22.09.2026
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Flachdächer als Klimaschützer

Beim Neubau der Ralf Bohle GmbH in Reichshof-Wehnrath sichert das Foamglas Kompaktdach die Nutzung und Begrünung des Flachdachs langfristig, druckfest, unterlaufsicher und dauerhaft feuchtebeständig ab. Foto: OC FOAMGLAS®
Beim Neubau der Ralf Bohle GmbH in Reichshof-Wehnrath sichert das Foamglas Kompaktdach die Nutzung und Begrünung des Flachdachs langfristig, druckfest, unterlaufsicher und dauerhaft feuchtebeständig ab. Foto: OC FOAMGLAS®

Starkregen überflutet Straßen, während sommerliche Hitzewellen Städte zunehmend aufheizen – der Klimawandel stellt urbane Räume vor immer größere Herausforderungen. Bestehende Kanalnetze stoßen bei solchen Extremwetterereignissen längst an ihre Grenzen. Eine Lösung liegt buchstäblich über den Köpfen der Stadtbewohner: Flachdächer bieten Potenzial, um Regenwasser zu speichern, Hitze zu regulieren und Städte klimaresilienter zu machen.

Versiegelte Flächen verhindern, dass Niederschläge versickern können, und überlasten so bestehende Entwässerungssysteme. Gleichzeitig fehlt es vielen Städten an Grünflächen, die für Abkühlung sorgen könnten – Gebäude speichern die Hitze stattdessen und verstärken den Effekt urbaner Hitzeinseln. Um dem entgegenzuwirken, rücken ungenutzte Flächen zunehmend in den Fokus der Stadtplanung. Besonders Flachdächer gelten dabei als Schlüsselelement: Sie können als Rückhalteraum für Regenwasser dienen, als grüne Klimazone das Mikroklima verbessern oder als Standort für Photovoltaikanlagen zur Energiewende beitragen. In vielen deutschen Großstädten wie Berlin, Köln oder Hamburg ist eine Dachbegrünung bei Neubauten ab bestimmten Größen bereits verpflichtend vorgeschrieben – ein Hinweis darauf, wie ernst die Städte das Thema mittlerweile nehmen.


Foamglas Dämmung als sichere Basis für extreme Anforderungen

Damit Dächer diesen vielfältigen Anforderungen dauerhaft standhalten, braucht es eine belastbare technische Grundlage. Eine Lösung bietet hier das Kompaktdach mit Foamglas. Durch seinen vollflächig verklebten und hohlraumfreien Aufbau eignet sich das Foamglas-System besonders für die Belastungen eines sich wandelnden Klimas. Es überzeugt durch Formstabilität, hohe Druckfestigkeit, Wasser- und Dampfdichtheit sowie konstanten Wärmeschutz – und schützt die Bausubstanz zuverlässig vor Feuchtigkeit, Hitze und mechanischen Belastungen, selbst bei intensiver Nutzung oder extremen Wetterereignissen.
Kern des Systems ist der Schaumglas-Dämmstoff von Foamglas, der aus Millionen hermetisch geschlossener Glaszellen besteht und dadurch wasser- und dampfdicht ist. Gerade im Hinblick auf zunehmende Extremwetterlagen ist dies ein entscheidender Vorteil: Selbst bei einem geplanten Wasseranstau, wie er etwa bei Retentions- oder Gründächern vorgesehen ist, bleibt Foamglas dauerhaft dimensionsstabil. Nach EPD PCE 20200300 IBB2 EN verfügt der Dämmstoff über eine ausgewiesene Referenzlebensdauer von 100 Jahren. Bei hohen Außentemperaturen puffert er zudem extreme Wärmeeinwirkungen ab und trägt so zu einem angenehmen Raumklima im Gebäudeinneren bei. Foamglas ist nach Euroklasse A1 der europäischen Norm EN 13501-1 nichtbrennbar – ein wichtiger Sicherheitsfaktor, gerade bei der Installation von Photovoltaikanlagen. Seine hohe Druckfestigkeit erlaubt es außerdem, statische Auflasten wie Solarmodule oder Substratschichten dauerhaft und ohne Verformung aufzunehmen. 

Foamglas trägt Auflasten durch Begrünung dauerhaft ohne Setzungen. Die geschlossene Zellstruktur verhindert Feuchtetransport in die Konstruktion, auch bei nasser Vegetationsschicht. Foto: OC FOAMGLAS®
Foamglas trägt Auflasten durch Begrünung dauerhaft ohne Setzungen. Die geschlossene Zellstruktur verhindert Feuchtetransport in die Konstruktion, auch bei nasser Vegetationsschicht. Foto: OC FOAMGLAS®

Ein durchdachter Aufbau mit hoher Schadensresistenz

Diese Materialeigenschaften vereinen sich im Kompaktdachsystem mit einem durchdachten Schichtenaufbau. Die Schaumglasplatten von Foamglas werden vollflächig und hohlraumfrei verklebt, wodurch eine homogene, druckfeste Dämmebene entsteht, die eine Wasserunterläufigkeit innerhalb des Dachaufbaus systembedingt verhindert. Ein möglicher Wassereinbruch richtet dadurch nur begrenzten Schaden an, und die Schadstelle lässt sich schnell und präzise lokalisieren. Insbesondere bei Retentionsdächern, auf denen planmäßig Wasser angestaut wird, ist dieser Vorteil von großer Bedeutung. Andere Dämmmaterialien nehmen im Schadensfall häufig Feuchtigkeit auf, wodurch sich die Schadensausbreitung nur schwer kontrollieren lässt und meist ein deutlich größerer Dachbereich ausgetauscht werden muss.
Diese hohe Materialqualität von Foamglas ist das Ergebnis eines besonderen Produktionsprozesses: Aus Recyclingglas, Quarzsand und weiteren ausgewählten Rohstoffen wird zunächst neues Glas hergestellt. Dieses wird fein gemahlen und unter Zugabe von Kohlenstoff aufgeschäumt. Die dabei entstehenden geschlossenen Zellstrukturen verleihen dem Dämmstoff seine funktionalen Vorteile und sorgen dafür, dass selbst unter extremen Bedingungen wie Überflutungen oder anhaltender Hitze keine strukturellen Schäden entstehen. Der durchschnittliche Recyclinganteil der Foamglas Produkte beträgt 50 Prozent und wurde von SGS INTRON für den selbst deklarierten Recyclinganteil gemäß ISO 14021:2016 (Zertifikat RC-026/1) verifiziert.

Auch für Photovoltaik bietet Foamglas eine druckfeste und maßstabile Basis ohne zusätzliche Schutzschichten oder Lastverteilungsplatten im Dachaufbau. Foto: BuGG Bundesverband GebäudeGrün e. V.
Auch für Photovoltaik bietet Foamglas eine druckfeste und maßstabile Basis ohne zusätzliche Schutzschichten oder Lastverteilungsplatten im Dachaufbau. Foto: BuGG Bundesverband GebäudeGrün e. V.
Gründächer als Klimafaktor: Sie verbessern das Mikroklima, fördern die Biodiversität und senken die Umgebungstemperatur – bei gleichzeitig hoher Belastbarkeit der Dachkonstruktion. Foto: Foamglas
Ob Dachterrasse oder intensiv genutzte Fläche: Der formstabile Kompaktdachaufbau schützt zuverlässig vor thermischen und mechanischen Belastungen. Foto: OC FOAMGLAS®

Vom Wasserspeicher bis zur Dachterrasse

Aufbauend auf dem Kompaktdach lässt sich zudem ein Retentionsdach realisieren, das die Konstruktion um eine technische oder vegetative Schicht erweitert. Damit können bis zu 160 Liter Wasser pro Quadratmeter temporär gespeichert und kontrolliert wieder abgegeben werden. Die darunterliegende Dämmschicht aus Foamglas bleibt dabei dauerhaft trocken und funktionstüchtig – selbst bei Starkregenereignissen und Überflutungen. So sichert Foamglas langfristig die Stabilität und Wärmedämmleistung des Daches und entlastet gleichzeitig die städtische Kanalisation. Das Risiko von Überflutungen sinkt und das Retentionsdach folgt damit dem Schwammstadtprinzip, das darauf abzielt, Regenwasser dort aufzunehmen, wo es anfällt, und in den natürlichen Wasserkreislauf zurückzuführen.
Auch als Gründach entfalten Flachdächer ihre volle Wirkung: Sie verbessern das Mikroklima, binden Feinstaub, senken die Umgebungstemperatur und fördern die Biodiversität – wichtige Faktoren im Kampf gegen urbane Hitzeinseln. Dank ihrer hohen Druckfestigkeit und Formstabilität halten die Kompaktdachsysteme mit Foamglas dabei auch intensiver Nutzung mühelos stand, etwa durch Dachterrassen, Sportflächen oder Parkdecks, ohne Kompromisse bei Dämmleistung oder Langlebigkeit einzugehen. Angesichts der zunehmenden Herausforderungen durch Klimawandel und Extremwetter unterstützen Flachdachlösungen mit Foamglas eine zuverlässige Basis für klimaresiliente Städte. Sie schaffen flexible, multifunktionale Flächen und leisten damit einen Beitrag zur Stadtentwicklung.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.foamglas.com/de-de

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OC Foamglas
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