiert. Besucher und Besucherinnen können die 114 Beiträge aus 46 Ländern von Samstag, 22. Mai, bis Sonntag, 21. November 2021, in den Giardini und im Arsenale besichtigen.

Eine digitale Plattform begleitet die Veranstaltung und bietet jetzt schon einen Vorgeschmack. Playlists, Podcasts, Videos und Bilder gewähren einen Ausblick auf die Arbeiten der diesjährigen Architekturausstellung.

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So teilt Kurator Hashim Sarkis im Podcast seine Gedanken und Überlegungen zu den fünf Kategorien, in welche die ausgestellten Arbeiten unterteilt sind. Für die Vorschau, die seit kurzem online zu sehen ist, hat der Kurator den Teilnehmern der Biennale fünf Fragen gestellt, die diese in Form von Videos beantwortet haben. Begleitend dazu geben die Teilnehmer in Bildern eine Antwort auf die Frage „How will we live together?“. Wir haben uns den „Sneak Peek“ der 17. Internationalen Architekturausstellung angeschaut und zeigen Ihnen eine Auswahl der spannendsten Projekte.

Einblick in die Architekturbiennale 2021

 

Gelassenheit tritt 2038 ein

Achim Menges und Jan Knippers vom Institut für Computerbasiertes Entwerfen und Baufertigung der Universität Stuttgart stellen eine Installation vor, die radikal neue Wege der Faserkonstruktion erforscht und dadurch völlig neue Bauweisen für das Haus als Hülle gemeinschaftlichen Lebens in greifbare Nähe rückt.

2016 leitete Alejandro Aravena die Architektur-Biennale. Dieses Jahr schlägt er in Zusammenarbeit mit Victor Oddó, Gonzalo Arteaga, Diego Torres und Juan Cerda, eine bauliche Lösung als Reaktion auf die zunehmende Gewalt in dem historischen Konflikt zwischen dem indigenen Volk der Mapuche und dem chilenischem Staat vor.

Momentan ist Venedig eine leere Stadt, Besucherströme bleiben aus. Dadurch ist die Schönheit der Orte und Plätze wieder sichtbar. Dass jeder Besucher der Stadt auch Verantwortung trägt und welche Wirkung der Einzelne auf die Außenwelt ausübt, thematisiert die Arbeit „City to Dust“, des niederländische Studio LA und Baukje Trenning.

In der Arbeit „Life Beyond Earth“ erforscht das Architekturbüro Skidmore, Owings & Merrill zusammen mit der europäischen Weltraumorganisation ESA, was nötig wäre, um das menschliche Leben über die Erde hinaus auszudehnen und eine neue Grenze im Weltraum zu etablieren.

Das menschliche Dasein in knapp 20 Jahren thematisiert der deutsche Pavillon unter dem Titel „2038“: eine Retrospektive, die aus einer fiktiven Zukunft auf die Vergangenheit zurückblickt, die wir heute unsere Zukunft nennen. Kuratiert von Arno Brandlhuber, Olaf Grawert, Nikolaus Hirsch und Christopher Roth, berichten verschiedene Filme und Medien aus dem Jahr 2038, einem Zeitalter, in dem die große Krise gemeistert und eine neue Gelassenheit eingetreten ist. Wem die Reise nach Venedig nicht möglich ist: der deutsche Pavillon kann auch virtuell besucht werden.

Kennen Sie unser Interview mit Olaf Grawert? Mitte April 2020 sprachen wir mit ihm über die gespenstische Nähe des Konzepts zur derzeitigen Lage.

Für mehr Eindrücke besuchen Sie die Ausstellung vom Team 2038 hier – pandemiekonform digital.