Runde Stahlbetonstützen prägen anspruchsvolle Architektur und verleihen Gebäuden eine besondere Leichtigkeit. Gleichzeitig stellen sie Planende vor die Herausforderung, WärmebrückenWärmebrücken – Bereiche in der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller verloren geht als an anderen Stellen. an tragenden Bauteilen energetisch wirksam zu reduzieren. Mit der Erweiterung der Sconnex Produktfamilie steht nun eine Lösung für die thermische TrennungThermische Trennung – Ein Isolationsverfahren, das verwendet wird, um den Wärme- und Kältestrom von einem Material auf ein anderes zu reduzieren. runder Stahlbetonstützen zur Verfügung. Sie verbindet konstruktive Anforderungen mit architektonischer Gestaltungsfreiheit und eröffnet neue Möglichkeiten für energieeffiziente Fassaden-, Sichtbeton- und Gebäudekonzepte.
Rund 40 Prozent aller konstruktiven WärmebrückenWärmebrücken – Bereiche in der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller verloren geht als an anderen Stellen. entstehen an Wänden und Stützen. Gerade an den Übergängen zwischen beheizten und unbeheizten Gebäudebereichen können dadurch relevante Wärmeverluste entstehen. Eine durchgängige Dämmebene ist deshalb ein wichtiger Bestandteil einer energetisch optimierten GebäudehülleGebäudehülle: die äußere Hülle eines Gebäudes, die aus Dach, Wänden und Fenstern besteht und als Barriere gegen Wärme oder Kälte dient. Die Gebäudehülle ist im Wesentlichen die äußere Umhüllung eines Gebäudes, die es vor Witterungseinflüssen und Umwelteinflüssen schützt. Jedes Gebäude verfügt über eine Gebäudehülle, die aus vielen verschiedenen Teilen besteht….. Hier setzt die thermische TrennungThermische Trennung – Ein Isolationsverfahren, das verwendet wird, um den Wärme- und Kältestrom von einem Material auf ein anderes zu reduzieren. mit Sconnex an.
Die seit 2021 verfügbare Produktfamilie wurde entwickelt, um Wärmebrücken an tragenden Stahlbetonbauteilen gezielt zu reduzieren. Die Elemente werden im Anschlussdetail zwischen Stahlbetondecke beziehungsweise Bodenplatte und Wand oder Stütze angeordnet. Auf diese Weise lässt sich die Dämmebene konstruktiv durchgehend ausführen. Das kann insbesondere bei Tiefgaragen, Kellergeschossen, Unterfahrungen oder Fassadenvorsprüngen relevant sein, wo tragende Bauteile häufig durch die thermische Gebäudehülle geführt werden.
Nach Angaben des Herstellers können mit den Sconnex Lösungen Wärmeverluste an den entsprechenden Anschlussdetails um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig entfällt bei den Anwendungen die sonst häufig erforderliche Flankendämmung. Damit ergeben sich nicht nur energetische, sondern auch gestalterische und konstruktive Vorteile.
Runde Stützen erweitern den Gestaltungsspielraum
Runde Stützen gehören zu den etablierten architektonischen Gestaltungselementen. Sie können FassadenFassaden sind die Außenwände von Gebäuden, die zur Straße hin sichtbar sind. und Innenräume strukturieren, vermitteln Leichtigkeit und lassen sich insbesondere bei hochwertigen Sichtbetonkonzepten gezielt einsetzen. Für solche Entwürfe ist es entscheidend, dass energetische Anforderungen nicht zu Lasten der gestalterischen Idee gehen.
Mit der neuen Variante von Sconnex P wird die thermische TrennungThermische Trennung – Ein Isolationsverfahren, das verwendet wird, um den Wärme- und Kältestrom von einem Material auf ein anderes zu reduzieren. nun auch für runde Stahlbetonstützen möglich. Die Ausführung ist zunächst für einen Stützendurchmesser von 300 Millimetern erhältlich. Ab Juni 2026 soll zusätzlich eine Variante für Durchmesser von 400 Millimetern zur Verfügung stehen. Damit erweitert sich das Spektrum der Stützengeometrien, die sich ohne zusätzliche sichtbare Flankendämmung realisieren lassen.
Bereits zuvor konnten mit Sconnex P quadratische Stahlbetonstützen mit Abmessungen zwischen 250 x 250 und 400 x 400 Millimetern sowie rechteckige Stützen mit einem Verhältnis von Stützentiefe zu Stützenbreite von bis zu 2:1 thermisch getrennt werden. Die Erweiterung auf runde Querschnitte schafft zusätzliche Optionen für schlanke Stützen und anspruchsvolle Fassaden- oder Sichtbetonlösungen.
Für Planung und Ausführung spielt dabei auch die technische Nachweisführung eine wichtige Rolle. Für die neue Anwendung liegt eine ZulassungZulassung – Eine behördliche Genehmigung für den Einsatz eines Produkts oder einer Technologie in einem bestimmten Bereich. des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) vor. Sie schafft einen klaren technischen Rahmen für den Einsatz der thermischen Trennung an runden Stahlbetonstützen.
Sichtbeton ohne zusätzliche Flankendämmung
Ein wesentlicher Vorteil der Lösung liegt in der Verbindung von EnergieeffizienzEnergieeffizienz: Dieses Fachmagazin beschäftigt sich mit der Energieeffizienz von Gebäuden und Infrastrukturen. Es untersucht die verschiedenen Methoden zur Steigerung der Energieeffizienz und ihre Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft. und architektonischer Gestaltung. Bei herkömmlichen Anschlussdetails kann eine zusätzliche Flankendämmung erforderlich sein, um Wärmeverluste zu begrenzen. Diese kann die sichtbare Geometrie eines Bauteils beeinflussen und insbesondere bei Sichtbetonfassaden gestalterisch störend wirken.
Die thermische TrennungThermische Trennung – Ein Isolationsverfahren, das verwendet wird, um den Wärme- und Kältestrom von einem Material auf ein anderes zu reduzieren. innerhalb des tragenden Anschlussdetails ermöglicht dagegen eine weitgehend unterbrechungsfreie Wärmedämmebene, ohne dass die Stütze durch eine außenliegende Flankendämmung optisch verändert werden muss. Dadurch können Wände und Stützen weiterhin in hochwertiger Sichtbetonoptik ausgeführt werden. Gleichzeitig kann der Verzicht auf zusätzliche Dämm- und Putzarbeiten zu einem Raumgewinn und einer Vereinfachung bestimmter Ausführungsdetails beitragen.
Auch bauphysikalische Aspekte sind relevant. Die Konstruktion ist darauf ausgelegt, das Risiko von TauwasserTauwasser: Wasser, das sich durch Kondensation oder andere Ursachen auf einer kühlen Oberfläche bildet. und SchimmelSchimmel: Schimmel sind Pilzsporen, die in feuchten Umgebungen wachsen und sowohl auf Oberflächen als auch in der Luft auftreten können. Schimmelbelastung kann zu gesundheitlichen Problemen führen und muss daher beseitigt werden. zu reduzieren. Zudem darf gemäß der vorliegenden ZulassungZulassung – Eine behördliche Genehmigung für den Einsatz eines Produkts oder einer Technologie in einem bestimmten Bereich. der Einfluss des Stützenanschlusses mit Sconnex P bei der Berechnung des Transmissionswärmeverlustes vernachlässigt werden. Damit lässt sich das Anschlussdetail in die energetische Gesamtbetrachtung eines Gebäudes integrieren.
Lösungen für Wand, Stütze und Sockel
Die Erweiterung für runde Stahlbetonstützen ist Teil eines breiteren Produktportfolios. Neben Sconnex P für Stahlbetonstützen steht mit Sconnex W eine Lösung für die thermische TrennungThermische Trennung – Ein Isolationsverfahren, das verwendet wird, um den Wärme- und Kältestrom von einem Material auf ein anderes zu reduzieren. von Stahlbetonwänden zur Verfügung. Das System verwendet ein Drucklager aus ultrahochfestem Faserbetonist eine spezielle Betonart, die mit kurzen synthetischen oder natürlichen Fasern verstärkt wird. Diese Fasern dienen der Zugfestigkeit des Betons und machen ihn widerstandsfähiger gegen Risse und Bruch. Faserbeton kommt vor allem im Bereich der Fertigteilproduktion und im Ingenieurbau zum Einsatz. Faserbeton ist ein spezielles Betonprodukt, bei dem Fasern aus…, das hohe Kräfte über eine vergleichsweise kleine Fläche übertragen kann.
Sconnex W lässt sich sowohl am Wandfuß auf Geschossdecken oder Bodenplatten als auch am Wandkopf unterhalb von Geschossdecken einsetzen. Dadurch können unterschiedliche Anschlussbereiche innerhalb eines Gebäudes energetisch optimiert werden. Gerade bei Gebäuden mit komplexen Geometrien kann die durchgängige Betrachtung verschiedener WärmebrückenWärmebrücken – Bereiche in der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller verloren geht als an anderen Stellen. entscheidend sein.
Für Mauerwerkswände ergänzt Sconnex M das Portfolio. Der speziell entwickelte Kimmstein übernimmt die Funktion der ersten Steinreihe ober- oder unterhalb von Geschossdecken beziehungsweise Bodenplatten und reduziert die dort entstehende WärmebrückeWärmebrücke: Eine Wärmebrücke ist ein Bereich im Bauteil, bei dem die Wärmedämmung unzureichend ist. Dadurch kann es zu Wärmeverlusten und Feuchtigkeitsschäden kommen.. Neben der thermischen Wirkung stehen dabei auch Tragfähigkeitbezieht sich auf die Fähigkeit eines Bauelements oder einer Struktur, die Lasten und Belastungen zu tragen, die auf sie wirken. Die Tragfähigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise der Materialqualität, Konstruktion und der Art der Belastung., Wasserabweisung und die langfristige Dauerhaftigkeit des Anschlusses im Fokus.
Planung über alle Leistungsphasen hinweg
Neben der technischen Lösung spielt die Planbarkeit eine zentraleZentrale: Eine Zentrale ist eine Einrichtung, die in der Sicherheitstechnik als Steuerungszentrum für verschiedene Alarmvorrichtungen fungiert. Sie empfängt und verarbeitet Signale von Überwachungseinrichtungen und löst bei Bedarf Alarm aus. Rolle, wenn thermische TrennungThermische Trennung – Ein Isolationsverfahren, das verwendet wird, um den Wärme- und Kältestrom von einem Material auf ein anderes zu reduzieren. bereits in frühen Entwurfsphasen berücksichtigt werden soll. Deshalb unterstützt Schöck Planende und Bauausführende nach eigenen Angaben von der ersten Entwurfsidee über die Detailplanung bis zur Umsetzung.
Zum Serviceangebot gehört eine individuelle Beratung durch Fachleute, die bei Bedarf auch vor Ort stattfinden kann – etwa im Architekturbüro, auf der Baustelle oder im Fertigteilwerk. Gerade bei anspruchsvollen Anschlussdetails kann eine frühzeitige Abstimmung dazu beitragen, konstruktive, energetische und gestalterische Anforderungen miteinander zu verbinden.
Ergänzend steht das neue, kostenfreie Planungshandbuch „Wand und Stütze“ zur Verfügung. Das Nachschlagewerk richtet sich an Architektinnen und Architekten sowie weitere Planungsbeteiligte und führt strukturiert durch die verschiedenen Leistungsphasen. Praxisnahe Informationen und Detaildarstellungen sollen dabei helfen, Lösungen für Wand- und Stützenanschlüsse effizient und sicher zu planen. Das Handbuch ist sowohl in gedruckter als auch in digitaler Form erhältlich. Damit steht Planenden ein Werkzeug zur Verfügung, das technische Grundlagen und konkrete Planungshinweise miteinander verbindet.
Energieeffizienz und Architektur zusammen denken
Die Erweiterung der Sconnex Produktfamilie zeigt, dass energetische Anforderungen und architektonische Gestaltung nicht zwangsläufig gegeneinanderstehen müssen. Gerade bei tragenden Bauteilen können durchdachte Anschlussdetails dazu beitragen, WärmebrückenWärmebrücken – Bereiche in der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller verloren geht als an anderen Stellen. zu reduzieren und gleichzeitig die gewünschte Formensprache eines Gebäudes zu erhalten. Die neue Lösung für runde Stahlbetonstützen erweitert dabei die Möglichkeiten für Projekte, bei denen schlanke Geometrien, SichtbetonSichtbeton: Ein Beton, der von außen sichtbar bleibt und dessen Oberfläche eine ästhetische Wirkung erzielt. und eine hochwertige Fassadengestaltung gefragt sind. Zusammen mit den Lösungen für eckige Stützen, Stahlbetonwände und Mauerwerk entsteht ein Portfolio, das unterschiedliche konstruktive Situationen abdeckt.
Für Planende bedeutet die thermische TrennungThermische Trennung – Ein Isolationsverfahren, das verwendet wird, um den Wärme- und Kältestrom von einem Material auf ein anderes zu reduzieren. damit nicht nur eine energetische Optimierung einzelner Anschlussdetails. Sie kann vielmehr Teil eines ganzheitlichen Planungskonzepts werden, bei dem EnergieeffizienzEnergieeffizienz: Dieses Fachmagazin beschäftigt sich mit der Energieeffizienz von Gebäuden und Infrastrukturen. Es untersucht die verschiedenen Methoden zur Steigerung der Energieeffizienz und ihre Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft., Bauphysik, Konstruktion und Gestaltung bereits in frühen Projektphasen zusammengedacht werden. Gerade vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden gewinnt dieser integrierte Ansatz an Bedeutung.
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