Restraum

Wie kann man Restflächen in der Stadt nutzbar und erfahrbar machen? Und wie kann man Künstlern und Kreativen die Möglichkeit geben, sich fernab von Konventionen und gängigen Netzwerken zu präsentieren?

Die PopUp-Ausstellung „Restraum“ im House of Hrvst in München beschäftigt sich mit genau diesen Fragen. Die ausgestellten Künstler zeigen in ihren Arbeiten, dass Mehrraum überall sein kann. Nicht nur in der Stadt, sondern auch im Auge des Betrachters.

In einer Zeit in der jeder kreativ sein will, entscheidet gerade der Raum über die Verwirklichung von Ideen. Dieser Ideen-Raum wird immer kleiner und ist am verschwinden. Deshalb kommt Resträumen und Brachflächen eine besondere Bedeutung zu. Sie sind die letzten Inseln kreativer Freiheit im städtischen Gefüge. Aber wer entscheidet über diese Räume und darüber wie sie genutzt werden? Was geschieht mit Supermärkten nach 20:00 Uhr, mit Markständen nach 18:00 Uhr oder mit AirBnB Apartments im Winter?

Das Finden dieser Resträume und deren kollektive Nutzung wird immer bedeutender. Sie sind Zonen der Unabhängigkeit – Areale und Ecken, die nicht bis ins letzte Detail durchgeplant wurden und weder einen öffentlichen noch einen privaten Nutzen haben. Ein wilder Garten unter einer Brücke oder ein Waschhaus im Hinterhof – die Ausstellung „Restraum“ poträtiert genau diese Orte und deren Potential.

Neben der Präsentation der Arbeiten wird der Besucher dazu eingeladen, die eigenen Resträume zu entdecken und mit einfachen Formbausteinen zu gestalten.

Teilnehmende Künstler:

Sima Deghani

Hubert Juranek

Martin Salzl & Stella Maria Ebner

Alexander Scharf

Adrian Sölch

Laetitia Vancon

Die Ausstellung läuft vom 2. – 16. Juni. Vernissage ist am 2. Juni, Beginn: 20:00 Uhr

Adresse:
House of Hrvst
Maximiliansplatz 12
München