Entdecke Nürnberg: das Super Home Collective

Eigentlich wollte Baumeister-Academy Gewinnerin Annette Strack jeden Monat über einen architektonischen Hingucker in Nürnberg berichten. Eigentlich – denn nun sitzt in ihrem WG-Zimmer anstatt im Büro vom Super Future Collective. Aus dem Praktikum wurde ein Home-Office-Praktikum. Ein Update, wie das Architekturkollektiv mit der Situation umgeht und warum die jungen Architekten die Hoffnung auf eine super future nicht aufgeben. 

Knapp drei Wochen bin ich jetzt bei super future collective in Nürnberg. So langsam habe ich das Gefühl, angekommen zu sein – im Büro und in der neuen WG.
Man könnte das Ganze auch Alltag nennen. Das klingt erst mal uncool und ziemlich fad.
Wobei so ein Büroalltag auch einiges für sich hat: Arbeit und Privates sind räumlich getrennt, die Woche ist klar strukturiert und mit dem Schritt aus dem Büro fällt es nach Feierabend auch leichter, die Projekte gedanklich ruhen zu lassen, um sich den eigenen Freizeitbeschäftigungen zu widmen.

home_office_Architekten_Superfuturecollective
Derzeit im Home-Office: das Super Future Collective

Seit einigen Tagen gehe ich aber – wie so viele andere gerade – nicht mehr ins Büro hier in Nürnberg. Letzte Woche hat sich jeder seinen Computer geschnappt und ist ins Home-Office gezogen. Nun habe ich also jede Menge Zeit so richtig in meiner neuen WG anzukommen… Die Situation ist für das gesamte Büro eine neue Erfahrung. Um zu kommunizieren und sich zu organisieren, müssen wir kurzfristig neue Strukturen finden. Wir haben gemerkt: Im Prinzip ist Home-Office ein Learning-by-Doing-Prozess. Die ultimative Lösung, wie ein Architekturbüro im Home-Office am besten funktioniert, gibt es nicht.

So läuft Home-Office bei uns ab

Wie auch sonst im Büro hat jeder seine Aufgaben. Zwischendrin wird „gezoomt“, um sich zu besprechen. Diese virtuellen Meetings funktionieren auch kurzfristig ganz gut. Und vor allem müssen nicht immer alle teilnehmen. Es werden nur die Kollegen eingeladen, die auch von dem Thema betroffen sind.
Zwischendurch kann man sich auch per Whatsapp absprechen oder kurze Fragen klären.
Mit der Arbeitsatmosphäre im Büro hat das natürlich nichts mehr gemein. Beim Home-Office ist alles möglich: Es kann für die Konzentration und Effektivität der Arbeit förderlich sein oder auch nicht.
Bei mir springen zum Glück keine kleinen Kinder im Hintergrund rum. Meine Mitbewohner haben sich auch jeweils ihr Home-Office eingerichtet. Zur Mittagspause treffen wir uns dann in der Küche oder auf dem Balkon.

Und die super future?

Ich bin gespannt, was wir alle in dem Prozess lernen werden. Auf jeden Fall können wir zum ersten Mal mit gutem Gewissen in Jogginghose zur Arbeit gehen. Und die Hoffnung auf eine super future nach der Krise verlieren wir so schnell nicht.

Die Baumeister Academy ist ein Praktikumsprojekt des Architekturmagazins Baumeister und wird unterstützt von GRAPHISOFT und der BAU 2019.