01.10.2025

Architektur Wettbewerbe

Bauen im Bestand 2025: Mozartareal Würzburg erhält Staatspreis

Mozartareal Würzburg: Staatspreisträger bei Bauen im Bestand 2025 für innovative Umnutzung und nachhaltige Bestandsarchitektur. Hagen Fotografie, Würzburg
Mozartareal Würzburg: Staatspreisträger bei Bauen im Bestand 2025 für innovative Umnutzung und nachhaltige Bestandsarchitektur. Hagen Fotografie, Würzburg

Die Weiterentwicklung historischer Gebäude steht im Zentrum der Architekturdebatte – und genau das würdigt der Preis Bauen im Bestand 2025. Bei der feierlichen Preisverleihung im Haus der Architektur in München wurden Projekte ausgezeichnet, die den verantwortungsvollen Umgang mit bestehender Bausubstanz zeigen und gleichzeitig innovative Nutzungskonzepte entwickeln.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Mozartareal in Würzburg, das für seine Umnutzung des „Hufeisen“-Gebäudes mit dem Staatspreis ausgezeichnet wurde. Die Jury lobte die harmonische Verbindung von historischer Struktur und zeitgemäßer Architektur, die neue öffentliche Räume schafft und die Identität der Stadt stärkt.


Bauen im Bestand 2025: Mehr als Renovierung

Bauen im Bestand 2025 steht für die kreative Transformation bestehender Architektur. Ziel ist es, historische Substanz zu bewahren, neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen und städtische Räume nachhaltig weiterzuentwickeln.

Die Projekte verdeutlichen, dass Bauen im Bestand 2025 nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern auch die kulturelle Identität und städtische Vielfalt stärkt. Historische Gebäude werden so zu lebendigen Orten, die Tradition und Innovation vereinen.


Die prämierten Projekte

Prämiert und anerkannt: Die Projekte

Aus 194 Einreichungen wurden zunächst 68 Projekte auf die Longlist gesetzt, davon 37 auf die Shortlist. Letztlich wurden 13 Projekte nominiert und in den drei Kategorien prämiert:

Staatspreisträger: Mozartareal Würzburg

  • Kategorie: Bauten 1945–1990

  • Projekt: Umnutzung Hufeisen, Mozartareal

  • Architektur: Grellmann Kriebel Teichmann & Partner

  • Landschaftsarchitektur: arc.grün | landschaftsarchitekten.stadtplaner.gmbh

Das Projekt zeigt, wie Industriegebäude in moderne Stadtquartiere transformiert werden können, ohne die historische Identität zu verlieren. Die Jury lobte insbesondere die kreative Nutzung bestehender Strukturen und die Schaffung neuer öffentlicher Räume.

Weitere Preisträger

  • Diözesanmuseum Freising (vor 1900) – für die gelungene Umgestaltung eines historischen Museumsgebäudes

  • Gasteig HP8 Isarphilharmonie, München-Sendling (1900–1945) – für die innovative Umnutzung einer Industriehalle als Kulturzentrum

Hagen Fotografie, Würzburg
Mozartareal Würzburg
Hagen Fotografie, Würzburg
Mozartareal Würzburg
André Mühling, Thomas Dashuber, München
Diözesanmuseum Freising
mju-fotografie, Marie Luise Jünger, Hümpfershausen
Diözesanmuseum Freising
Hans Georg Esch, Hennef
Gasteig HP8 Isarphilharmonie München
Hans Georg Esch, Hennef
Gasteig HP8 Isarphilharmonie München

Anerkennungen in allen Kategorien

Kategorie 1: Ursprungsgebäude vor 1900

  • Mesnerhaus Kloster Seeon – abp architekten und stadtplaner; Stefan Graßler

  • Schloss Geltolfing, Aiterhofen – stephankoch architekten partG mbB; ARGE mit andreas schmöller architekt

  • Neue Ortsmitte MittenIM, Niederwerrn – Schlicht Lamprecht Kern Architekten

  • document Kepler, Regensburg – Wandel Lorch Götze Wach; fabi architekten

Kategorie 2: Bauten 1900–1945

  • Werkhalle 3, Triebwerk, München-Aubing – Fischer + Steiger und Partner Architekten

  • Haus Marteau, Lichtenberg – Peter Haimerl; Hüttnerarchitekten

  • Internationales Gästehaus, Regensburg – Neumann und Heinsdorff Architekten

Kategorie 3: Bauten 1945–1990

  • Reflexion – Transformation Gymnasium, Neustadt an der Waldnaab – Brückner & Brückner Architekten

  • Sophie-Scholl-Haus, München-Freimann – bogevischs buero architektur & stadtplanung

  • Bayernkolleg, Augsburg – Dömges Architekten AG; AB w4 | Architekt M. Oppelt

Diese Anerkennungen zeigen, dass Bauen im Bestand 2025 weit über die Preisträger hinaus die Vielfalt und Innovationskraft von Umbauprojekten würdigt.


Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Mehrwert

Die ausgezeichneten Projekte setzen auf nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, Wiederverwendung bestehender Materialien und effiziente Nutzung gebundener Energie. Historische Gebäude werden so zu lebendigen Orten, die ökologische, kulturelle und städtebauliche Verantwortung verbinden.

Bauen im Bestand 2025 demonstriert, wie Städte durch kreative Umbauten sowohl ökologisch als auch kulturell gestärkt werden können. Projekte wie das Mozartareal Würzburg zeigen, dass historische Substanz nicht nur bewahrt, sondern sinnvoll und zukunftsorientiert weiterentwickelt werden kann.


Begleitpublikation dokumentiert die Preisträger

Begleitend zur Preisverleihung ist eine Publikation erschienen, die alle Preisträger, Anerkennungen sowie die Projekte der Shortlist und Longlist präsentiert. Das Buch bietet Architekten, Planungsbüros und Städteplanern praxisnahe Einblicke in erfolgreiche Strategien des Bauen im Bestand 2025 und dient als Inspirationsquelle für künftige Projekte.


Bauen im Bestand 2025 als Leitbild für Städte

Bauen im Bestand 2025 zeigt, dass historische Gebäude weit mehr sind als Zeugen der Vergangenheit. Sie bieten Potenzial für nachhaltige, innovative und gesellschaftlich relevante Architektur. Die prämierten Projekte verbinden Tradition und Moderne, bewahren historische Substanz und schaffen neuen Nutzen für die Gesellschaft. Die Anerkennungen in allen Kategorien verdeutlichen die Kreativität und Vielfalt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und machen Bauen im Bestand 2025 zu einem Leitbild für zukunftsweisendes Planen und Bauen.

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