Baumeister 07/2019

Beschreibung

DOWNLOAD – HEFTVORSCHAU

Museen, Kirchen oder Konzertsäle – das sind die Typologien mit denen Architekten normalerweise glänzen. Aber was ist mit Tankstellen, Öffentlichen Toiletten oder Supermärkten? Im diesem Baumeister treten wir den Beweis an, das man gerade an Unorten sein architektonisches Können unter Beweis stellen kann.

2 Köpfe

  • Fosbury Architecture – Die fünf Architekten kommen zwar aus Mailand, arbeiten aber verstreut über drei Länder.
  • Tonsalon – Das Münchner Start-up erzeugt akustische Erlebniswelten.

5 Ideen

  • U-Boot-Bunker in Saint-Nazaire – Dunkles Erbe wird Kulturzentrum.
  • Supermarkt in Athen – Einkaufen in perforierter Aluminiumhülle
  • Sanitärhäusschen in Mammendorf – Ein Zeltplatz in Oberbayern bekommt ein glänzendes Bauwerk.
  • Drei Pumphäuser in Jütland – Von unbeliebter Landgewinnung zu gastfreundlicher Landschaft
  • Bauhaus Museum in Weimar – Zum Bauhaus-Jubiläum eröffnet ein neues Museum.

3 Fragen

  • Nichtort, Nichtort überall? – Als Marc Augé erstmals über Nonplaces schrieb, hatte er bestimmte Bautypen im Kopf. Er traf einen Nerv, seine Theorie gehörte schnell zum Kanon raumbezogener Kulturkritik. In Zeiten von Instagram und Co. aber sind wir – leider – einen Schritt weiter. Die Begriffe Nonplace oder Nichtort beschreiben heute eher Prozesse als Zustände. Und die Nichtortisierung droht überall und immer.
  • Wie saniert man einen fragilen Faltenwurf? – Gottfried Böhms Entwurf für die Klosterkirche in Neviges erhielt zwar nicht den ersten Platz im Wettbewerb von 1962, aber seine bemerkenswerte plastische Form konnte sich schließlich durchsetzen und wurde gebaut. Nun wird das expressive Monument zum wiederholten Mal renoviert.
  • Verhilft das Baukindergeld zu mehr Wohnraum? – Zumindest das Bundesinnenministerium gibt sich begeistert.

19 Lösungen

  • Fassade – Beim Entwurf und der Konstruktion von Gebäuden treten energetische Parameter immer mehr in den Vordergrund. Es wird versucht, energie- und materialschonend zu bauen, die Bauwerke sollen mit möglichst wenig oder regenerativer Energie beheiz-, kühl- und lüftbar und später zu 100 % recycelbar sein. Ein beliebtes Spielfeld ist dabei die Gebäudehülle – Stichwort: die „intelligente“ Fassade.
  • Dächer – Der Ausbau und die Aufstockung von Dächern bieten enormes Potenzial für die städtische Nachverdichtung – ohne die Versiegelung neuer Flächen. Die Hersteller von Dachziegeln sehen diese Entwicklung allerdings mit gemischtem Gefühl: Zwar erhält jede Aufstockung auch ein Dach, aber meist ein Flachdach – ebenso beim Neubau. So schrumpft der Markt für Dachziegel seit Jahren. Einige Hersteller versuchen nun, mit der Plattform „Dachkult“ eine Lanze fürs Steildach zu brechen.
  • Referenz – Bürohochhausfassade mit Cosentino und Wicona
  • Qualitätsschmiede – Besuch bei Waldmann