Plastischer Baukörper

Peter August Böckstiegel war ein deutscher Maler und Vertreter des westfälischen Expressionismus. In Nachbarschaft zu seinem Geburtshaus in Werther (Westfalen) verwirklichten H.S.D Architekten nun die Erweiterung des Böckstiegel-Museums.

Der neue Museumsbau soll sich in das landwirtschaftlich geprägte Umfeld einbetten. Die Architekten erklären: „Das Museum schält sich wie ein Findling, ein einzeln liegender, durch Naturgewalten geschliffener Stein aus dem Hang der Obstwiese heraus“.

Der Maler Peter August Böckstiegel

Peter August Böckstiegel (1889-1951) war ein Vertreter des westfälischen Expressionismus. Seine Werke setzen sich mit der bäuerlichen Lebenswelt seiner Heimat auseinander.

Der ergänzende Bau des Böckstiegel-Museums soll diesen Bezug zur Landschaft und zur bäuerlichen Arbeite- und Lebenswelt vermitteln.

Fassade aus Muschelkalk

Die Öffnungen sind in den Baukörper hineingeschliffen. So entstehen überdachte Außenbereiche, welche zu den wichtigen Orten der Umgebung ausgerichtet sind.

H.S.D Architekten wollten dem Haus den Charakter eines aus dem Erdreich ragenden Felsbrocken verleihen. Daher verwendeten sie eine Fassade aus Muschelkalk, die den fließenden Übergang zwischen Außenwänden und Dachflächen unterstützen soll. Im Kontrast dazu sind alle Fenster, Möbel und Einbauten aus heimischem Eichenholz gefertigt.

Ein weiterer Gegensatz sollte es zwischen dem äußeren Erscheinungsbild des Baukörpers und dem Innenraum geben: „Während sich der Baukörper in den Landschaftsraum hineinduckt, überrascht der fast kathedrale Ausstellungsraum mit seinen polygonalen Raumkanten.“

 

Alle Bilder: Olaf Mahlstedt