Betonoberflächen gestalten

Eine Haut aus Quadraten umhüllt den Erweiterungsbau des Kunstmuseums in Chur. Der würfelförmige Monolith ist das Pendant zur benachbarten Villa Planta, einer im palladianischen Stil erbauten Villa mit orientalischen Details. Die Architekten Alberto Veiga und Fabrizio Barozzi ließen sich beim Entwurf des preisgekrönten Gebäudes vom Haupthaus inspirieren: Die Fassade des Neubaus schafft eine visuelle Verbindung, indem sie die Ornamente aufgreift und in reduzierter Form spiegelt. Die Architekten wählten Beton als Baumaterial für die Fassade, um die filigranen Details exakt darzustellen und mit dem starken Baukörper in Einklang zu bringen.

Die anspruchsvolle Struktur wurde mit elastischen Strukturmatrizen an die Fassade gebracht. Für diese lieferte Reckli das Rohmaterial direkt an das Betonwerk in die Schweiz und stand ihnen als beratender Partner zur Seite. Die Kassettenelemente bestehen aus drei unterschiedlich tief gestaffelten Vierecken. Anhand von Holz- und Gipsmodellen erstellte das Betonwerk die Urform für die Schalungseinlage, fertigte dann ein Betonelement und nutzte es als Positivmodell für die Matrize.

Um die exakte Darstellung der Elemente zu gewährleisten, gossen die Techniker Holz in die Schalungseinlage mit ein. Die 8 cm tief gestaffelten Quadrate der Fassade sind exakt ausgeformt und geben dem Erweiterungsbau eine unverwechselbare eigene Identität. Reckli fertigt seit über 50 Jahren elastische Strukturmatrizen für die Gestaltung von Betonoberflächen. Neben einer Auswahl von rund 200 Strukturen mit Holz-, Stein-, Rippen- und abstrakten Mustern werden auch individuelle Sonderformen entwickelt.

 

RECKLI GmbH
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