08.07.2026

Architektur Branchen-Insights

Lydia Haack als Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer wiedergewählt

Personen v.l.n.r.: Doris Lackerbauer, Prof. Lydia Haack, Franz Damm
Personen v.l.n.r.: Doris Lackerbauer, Prof. Lydia Haack, Franz Damm

Prof. Lydia Haack wurde von der XIV. Vertreterversammlung der Bayerischen Architektenkammer für weitere fünf Jahre zur Präsidentin gewählt. Gemeinsam mit einem neu besetzten Vorstand will sie zentrale Themen wie nachhaltiges Bauen, faire Vergabeverfahren und den Gebäudetyp E weiter vorantreiben.

Die Bayerische Architektenkammer setzt auf Kontinuität: Die XIV. Vertreterversammlung hat Prof. Lydia Haack erneut zur Präsidentin gewählt. Bereits seit 2021 steht die Architektin und Stadtplanerin an der Spitze der Kammer und wird ihre Arbeit nun für eine zweite Amtszeit von fünf Jahren fortsetzen.

Neben Haack bestätigte die Vertreterversammlung auch Franz Damm als Vizepräsident. Neu in das Präsidium gewählt wurde zudem Doris Lackerbauer, die künftig ebenfalls das Amt der Vizepräsidentin übernimmt.


Kontinuität für die Architekturpolitik in Bayern

Mit ihrer Wiederwahl setzt die Bayerische Architektenkammer auf eine erfahrene Führung. Lydia Haack gehört dem Vorstand bereits seit 2016 an und war von 2016 bis 2021 Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) Bayern.

Gemeinsam mit ihrem Partner John Höpfner führt sie das Münchner Büro Haack + Höpfner . Architekten. Darüber hinaus lehrt sie als Professorin für Baukonstruktion und Entwerfen an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung in Konstanz.

Nach ihrer Wahl betonte Haack die langfristige Bedeutung berufspolitischer Arbeit:

„Berufspolitik braucht einen langen Atem. Themen wie der Gebäudetyp E, der Bauturbo oder die faire Vergabe sind keine kurzfristigen Projekte.“

Sie freue sich darauf, gemeinsam mit dem neu gewählten Vorstand an einer nachhaltigen und generationengerechten Entwicklung des Planens und Bauens weiterzuarbeiten.


Neuer Vorstand für die Legislaturperiode 2026 bis 2031

Neben Präsidentin und Vizepräsident:innen wurden folgende Mitglieder in den Vorstand der Bayerischen Architektenkammer gewählt:

  • Michaela Ausfelder
  • Bianca Caspari
  • Thomas Eckert
  • Thomas Felkner
  • Alexandra Heese
  • Rainer Post
  • Julia Schneider
  • Lavinia Wagner

Als beratendes Mitglied für die Fachrichtung Stadtplanung gehört künftig Kristina Vogelsang dem Vorstand an. Erstmals wird zudem mit Antonia Rieß eine Vertretung der Juniormitglieder beratend im Vorstand mitwirken – ein Schritt, der den Architektennachwuchs stärker in die Kammerarbeit einbindet.


Bayerische Architektenkammer vertritt rund 26.000 Planende

Die Bayerische Architektenkammer vertritt die berufspolitischen Interessen von rund 26.000 Architekt:innen, Innenarchitekt:innen, Landschaftsarchitekt:innen und Stadtplaner:innen im Freistaat Bayern.

Zu ihren gesetzlichen Aufgaben gehören die Sicherung der Qualität der Planungsberufe, die Förderung der Baukultur sowie der Verbraucherschutz. Die Vertreterversammlung besteht aus 125 gewählten Vertreter:innen, die von den Kammermitgliedern für jeweils fünf Jahre gewählt werden. Der Vorstand wird entsprechend der Mehrheitsverhältnisse in der Vertreterversammlung nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren besetzt.

Die Wiederwahl von Lydia Haack steht für Stabilität in einer Phase tiefgreifender Veränderungen im Planungs- und Bausektor. Mit Themen wie dem Gebäudetyp E, der Beschleunigung von Genehmigungs- und Bauprozessen sowie einer nachhaltigen Baukultur bleiben zentrale Herausforderungen auf der Agenda der Bayerischen Architektenkammer. Die zweite Amtszeit der Präsidentin dürfte daher maßgeblich dazu beitragen, die Interessen der Planungsberufe in Bayern und auf Bundesebene weiter zu vertreten.

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