Ein dreifach verglastes Fensterist eine Öffnung in der Wand eines Gebäudes, die Licht, Luft und Blick nach draußen ermöglicht. Es gibt verschiedene Arten von Fenstern, die sich in Größe, Form und Material unterscheiden können. Das Fenster ist ein wesentlicher Bestandteil der Gebäudearchitektur und hat sowohl funktionale als auch ästhetische Bedeutung. Es ist eine... ist heute das Standardwerkzeug für energieeffizientes Bauen, doch sein eigentlicher Wert steckt in einer einzigen Kennzahl: dem U-WertU-Wert: Der U-Wert ist ein Maß für die Wärmedämmung eines Bauteils wie einer Wand oder eines Fensters. Ein niedriger U-Wert bedeutet eine bessere Wärmedämmung und damit eine höhere Energieeffizienz.. Der U-Wert Fenster 3 fach verglast beschreibt, wie viel Wärme ein Fenster pro Sekunde, pro Quadratmeter und pro Kelvin Temperaturdifferenz zwischen innen und außen verliert. Wer diese Zahl versteht, versteht nicht nur das Fenster selbst, sondern die gesamte Logik des modernen Wärmeschutzes: Wo EnergieEnergie: die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten oder Wärme zu erzeugen. verloren geht, warum GlasGlas ist ein transparentes, sprödes Material, das durch Erhitzen von Sand, Kalk und anderen Inhaltsstoffen hergestellt wird. Es wird oft in der Architektur verwendet, um Fenster, Türen, Duschen und andere dekorative Elemente zu kreieren. Glas ist langlebig, stark und vielseitig, und kann in verschiedenen Farben und Texturen hergestellt werden.... nicht gleich Glas ist, und weshalb die Wahl des richtigen Fensters über Heizkosten, BehaglichkeitBehaglichkeit: Behaglichkeit beschreibt das subjektive Wohlbefinden eines Menschen in einem Raum. Sie wird von Faktoren wie Licht, Temperatur, Luftqualität und Akustik beeinflusst. und Schimmelfreiheit entscheidet.
- Was der U-Wert physikalisch bedeutet und wie er gemessen wird
- Wie sich der U-Wert eines dreifach verglasten Fensters zusammensetzt und welche Komponenten ihn bestimmen
- Welche U-Werte bei DreifachverglasungDreifachverglasung: Dieses Fachmagazin beschäftigt sich mit der Wärmeisolierung von Gebäuden durch den Einsatz von Dreifachverglasung anstelle von herkömmlichen Fensterkonstruktionen. Es untersucht die Vorteile und Nachteile dieser Technologie und ihre Auswirkungen auf die Energieeffizienz von Gebäuden. typischerweise erreichbar sind und was die Norm vorschreibt
- Warum Dreifachverglasung gegenüber Zweifachverglasung bauphysikalisch überlegen ist
- Welche Rolle Gasfüllung, AbstandhalterAbstandhalter: Abstandhalter werden in der Verglasungstechnik verwendet, um eine gleichmäßige Abstand zwischen Glasscheiben zu gewährleisten. und Rahmenmaterial für den Gesamtwert spielen
- Wie Uw, Ug und Uf zusammenhängen und warum der Rahmen oft unterschätzt wird
- Welche normativen Anforderungen das Gebäudeenergiegesetz und die DIN-Normen stellen
- Wann Dreifachverglasung sinnvoll ist und wo ihre Grenzen liegen
Was der U-Wert ist: Definition, Einheit und physikalische Grundlage
Der U-Wert, in der Fachsprache als WärmedurchgangskoeffizientWärmedurchgangskoeffizient - Der Koeffizient, der die Wärmeleitfähigkeit eines Materials beschreibt. bezeichnet, ist die zentraleZentrale: Eine Zentrale ist eine Einrichtung, die in der Sicherheitstechnik als Steuerungszentrum für verschiedene Alarmvorrichtungen fungiert. Sie empfängt und verarbeitet Signale von Überwachungseinrichtungen und löst bei Bedarf Alarm aus. Kenngröße für den Wärmeschutz eines Bauteils. Er gibt an, wie viel Wärmeenergie in Watt pro Stunde durch einen Quadratmeter eines Bauteils fließt, wenn die Temperaturdifferenz zwischen der warmen und der kalten Seite genau ein Kelvin beträgt. Die Einheit lautet dementsprechend W/(m²K), also Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Je kleiner der U-Wert, desto besser dämmt das Bauteil, desto weniger Energie geht verloren.
Beim Fenster ist die Situation komplexer als bei einer homogenen Wand, weil ein Fenster aus mehreren physikalisch unterschiedlichen Komponenten besteht: der VerglasungVerglasung: Die Verglasung bezeichnet die transparente Abdeckung von Fenstern, Türen oder anderen Öffnungen in Gebäuden oder Fahrzeugen. selbst, dem umlaufenden Rahmen und dem Bereich, in dem Verglasung und Rahmen zusammentreffen, dem sogenannten RandverbundRandverbund: Der Randverbund beschreibt die Verbindung der Isolierglasflächen am Randbereich. Dabei kommen spezielle Profile oder Klebungen zum Einsatz.. Jede dieser Zonen hat einen eigenen Wärmedurchgangskoeffizienten. Der Wärmedurchgangskoeffizient der Verglasung allein wird als Ug-Wert bezeichnet (g für Glazing, englisch für Verglasung), jener des Rahmens als Uf-Wert (f für Frame). Der Gesamtwert des Fensters, der alle drei Zonen gewichtet zusammenfasst, heißt Uw-WertUw-Wert: Der Uw-Wert gibt den Wärmedurchgangskoeffizienten eines Fensters an. (w für Window). Wenn im Alltag vom U-Wert Fenster 3 fach verglast gesprochen wird, ist in der Regel der Uw-Wert gemeint, also der Gesamtwert des einbaufertigen Fensters.
Der Wärmetransport durch ein Fenster erfolgt über drei physikalische Mechanismen gleichzeitig: Wärmeleitung durch feste Materialien wie Glas und Rahmen, KonvektionKonvektion: Konvektion bezeichnet den Wärmetransport durch Strömung eines Fluids wie etwa Luft oder Wasser. In der Architektur findet Konvektion etwa bei Heizsystemen oder Klimaanlagen Anwendung. durch Gasbewegungen im ScheibenzwischenraumScheibenzwischenraum: Der Scheibenzwischenraum ist der Abstand zwischen zwei Glasscheiben in einer Isolierglas-Einheit. Hier kann eine Füllung aus speziellen Gasen oder anderen Materialien verwendet werden. sowie Wärmestrahlungbezieht sich auf die Übertragung von Wärmeenergie durch elektromagnetische Strahlung. Dieser Austausch von Energie findet aufgrund der unterschiedlichen Temperaturen zwischen den Körpern statt. zwischen den Glasoberflächen. Dreifachverglasung adressiert alle drei Mechanismen gezielt: Durch zwei statt einem Scheibenzwischenraum wird der Konvektionspfad unterbrochen, durch spezielle Edelmetallbeschichtungen auf den inneren Glasoberflächen wird die Wärmestrahlung reflektiert, und durch die Füllung mit Edelgasen wie Argon oder KryptonKrypton: Krypton ist ein Edelgas, das als Füllstoff für Isolierglas verwendet wird. Es hat eine höhere Dichte als Luft und verbessert damit die Dämmeigenschaften des Isolierglases. wird die WärmeleitfähigkeitWärmeleitfähigkeit - Der Grad der Wärmeübertragung durch ein Material. im Scheibenzwischenraum gegenüber Luft deutlich reduziert.
Aufbau einer Dreifachverglasung: Scheiben, Gase und Beschichtungen
Eine Dreifachverglasung besteht aus drei Glasscheiben, die durch zwei Scheibenzwischenräume voneinander getrennt sind. Die äußere und die innere Scheibe begrenzen das IsolierglasIsolierglas: Isolierglas besteht aus mehreren Glasscheiben, die durch eine Luft- oder Gasfüllung getrennt sind. Es wird häufig in der Architektur verwendet, um die thermische Isolierung von Gebäuden zu verbessern. zur Außen- beziehungsweise zur Raumseite hin; die mittlere Scheibe liegt zwischen beiden Zwischenräumen. Jeder Zwischenraum ist hermetisch abgedichtet, mit einem Edelgas gefüllt und durch einen Abstandhalter auf definierter Breite gehalten. Der Abstandhalter, auch Spacer genannt, ist jenes schmale Profil am Rand der Verglasung, das die Scheiben auf Abstand hält und gleichzeitig ein TrockenmittelTrockenmittel - Ein Material, das Feuchtigkeit aus der Luft absorbiert, um das Eindringen von Feuchtigkeit in das Innere eines Materials zu verhindern. enthält, das RestfeuchteRestfeuchte: Die Feuchtigkeit, die nach der Verlegung von Estrich oder Fliesen noch im Material verblieben ist. im Scheibenzwischenraum bindet.
Die BeschichtungBeschichtung: Eine dünne Schicht, die auf die Oberfläche eines Materials aufgebracht wird, um deren Eigenschaften wie zum Beispiel Reflektivität oder Wärmespeicherfähigkeit zu verbessern. der inneren Glasoberflächen ist für den U-Wert Fenster 3 fach verglast von zentraler Bedeutung. Sogenannte Low-E-Beschichtungen (Low Emissivity, also niedrige Emissivität) bestehen aus hauchdünnen Schichten aus Silber oder anderen Edelmetallen, die im Nanometerbereich auf das Glas aufgedampft werden. Diese BeschichtungenBeschichtungen beziehen sich auf Schichten von Material, die auf eine Oberfläche aufgetragen werden. Beschichtungen können zum Schutz oder zur Veredelung von Oberflächen wie Wänden, Böden oder Dächern verwendet werden. sind für sichtbares LichtLicht: Licht bezeichnet elektromagnetische Strahlung im sichtbaren Bereich des Spektrums. In der Architektur wird Licht zur Beleuchtung von Räumen oder als Gestaltungselement eingesetzt. weitgehend transparentTransparent: Transparent bezeichnet den Zustand von Materialien, die durchsichtig sind und das Durchdringen von Licht zulassen. Glas ist ein typisches Beispiel für transparente Materialien., reflektieren aber langwellige Wärmestrahlung im Infrarotbereich mit hoher EffizienzEffizienz: Ein Verhältnis zwischen der nützlich erzielten Leistung und der eingesetzten Energie oder dem eingesetzten Material. zurück in den Raum. Bei einer Dreifachverglasung werden in der Regel zwei solcher Beschichtungen eingesetzt, typischerweise auf der raumseitigen Oberfläche der äußeren Scheibe und auf der außenseitigen Oberfläche der inneren Scheibe, also auf den Flächen, die dem jeweiligen Scheibenzwischenraum zugewandt sind.
Die Gasfüllung der Scheibenzwischenräume ergänzt die Wirkung der Beschichtungen. Argon, das häufigste Füllgas, hat eine deutlich geringere Wärmeleitfähigkeit als Luft und reduziert die konvektive Wärmeübertragung im Zwischenraum spürbar. Krypton, ein selteneres und teureres Edelgas, ist noch wirksamer und erlaubt bei gleicher Dämmleistung schmalere Scheibenzwischenräume, was bei dünnen Rahmenprofilen oder beim Austausch in bestehende Fensterfalze vorteilhaft sein kann. Die optimale Breite der Scheibenzwischenräume liegt für Argon bei etwa zwölf bis sechzehn Millimetern; bei zu großem Abstand nimmt die Konvektion wieder zu, bei zu kleinem Abstand dominiert die Wärmeleitung. Für Krypton liegt das Optimum enger, bei etwa acht bis zehn Millimetern.
Der Abstandhalter am Rand der Verglasung ist eine häufig unterschätzte Schwachstelle. Klassische Abstandhalter aus AluminiumAluminium: Aluminium ist ein leichtes, strapazierfähiges Metall, das in der Bauphysik oft für seine Wärmedämmungseigenschaften und Langlebigkeit verwendet wird. leiten Wärme gut, was am Glasrand zu einer lokalen Absenkung der Oberflächentemperatur führt, dem sogenannten Kälterand. Dieser Kälterand erhöht den effektiven WärmedurchgangWärmedurchgang - Der Wärmedurchgang beschreibt, wie viel Wärme durch ein Material hindurchgeht und somit ein Wärmeverlust oder Wärmegewinn entsteht. des Fensters und kann bei ungünstigen Raumluftbedingungen zur KondensationKondensation: Kondensation ist der Übergang von einem gasförmigen in einen flüssigen Zustand und tritt zum Beispiel auf, wenn Heißdampf abkühlt und Wassertröpfchen entstehen. am Glasrand führen. Warme Abstandhalter, auch Warm-Edge-Spacer genannt, bestehen aus KunststoffKunststoff - Ein Werkstoff, der aus synthetischen oder halbsynthetischen Polymeren besteht., EdelstahlEdelstahl: Eine legierte Stahlsorte, die resistent gegen Korrosion und Verschleiß ist. Edelstahl wird oft für Bauteile im Außenbereich wie Geländer oder Fassaden verwendet. mit geringer Wandstärke oder Verbundmaterialien und reduzieren diesen Wärmebrückeneffekt erheblich. Sie verbessern den Uw-Wert des Gesamtfensters messbar und heben die Randtemperatur der Verglasung an, was Kondensation und Schimmelbildung im Randbereich verhindert.
Typische U-Werte bei Dreifachverglasung und normative Anforderungen
Der Ug-Wert einer hochwertigen Dreifachverglasung liegt heute typischerweise zwischen 0,5 und 0,7 W/(m²K). Zum Vergleich: Eine einfache Zweifachverglasung mit Luftfüllung ohne Beschichtung erreicht Ug-Werte von etwa 2,8 bis 3,0 W/(m²K), eine moderne Zweifachverglasung mit Low-E-BeschichtungLow-E-Beschichtung: Eine Low-E-Beschichtung ist eine hauchdünne, unsichtbare metallische Schicht auf der Innenseite von Isolierglas. Sie reflektiert die Wärme im Innenraum und verhindert damit Wärmeverluste und Kondensatbildung. und Argonfüllung kommt auf Werte zwischen 1,0 und 1,2 W/(m²K). Die Dreifachverglasung halbiert diesen Wert noch einmal und stellt damit einen qualitativen Sprung in der Dämmleistung dar, der sich unmittelbar auf den HeizenergiebedarfHeizenergiebedarf: Dieses Fachmagazin befasst sich mit dem Heizenergiebedarf von Gebäuden und Infrastrukturen. Es untersucht die verschiedenen Faktoren, die den Heizenergiebedarf beeinflussen, und die Möglichkeiten der Reduzierung des Heizenergiebedarfs. und die Oberflächentemperatur der Verglasung auswirkt.
Der Uw-Wert des gesamten Fensters liegt bei Dreifachverglasung je nach Rahmenmaterial und Fenstergeometrie üblicherweise zwischen 0,7 und 1,1 W/(m²K). Passivhausfenster, die nach den Kriterien des Passivhaus-Instituts in Darmstadt zertifiziert werden, müssen einen Uw-Wert von maximal 0,8 W/(m²K) einhalten. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das in Deutschland die energetischen Mindestanforderungen an Neubauten und Sanierungen regelt, schreibt für Fenster in Neubauten einen maximalen Uw-Wert von 1,3 W/(m²K) vor. Dieser Wert lässt sich mit einer guten Zweifachverglasung noch erreichen, wird aber von Dreifachverglasung deutlich unterschritten. Für Sanierungen und den Austausch bestehender Fenster gelten im GEG ebenfalls Anforderungen, die je nach Bauteilsituation variieren.
Die normative Grundlage für die Berechnung und Messung von U-Werten bei Fenstern bildet die europäische Norm ENEN steht für "Europäische Norm" und ist ein Standard für Produkte und Produkttests in Europa. ISOISO: Die International Organization for Standardization (ISO) ist eine internationale Organisation, die Standards für verschiedene Branchen festlegt, einschließlich Standards für die Baubranche. 10077, die in zwei Teilen vorliegt: Teil 1 behandelt die vereinfachte Berechnungsmethode für den Gesamtfenster-U-Wert, Teil 2 die numerische Berechnung für Rahmen. Die Prüfung von Ug-Werten erfolgt nach EN 673. Diese Normen legen fest, unter welchen Randbedingungen gemessen und gerechnet wird, damit Herstellerangaben vergleichbar sind. Wer Fensterangebote vergleicht, sollte darauf achten, dass die angegebenen U-Werte nach diesen Normen ermittelt wurden und ob es sich um Ug-, Uf- oder Uw-Werte handelt, da diese Größen nicht direkt gegeneinander ausgetauscht werden dürfen.
Rahmen und Gesamtfenster: Warum der Uf-Wert entscheidend ist
Der Rahmen eines Fensters nimmt je nach Fensterformat und Teilung zwischen zwanzig und dreißig Prozent der Gesamtfensterfläche ein. Sein Wärmedurchgangskoeffizient Uf hat damit einen erheblichen Einfluss auf den Uw-Wert des Gesamtfensters. Ein Glaspaket mit einem Ug-Wert von 0,6 W/(m²K) kann durch einen schlecht dämmenden Rahmen auf einen Uw-Wert von über 1,0 W/(m²K) angehoben werden. Umgekehrt ermöglicht ein gut dämmender Rahmen, das volle Potenzial der Dreifachverglasung auszuschöpfen.
Holzrahmen gehören zu den besten Dämmstoffen unter den gängigen Rahmenmaterialien. MassivholzMassivholz: Vollholz ohne weitere Verarbeitung, zugeschnitten auf die gewünschte Größe und Form. hat eine Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,13 W/(mK) und ermöglicht Uf-Werte im Bereich von 1,0 bis 1,4 W/(m²K) bei konventionellen Profilen. Durch besondere Konstruktionen mit Dämmkerneinlagen lassen sich auch bei Holzrahmen Uf-Werte unter 0,8 W/(m²K) erreichen. Kunststoffrahmen aus PVCPVC: PVC (Polyvinylchlorid) ist ein thermoplastischer Kunststoff, der sich durch hohe Witterungsbeständigkeit und Formbarkeit auszeichnet. PVC findet in der Architektur Verwendung als Dichtungsmaterial, Beschichtung oder auch als Fensterprofil. erzielen durch ihre mehrkammerige Profilstruktur, in der ruhende Luftkammern als DämmschichtDämmschicht: Eine Dämmschicht wird unter einem Bodenbelag oder einer Wandverkleidung angebracht, um Wärme- oder Schallschutz zu gewährleisten. Sie kann aus verschiedenen Materialien wie beispielsweise Styropor, Mineralwolle oder Schaumstoff bestehen. wirken, ebenfalls gute Uf-Werte zwischen 1,0 und 1,4 W/(m²K); hochwertige Systeme mit Schaumfüllung der Kammern kommen auf Werte um 0,9 W/(m²K). Aluminiumrahmen haben aufgrund der hohen Wärmeleitfähigkeit von Aluminium ohne thermische TrennungThermische Trennung - Ein Isolationsverfahren, das verwendet wird, um den Wärme- und Kältestrom von einem Material auf ein anderes zu reduzieren. sehr schlechte Dämmwerte. Moderne Aluminiumfenster enthalten deshalb eine Dämmzone aus PolyamidPolyamid: Polyamid ist ein Kunststoff, der in der Fassadentechnik für verschiedene Bauteile eingesetzt wird, z.B. als Verstärkung im Bereich von Fensterprofilen. zwischen dem äußeren und dem inneren Aluminiumteil, die sogenannte thermische Trennung. Hochwertige Systeme erreichen damit Uf-Werte zwischen 1,0 und 1,6 W/(m²K), bleiben aber in der Regel hinter Holz- und Kunststoffrahmen zurück.
Holz-Aluminium-Verbundfenster kombinieren die guten Dämmeigenschaften des Holzrahmens auf der Innenseite mit der Witterungsbeständigkeit und Wartungsfreiheit einer Aluminiumschale auf der Außenseite. Sie erreichen Uf-Werte vergleichbar mit reinen Holzfenstern und sind in der Praxis eine häufig gewählte Lösung für anspruchsvolle Projekte. Für den U-Wert Fenster 3 fach verglast im Gesamtsystem ist die Kombination aus einem Glaspaket mit niedrigem Ug-Wert, Warm-Edge-Spacer und einem Rahmen mit niedrigem Uf-Wert entscheidend, da nur das Zusammenspiel aller drei Komponenten den möglichen Uw-Wert ausschöpft.
Dreifachverglasung und Zweifachverglasung: Ein bauphysikalischer Vergleich
Der Unterschied zwischen Zweifach- und Dreifachverglasung zeigt sich nicht nur in der EnergiebilanzEnergiebilanz: die Bilanz zwischen Energieeinnahmen und -ausgaben innerhalb eines Systems., sondern auch in der Behaglichkeit und im Feuchteschutz. Die raumseitige Glasoberfläche einer modernen Zweifachverglasung mit Ug-Wert von etwa 1,1 W/(m²K) hat bei einer Außentemperatur von minus zehn Grad und einer Innentemperatur von zwanzig Grad eine Oberflächentemperatur von etwa siebzehn Grad. Bei einer Dreifachverglasung mit Ug-Wert von 0,6 W/(m²K) steigt diese Oberflächentemperatur auf etwa neunzehn Grad. Dieser Unterschied von zwei Kelvin klingt gering, ist aber für die Behaglichkeit im Raum spürbar: Kalte Glasflächen erzeugen durch Strahlungsasymmetrie ein Unbehagen, das Menschen als ZugluftZugluft ist eine unerwünschte Luftströmung innerhalb eines Gebäudes, die durch undichte Fenster, Türen oder Spalten entstehen kann. Zugluft kann zu unangenehmen Kältegefühlen und Energieverlusten durch Heizung führen. wahrnehmen, auch wenn keine Luft bewegt wird.
Für den Feuchteschutz ist die höhere Glasoberflächentemperatur bei Dreifachverglasung ebenfalls relevant. Liegt die Glasoberfläche einer Zweifachverglasung bei winterlichen Außentemperaturen unterhalb der TaupunkttemperaturTaupunkttemperatur - Die Temperatur, bei der Kondensation auftritt. der Raumluft, kondensiert Wasser auf der Scheibe. Bei einer Dreifachverglasung ist die Oberflächentemperatur so hoch, dass Kondensation auf der Innenseite unter normalen Wohnbedingungen praktisch ausgeschlossen ist. Das schützt nicht nur die Fensterlaibung und den Anschlussbereich zwischen Fenster und Wand, sondern reduziert auch die Feuchtelast im Raum insgesamt.
Dreifachverglasung ist schwerer als Zweifachverglasung. Ein Quadratmeter Dreifachverglasung wiegt je nach Glasdicke und Aufbau zwischen dreißig und fünfzig Kilogramm, während eine vergleichbare Zweifachverglasung auf zwanzig bis dreißig Kilogramm kommt. Dieses Mehrgewicht stellt Anforderungen an BeschlägeBeschläge sind technische Elemente wie Tür- und Fenstergriffe, Scharniere oder Schließsysteme, die zur Öffnung, Schließung oder Verriegelung von Türen und Fenstern verwendet werden., Rahmen und Mauerwerksanschlüsse. Bei großen Fensterflächen, wie sie im modernen Wohnungsbau und in repräsentativen FassadenFassaden sind die Außenwände von Gebäuden, die zur Straße hin sichtbar sind. üblich sind, muss die Tragfähigkeitbezieht sich auf die Fähigkeit eines Bauelements oder einer Struktur, die Lasten und Belastungen zu tragen, die auf sie wirken. Die Tragfähigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise der Materialqualität, Konstruktion und der Art der Belastung. der Konstruktion entsprechend ausgelegt sein. Fachplaner berücksichtigen dies bereits in der Detailplanung, da nachträgliche Verstärkungen aufwendig und kostspielig sind.
Häufige Missverständnisse rund um den U-Wert Fenster 3 fach verglast
Ein verbreitetes Missverständnis besteht darin, den U-Wert mit dem g-WertG-Wert: Der Gesamtenergiedurchlassgrad eines Fensters oder einer Verglasung, der die Gesamtmenge des durchgelassenen Lichts, der solaren Wärme und der sichtbaren Strahlung angibt. zu verwechseln oder beide Größen zu vermischen. Der g-Wert (GesamtenergiedurchlassgradGesamtenergiedurchlassgrad: ein Maß für die Menge an Sonnenenergie, die durch ein Bauteil wie ein Fenster oder eine Tür gelangt.) beschreibt, wie viel der einfallenden SolarenergieSolarenergie: Strom, der aus Sonnenlicht gewonnen wird. durch die Verglasung in den Raum gelangt. Ein hoher g-Wert ist im Winter vorteilhaft, weil er passive Solargewinne ermöglicht; im Sommer kann er bei Süd- und Westfassaden zur Überhitzung beitragen. Dreifachverglasung hat aufgrund der drei Scheiben und der Beschichtungen einen niedrigeren g-Wert als Zweifachverglasung, typischerweise zwischen 0,50 und 0,60 gegenüber 0,60 bis 0,72 bei Zweifachverglasung. Für die energetische Gesamtbilanz eines Gebäudes müssen U-Wert und g-Wert gemeinsam betrachtet werden, da ein sehr niedriger U-Wert bei gleichzeitig niedrigem g-Wert an Nordfassaden zu einer negativen Energiebilanz des Fensters führen kann.
Ein weiterer Irrtum ist die Annahme, dass ein niedriger U-Wert automatisch eine gute SchalldämmungSchalldämmung: Die Schalldämmung bezeichnet die Absorptions- und Reflexionseigenschaften eines Materials oder einer Wand gegenüber Schallwellen. bedeutet. WärmedämmungWärmedämmung: Die Fähigkeit eines Materials oder Gebäudes, Wärme innerhalb oder außerhalb des Gebäudes zu halten oder zu blockieren. und Schalldämmung folgen unterschiedlichen physikalischen Prinzipien. Für gute Schalldämmung sind Masse, asymmetrische Scheibendicken und spezifische Zwischenraumbreiten entscheidend. Ein optimiertes Dreifachglas für Wärmeschutz kann schalltechnisch schlechter abschneiden als ein speziell für SchallschutzSchallschutz - Die Fähigkeit eines Gebäudes oder Raumes, Schall abzuschirmen und zu dämpfen. ausgelegtes Zweifachglas mit unterschiedlichen Scheibendicken und VerbundsicherheitsglasVerbundsicherheitsglas: Verbundsicherheitsglas ist ein spezielles Glas, das aus zwei oder mehreren Schichten besteht und durch eine Kunststofffolie miteinander verbunden ist. Es wird beispielsweise bei der Herstellung von Einbruchsicherungen oder Schutzverglasungen verwendet.. Wer beide Anforderungen erfüllen muss, benötigt eine auf den Einzelfall abgestimmte Verglasung.
Schließlich wird häufig angenommen, dass Dreifachverglasung immer und überall die wirtschaftlich sinnvollste Wahl sei. Das stimmt nicht pauschal. In milden Klimazonen mit wenigen Heizgradtagen amortisiert sich die Mehrinvestition gegenüber einer guten Zweifachverglasung über einen langen Zeitraum. In Gebäuden mit hohen internen Wärmequellen oder in Passivhäusern, wo die HeizlastHeizlast: Die Heizlast bezeichnet den Wärmebedarf eines Gebäudes, der benötigt wird, um den Raum auf eine bestimmte Temperatur zu heizen. ohnehin minimal ist, kann der Grenznutzen einer weiteren Verbesserung des U-Werts gering sein. Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung muss immer das konkrete Gebäude, seine Lage, seine Nutzung und die Energiepreise einbeziehen. Dennoch ist Dreifachverglasung in Deutschland und vergleichbaren Klimazonen für Neubauten und energetische Sanierungen heute der Stand der Technik und in vielen Förderprogrammen die Mindestvoraussetzung für Zuschüsse.
Einbau, Anschluss und Qualitätssicherung: Wo die Theorie auf die Praxis trifft
Der beste U-Wert eines Fensters nützt wenig, wenn der Einbau mangelhaft ist. Der AnschlussAnschluss: Der Anschluss bezeichnet den Übergang zwischen zwei Bauteilen, z.B. zwischen Dach und Wand. zwischen Fensterrahmen und Rohbauöffnung ist eine der häufigsten Schwachstellen in der GebäudehülleGebäudehülle: die äußere Hülle eines Gebäudes, die aus Dach, Wänden und Fenstern besteht und als Barriere gegen Wärme oder Kälte dient. Die Gebäudehülle ist im Wesentlichen die äußere Umhüllung eines Gebäudes, die es vor Witterungseinflüssen und Umwelteinflüssen schützt. Jedes Gebäude verfügt über eine Gebäudehülle, die aus vielen verschiedenen Teilen besteht..... Wird die FugeFuge: Eine Fuge ist ein Spalt zwischen zwei Bauelementen oder Schichten in der Gebäudekonstruktion, der oft mit Dichtstoffen oder Mörtel gefüllt wird. zwischen Rahmen und Mauerwerk nicht fachgerecht abgedichtet, entstehen Luftundichtigkeiten, die den Wärmeschutz des Fensters weitgehend aufheben. Die Regel des Rollladenbauers, Fensterbauers und Fachplaners lautet: innen dichter als außen. Die innere AbdichtungAbdichtung: eine Schutzschicht auf einer Fläche, um das Eindringen von Feuchtigkeit oder Schmutz zu verhindern. muss luftdicht und dampfbremsend sein, die äußere Abdichtung muss schlagregendicht, aber dampfdurchlässig sein, damit eingedrungene Feuchtigkeit nach außen diffundieren kann. Vorkomprimierte Fugenbänder, Folienanschlüsse und Montageschaum mit entsprechenden Eigenschaften sind die gängigen Mittel.
Die Lage des Fensters in der Wandebene beeinflusst die Wärmebrückenwirkung des Einbaus erheblich. Bei gedämmten Außenwänden sollte das Fenster möglichst weit in der Dämmebene positioniert sein, um den Wärmebrückeneffekt am Rahmenanschluss zu minimieren. Bei einer Außendämmung bedeutet das, das Fenster bündig mit der Außenkante des Mauerwerks oder sogar in die Dämmebene hineinzusetzen und die DämmungDämmung: Materialien, die verwendet werden, um Wärme oder Schall in oder aus einer bestimmten Zone einer Konstruktion zu halten. über die Laibung zu führen. Diese Maßnahme verbessert den Uw-Wert des eingebauten Fensters im Sinne des Gesamtsystems, weil der Einbau-U-Wert, der die WärmebrückeWärmebrücke: Eine Wärmebrücke ist ein Bereich im Bauteil, bei dem die Wärmedämmung unzureichend ist. Dadurch kann es zu Wärmeverlusten und Feuchtigkeitsschäden kommen. am Anschluss berücksichtigt, günstiger wird.
Für die Qualitätssicherung empfehlen Fachleute nach dem Einbau eine Blower-Door-Messung, die die LuftdichtheitLuftdichtheit - Eigenschaft von Gebäudehüllen, keine unkontrollierte Luftdurchlässigkeit aufzuweisen der gesamten Gebäudehülle überprüft, sowie eine Thermografieuntersuchung im Heizbetrieb, die WärmebrückenWärmebrücken - Bereiche in der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller verloren geht als an anderen Stellen. und Undichtigkeiten sichtbar macht. Beide Verfahren sind im Passivhausbau und bei KfW-geförderten Sanierungen üblich und liefern den Nachweis, dass die geplanten U-Werte im eingebauten Zustand auch tatsächlich erreicht werden. Der U-Wert Fenster 3 fach verglast ist eine Herstellerangabe für das Produkt; der tatsächliche energetische Nutzen im Gebäude hängt von Einbau, Anschluss und Gesamtkonzept ab.
Dreifachverglasung im Kontext des energieeffizienten Bauens
Der U-Wert Fenster 3 fach verglast ist keine isolierte Produktkennzahl, sondern ein Baustein in einem größeren energetischen Konzept. Fenster sind in der Gebäudehülle die thermisch schwächsten Bauteile: Eine gut gedämmte Außenwand erreicht U-Werte von 0,15 bis 0,25 W/(m²K), eine Dreifachverglasung liegt mit 0,6 bis 0,7 W/(m²K) noch deutlich darüber. Dennoch sind Fenster nicht nur Schwachstellen, sondern auch Energiequellen, weil sie TageslichtTageslicht: Natürliches Licht, das während des Tages durch die Fenster oder Oberlichter in ein Gebäude strömt. und solare Wärme in das Gebäude einbringen. Die Kunst des energieeffizienten Entwurfs liegt darin, Fensterflächen so zu dimensionieren und zu orientieren, dass die solaren Gewinne die TransmissionsverlusteTransmissionsverluste - Die Wärmeenergieverluste durch Wände, Dach, Fenster und andere Bauteile, die direkt an die Umwelt abgegeben wird. überwiegen, ohne im Sommer zur Überhitzung zu führen.
Dreifachverglasung ist in diesem Kontext ein Instrument, das den Verlustterm der Gleichung reduziert. Sie erlaubt größere Fensterflächen, ohne die Energiebilanz zu verschlechtern, und ermöglicht in gut gedämmten Gebäuden den Verzicht auf konventionelle HeizkörperHeizkörper: Ein Heizkörper ist ein Bauteil zum Abgeben von Wärme, zum Beispiel in Form von Konvektions- oder Strahlungswärme, an die Umgebung. unter den Fenstern, weil die Strahlungsasymmetrie durch die hohe Glasoberflächentemperatur so gering ist, dass keine Gegenheizung nötig ist. Dieser Effekt ist ein wesentlicher Grund, weshalb Passivhäuser trotz großer Fensterflächen mit sehr geringen Heizlasten auskommen.
Die Weiterentwicklung der Verglasung geht über die klassische Dreifachverglasung hinaus. Vakuumverglasungen, bei denen der Scheibenzwischenraum evakuiert statt gasgefüllt ist, erreichen Ug-Werte unter 0,5 W/(m²K) bei deutlich geringerer Bautiefe. Aerogel-gefüllte Verglasungen und transluzente Wärmedämmung sind weitere Entwicklungsrichtungen. Für die Praxis des Hochbaus ist die Dreifachverglasung mit Edelgasfüllung und Low-E-Beschichtung jedoch auf absehbare Zeit das ausgereifte, wirtschaftliche und normativ etablierte Mittel der Wahl. Wer heute ein Gebäude plant oder saniert und den energetischen Standard ernstnimmt, kommt an ihr kaum vorbei. Ihre Qualität zu kennen, ihre Kennzahlen zu verstehen und ihren Einbau fachgerecht zu begleiten, gehört zur Grundkompetenz jedes Architekten und Fachplaners, der Gebäude für die nächsten Jahrzehnte baut.
