25.11.2015

Öffentlich

Rifugio Minimo

von Leonardo Lella

Die Faszination und Anziehungskraft der Berge spürt man besonders, wenn man dort geboren und aufgewachsen ist. So empfindet auch der Architekt Giovanni Wegher, der nach seinem Studium in Mailand und Budapest in seine Heimat, die italienische Alpenregion Trentino, zurückkehrte. Seitdem möchte er durch seine meist kleinen handwerklichen Holzarchitekturen diesen Zauber vermitteln.

Das Projekt „Riondolo“ hat er als spirituelles Refugium für den Nationalpark Stilfser Joch entworfen: Die Konstruktion aus Holzstäben wird regelmäßig im Park versetzt und ist immer an einem anderen attraktiven Ort für die Wanderer zu finden. Das Licht, die schmalen Schlitze zwischen den Holzstäben und das Himmelsfenster sorgen beim Blick aus dem Inneren für eine neue Wahrnehmung der Umgebung. Die Materialität spielt eine wichtige Rolle: Die Stäbe kommen aus einem Sägewerk der Region und werden so wieder Teil der Landschaft.

Übrigens ist Riondolo ein Gemeinschaftsprojekt: Gegen eine freiwillige Spende kann man die Montageanleitung herunterladen und sich selbst ein kleines Rifugio bauen.

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