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		<lastBuildDate>Wed, 16 May 2012 12:00:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Die Tradition von Morgen – eine Ausstellung in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste</title>
			<link>http://www.baumeister.de/blog/die-tradition-von-morgen-eine-ausstellung-in-der-bayerischen-akademie-der-schoenen-kuenste.html</link>
			<description>Ein Vergleich würde zeigen, dass die Liebe zur plastisch und farblich differenzierten Schaufassade...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein Vergleich würde zeigen, dass die Liebe zur plastisch und farblich differenzierten Schaufassade nirgends so ausgeprägt war wie in München..., aber die Moderne in ihrer idealen Form hat nie ganz nach München gepasst. (nach Gottfried Knapp, Doppelrahmstufe)
<img style="float: left;" title="Katalog zur Ausstellung" src="fileadmin/user_upload/baumeister/Die_Tradition_GB_Deu_9FB8DF.jpg" alt="Katalog zur Ausstellung" width="540" height="566" /><br />Ruhmeshalle, altes und neues Rathaus, Prinzregententheater und Hofbräuhaus. Das ist nur eine kleine Auswahl der opulenten und prunkvoll dekorierten Touristenattraktionen in der bayerischen Landeshauptstadt. Die Ausstellung „Die Tradition von Morgen“ in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste befasst sich dagegen mit den schlichten, funktional orientierten Bauten der Moderne in München seit 1980. Uwe Kiessler, ehemaliger Leiter des Lehrstuhls für integriertes Bauen an der TU München, initiierte die Ausstellung in der Fortführung zu Otl Aichers Schau „Eine andere Tradition“ von 1982. Ausgewählt nach Kriterien Otl Aichers – also auf der Suche nach der Vernunft in der Architektur –  zeigt er 40 Projekte aus dem Raum München anhand von Fotografien Gerrit Engels. <br />Es ist wohl der Versuch eines Gegenbeweises zu Jürgen Habermas’ Aussage „München sei ein der Moderne abgewandter Ort“. Er zeugt von leisem Optimismus und stößt sicherlich eine Diskussion an.
 
<img style="float: left;" title="Olympische Bauten von Behnisch und Otto" src="uploads/RTEmagicC_02.jpg.jpg" alt="Olympische Bauten von Behnisch und Otto" width="540" height="430" />
Schon das Symposium zur Eröffnung zeigte die Schwierigkeit dieses Vorhabens. Höchst interessant und mit ihrem jeweils ganz eigenen Zugang zum Thema sprachen die Referenten über die kunsthistorische Entwicklung Münchens, die Situation des öffentlichen Raums, Energiewirtschaft und die Perspektive des staatlichen Bauamts. <br />Und dabei kommt München nicht immer gut weg. Gerade die strengen Kriterien Aichers – die schnörkellose, aus Funktion und Konstruktion abgeleitete klare Gestalt, keine bildhafte Architektur, sondern technische, konstruktive Eleganz – wie der Leiter des Architekturmuseums der TU München Winfried Nerdinger sie aufzählt, sind nicht gerade charakteristisch für die Landeshauptstadt. Der SZ-Autor Gottfried Knapp verdeutlicht eindrücklich, welche Tradition das Applizierte, Bildnerische und Verschnörkelte in der Münchner Architektur  hat und erklärt damit – fast selbstredend –, warum die architektonische Moderne, die sich nicht unwesentlich auf Loos’ „Ornament und Verbrechen“ beruft, nur wenig Anklang in München findet.<br />Niklas Maak von der FAZ prangert die neuen Münchner Piazzas,  Piazettas und die Misere des öffentlichen Raums an: In seinen Augen sind das fast nur noch monofunktionale Orte, eine Stadtmimikry mit gusseisernen Zäunen, bei der der urbane Raum kein Versprechen mehr ist, sondern zur Bedrohung wird – Orte, bei denen die Idee von Freiheit der Idee von Sicherheit gewichen ist. Sogar die Aussage des Leiters der Lokalbaukommission Cornelius Mager, dass dem Staatlichen Bauamt München trotz 6.000 jährlicher Baueingaben „einfach zu wenig moderne Architektur angeboten wird“, führt nur zu einer kaum merklichen Unruhe im Publikum. Die Idee der Moderne scheint es nicht leicht zu haben in München. Zwar spricht Wolfgang Weinhold, Leiter der Abteilung Technik und Innovation der Siemens AG, über die beispielhafte Ausrichtung auf erneuerbare Energien in der Region München – aber auch hier fehlt die dringend notwendige Umsetzung in gestalterisch attraktiven Gebäuden.
<br />Ganz so trostlos ist die Situation natürlich auch nicht. Trotz dieser scheinbar schwierigen Ausgangslage, wählte der Kurator einige herausragende Beispiele moderner Architektur und Landschaftsgestaltung in München aus. Aber längst nicht alle der gezeigten Projekte aus den letzten dreißig Jahren können da mithalten. Letztlich wird eher deutlich, wie konservativ die Stadt ist – nicht zwingend der Moderne abgewandt, aber sicher nicht gerade ein Vorreiter moderner Architektur.
<img style="float: left;" title="Sammlung Goetz von Herzog und de Meuron" src="uploads/RTEmagicC_04.jpg.jpg" alt="Sammlung Goetz von Herzog und de Meuron" width="540" height="430" />
Die Ausstellung „Die Tradition von Morgen“ ist noch bis zum 24. Juni 2012 in der <link http://www.badsk.de/>Bayerischen Akademie der Schönen Künste</link> zu sehen. Öffnungszeiten: Do.-So. von 10-17 Uhr. <br />Zur Ausstellung ist ein Katalog mit Farbabbildungen und Texten von Dietrich Fink, Winfried Nerdinger, Gottfried Knapp, Niklas Maak, Elisabeth Merk, Jürgen Habermas, Donata Valentien, Christoph Conrad, Michael Weinhold, Klaus Willnow und Kurt Mühlhäuser erschienen.
<sup>Fotos: Gerrit Engel / courtesy Schirmer/Mosel</sup>
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			<pubDate>Wed, 16 May 2012 12:00:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>21. Autohäuser</title>
			<link>http://www.baumeister.de/blog/21-autohaeuser.html</link>
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Ordentlich betrachtet ist eine Garage der feste Wohnsitz eines Autos. Manchmal gibt man ihm...</description>
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<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14pt; font-family: Geneva;"><img src="fileadmin/user_upload/baumeister/DRINNEN_01.jpg" alt="Drinnen Cover" width="540" height="284" /></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14pt; font-family: Geneva;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14pt; font-family: Geneva;">Ordentlich betrachtet ist eine Garage der feste Wohnsitz eines Autos. Manchmal gibt man ihm dafür im Erdgeschoss seines Wohnhauses einen Raum, früher hat ihm sogar ein kleines Extrahäuschen mit Satteldach gebaut, das mit einem stabilen Holztor verschlossen wurde. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14pt; font-family: Geneva;">Wenn man mit seinem Auto nach Hause kam, musste man aussteigen, das Tor aufsperren und dann durch die einladend geöffneten Flügel hineinfahren. Das war eine vornehme Geste, die das Fahrzeug mit seinem Chauffeur versöhnte. Wie schäbig sind dagegen Tiefgaragen, in denen die Autos klassenlos zusammengeschoben werden. Massenfahrzeughaltung! Da sollte der ADAC einmal bei Herrn Ramsauer vorstellig werden. Eine Steigerung sind Duplexgaragen, das ist, als müsste man das Stockbett mit einem unbekannten Partner teilen, der auf die eigenen Schlafgewohnheiten keine Rücksicht nimmt. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14pt; font-family: Geneva;">Aber bleiben wir bei den privaten Garagen. Da sie bald als wertvoller umbauter Raum erkannt wurden, machte man sie den Autos streitig. Blieb noch etwas Platz, stellte sich Vater eine kleine Werkbank an die Seite, verstaute daneben Skiausrüstung, Fahrräder und Gartengeräte. Schließlich gelang es dem Sohn, die Garage als Probenraum für seine Band zu annektieren, während das Auto mit einem Laternenparkplatz vorlieb nehmen musste. Fortan gab es manchmal Partys in der Garage, danach wurden Mopeds zerlegt, schließlich der Hausrat der geschiedenen Tochter verstaut, bis sie eine neue Wohnung gefunden hatte. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14pt; font-family: Geneva;">In manchen Garagen wurden Software entwickelt oder Bomben gebaut, Flugblätter gedruckt oder Sympathisanten versteckt. In diesen unauffälligen, unbeheizten Leerräumen konnte die Anarchie gedeihen. Hier war die Kunst zuhause, die noch keiner haben wollte, hier wurden Waren gehortet, von denen niemand wissen durfte, aber auch Autos verjüngt, damit sie den gefälschten Papieren entsprachen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14pt; font-family: Geneva;">Garagen: Sie waren der Zugabenteil der Zivilisation, 12 Quadratmeter Niemandsland für Genies und Versager als Stell- und Stapelplatz, Werkstatt und Labor, Rumpelkammer und Atelier. Unter dem Aspekt der Lebenszyklusbetrachtung eine vorbildliche, nachhaltige Architektur. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14pt; font-family: Geneva;">Da fragen wir uns, was kann man nur aus einem Carport machen? </span></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 10:31:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Schön, schöner, Brutalismus? Konferenz zur Ehrenrettung eines Baustils</title>
			<link>http://www.baumeister.de/blog/schoen-schoener-brutalismus-konferenz-zur-ehrenrettung-eines-baustils.html</link>
			<description>
Irgendwann wird alles brutalistisch. Nachdem man zwei Tage lang klugen Vorträgen zur Frage...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="fileadmin/user_upload/baumeister/smithson_hunstanton01.jpg" alt="" width="720" height="468" />
Irgendwann wird alles brutalistisch. Nachdem man zwei Tage lang <link http://www.brutalismus.com>klugen Vorträgen </link>zur Frage lauschte, was den Brutalismus ausmacht und wo man ihn überall findet, scheint einem alles irgendwie von diesem Phantom der Moderne beeinflusst. Bis hin zu harmlosen Papierutensilien in der Herrentoilette der (brutalistischen?) Berliner Akademie der Künste.
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Ein Stück weit dürfte dieser Effekt aber intendiert gewesen sein von den Veranstaltern, dem <link http://www.kit.edu/index.php>Karlsruher Institut für Technologie (KIT)</link> und der <link http://www.wuestenrot-stiftung.de/>Wüstenrot-Stiftung</link>. Denn natürlich präsentierten Vortragende in Berlin nicht nur Klassiker. Sie deuteten auch Gebäude als brutalistisch, bei denen diese Zuschreibung überrascht – etwa die nüchtern gebauten Plattenhochhäuser der Schweizer Ernst Göhner AG. Der Architekturhistoriker Philip Ursprung stellte sie vor. Schmucklos, riesig, auch betonlastig sind die. Aber brutalistisch? Kann man diskutieren. Ursprung selber verstand seinen Vortrag eher als Gedankenanstoß.
Das Berliner Symposium lieferte einen Parforceritt durch die Architekturgeschichte verschiedener Länder und die jüngere Brutalismus-Begriffshistorie. Schnell war klar: Die zwei Tage dürften eher den Auftakt zu vielen weiteren Brutalismus-Einkreis-Runden bilden. Schön ist aber zunächst einmal, wie viele Hochkaräter sich offenbar inzwischen intensiv mit den schaurig-schönen Betonerzählern einer radikal realistischen, aber auch grundoptimistischen Nachkriegsmoderne befassen.
Natürlich gerieten in Berlin Kerngebäude des Brutalismus immer wieder in den Blick, etwa die „Secondary Modern School“ der Smithsons in Hunstanton (Bild oben). Das machte aber nichts. Denn zum einen dienten die Smithsons auch als Resonanzboden für viele unbekanntere Beispiele. Und zum anderen verdeutlichte gerade die Regionalisierung der Vortragsreihe: Brutalismus ist nun einmal eine Bewegung, die nicht unbedingt inhärent „global“ ist. Im weiteren Sinn "brutalistisch" gebaut wurde zwar in den 60ern und 70ern international. Doch das philosophische Zentrum des Brutalismus liegt vielleicht doch in Großbritannien. In Ländern wie Japan, über das Jörg Gleiter berichtete, gab es zwar auch eine Betontendenz. Diese hatte aber sehr spezifische Hintergründe.
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Einen dieser Hintergründe umschrieb Gleiter mit dem schönen Begriff „Akropolisneid“. Seine These: In Japans Nachkriegsarchitektur wird mit betonlastigen Gebäuden etwa eines Kenzo Tange nicht zuletzt die Abwesenheit eigener Ruinen verarbeitet. Japan, so Gleiter, hatte schreckliche Kriegsfolgen zu ertragen – und nach dem Krieg fehlten Ruinen als Objekt der Trauerprojektion. Denn wie Gleiter demonstrierte, war Stadtraum etwa in Tokio durch den Krieg nicht in Ruinen verwandelt, sondern schlicht dem Erdboden gleichgemacht worden. Dem Baustoff Beton hätte man in der Folge etwas inhärent Ruinenhaftes zugeschrieben – und daher nach dem Krieg viel mit der Visualität des Beton gearbeitet. Schade, dass der große Ruinentheoretiker Walter Benjamin das nicht mehr erleben konnte.
Der öffentliche Diskurs beklebt brutalistische Architektur ja gern mit Begriffen wie „karg“ oder „unmenschlich“. Zu Unrecht, folgt man den Ausführungen von Beatrix Colomina aus Princeton. Sie arbeitete vor allem die biografischen Verbindungen unterschiedlicher Architekten und Künstler aus der Kernmoderne heraus. Im Zentrum standen wieder die Smithsons. Das heißt: Hinter Betonmauern menschelte es damals.
<em>Übrigens: Auch den Baumeister beschäftigt der Brutalismus und sein zeitliches wie gedankliches Umfeld weiter. In unserer Juliausgabe befassen wir uns zunächst mit den 60er Jahren und deren momentaner Wiederentdeckung. Einen ausführlichen expliziten Beitrag ausschließlich zum Thema Brutalismus planen wir für später.</em>
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<p class="MsoNormal"> </p>
<p class="MsoNormal"><em><sub>Bilder (mit Dank an Florian Dreher vom KIT):</sub></em></p>
<em><sub>1. Alison und Peter Smithson, Secondary Modern School, Hunstanton (1949-54). Aus <span style="font-size: 12pt; font-family: Cambria;">Alison und Peter Smithson, The Charged Void: Architecture, New York 2001; S. 56</span></sub></em>
<em><sub><span style="font-size: 12pt; font-family: Cambria;">2. eigenes Bild</span></sub></em>
<p class="MsoNormal"><em><sub><span style="font-size: 12pt; font-family: Cambria;">3. </span>Vittoriano Viganò, L’Istituto Marchiondi Spagliardi, Mailand (1959). Aus Franz Graf, Letizia Tedeschi, L’Istituto Marchiondi Spagliardi di Vittoriano Viganò, Mendrisio; S. 191</sub> </em> <!--  /* Font Definitions */ @font-face 	{font-family:"Cambria Math"; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:3 0 0 0 1 0;} @font-face 	{font-family:Cambria; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-536870145 1073743103 0 0 415 0;}  /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-unhide:no; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:Cambria; 	mso-ascii-font-family:Cambria; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Cambria; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Cambria; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} .MsoChpDefault 	{mso-style-type:export-only; 	mso-default-props:yes; 	font-family:Cambria; 	mso-ascii-font-family:Cambria; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Cambria; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Cambria; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} @page WordSection1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.WordSection1 	{page:WordSection1;} --></p>
<em><sub> 4. Le Corbusier, Unité d’Habitation, Marseille (1952). Aus <span style="font-size: 12pt; font-family: Cambria;">Phaidon (ed.), Le Corbusier Le Grand, New York 2008; S. 422</span></sub></em> <!--  /* Font Definitions */ @font-face 	{font-family:"Cambria Math"; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:3 0 0 0 1 0;} @font-face 	{font-family:Cambria; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-536870145 1073743103 0 0 415 0;}  /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-unhide:no; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:Cambria; 	mso-ascii-font-family:Cambria; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Cambria; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Cambria; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} .MsoChpDefault 	{mso-style-type:export-only; 	mso-default-props:yes; 	font-family:Cambria; 	mso-ascii-font-family:Cambria; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Cambria; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Cambria; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} @page WordSection1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.WordSection1 	{page:WordSection1;} -->]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 18:07:00 +0200</pubDate>
			
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		<item>
			<title>München leuchtet (noch immer)</title>
			<link>http://www.baumeister.de/blog/muenchen-leuchtet-noch-immer.html</link>
			<description>
...und hier die Auflösung vom Samstag: Baustelle Erweiterung Lenbach-Haus München, Architekt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/RTEmagicC_Lenbach_Foster.JPG.jpg" alt="LenbachFoster" width="525" height="700" />
...und hier die Auflösung vom Samstag: Baustelle Erweiterung <link http://http//www.lenbachhaus.de/cms/index.php?id=342>Lenbach-Haus </link>München, Architekt Norman Foster.
<img style="float: left;" src="fileadmin/user_upload/baumeister/Lenbach_Foster_PaneeleJPG.JPG" alt="LenbachFosterPaneele" width="150" height="113" />
Die "Orgelpfeifen" der Fassade werden in der Tiefe des Gebäudes erst als bombierte, dann als glatte Paneele fortgesetzt. Eine ganze Reihe der offenbar empfindlichen Goldbleche ist beschädigt und muss ausgetauscht werden.
<img style="padding: 0px; margin: 0px; border: 0px none initial;" src="uploads/RTEmagicC_109827147-lenbachhausplan-norman-foster-neubau-altbau.9_01.jpg.jpg" alt="Lenbach Foster" width="475" height="356" />
<span style="font-size: small;">Rendering: Foster + Partners 2008</span>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sun, 13 May 2012 18:13:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>München leuchtet (schon wieder)</title>
			<link>http://www.baumeister.de/blog/muenchen-leuchtet-schon-wieder.html</link>
			<description>
Wer heut kein Haus hat, baut sich keines mehr – Rilkes Gedichtzeile ließe sich in München gut auf...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/RTEmagicC_P1020993_Kopie_01.JPG.jpg" alt="MUCContainer" width="540" height="405" />
Wer heut kein Haus hat, baut sich keines mehr – Rilkes Gedichtzeile ließe sich in München gut auf den Immobilienmarkt übertragen. Bauen und Wohnen in der Stadt sind unverschämt teuer. Dafür entsteht aber durchweg Gutes, Qualität und Komfort sind oberstes Gebot, Berlin, Hamburg oder Bottrop können davon nur träumen.
<span style="line-height: 24px;"><img style="float: right;" src="uploads/RTEmagicC_P1020998_Kopie.JPG.jpg" alt="MUCContainer" width="300" height="400" />Der Fortschritt ist jetzt auch bei der Baustelleneinrichtung zu beobachten. Galten früher (und in Berlin, Hamburg, Bottrop ist es noch heute so) Baubuden als schmutzige, primitive Orte, um die man besser einen Bogen machte und von ihnen die Kinder fern hielt, so übernimmt München bei der Baukultur eine Vorreiterrolle mit galvanisch vergoldeten Baucontainern. Der Grund für diese auch als nachhaltig betrachtete Ausstattung ist einleuchtend: Hier verbergen sich die Arbeitsplätze für die entscheidende Leistungsphase 8: Objektüberwachung. Gute Architektur kann nicht wirklich entstehen, wenn das Personal, das sie ausführen soll, in notdürftigen Hütten Pläne entziffern, Details klären, Zeitpläne prüfen – oder seine Brotzeit vertilgen muss. Damit ist nun Schluss. Architektur von Anfang an! So heißt das Ziel, das auch gestern beim Jahresfest des BDA-Landesverbands bis spät in die Nacht immer wieder zu hören war. </span>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 12 May 2012 10:13:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Der Fahrtenschreiber</title>
			<link>http://www.baumeister.de/blog/der-fahrtenschreiber.html</link>
			<description>Wenn Journalisten einen Roman schreiben, werden sie von allen Kollegen beneidet, die ihre fertigen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="float: left;" src="uploads/RTEmagicC_Fahrtenbuch_01.tif.jpg" alt="Cover Fahrtenbuch" width="360" height="525" />Wenn Journalisten einen Roman schreiben, werden sie von allen Kollegen beneidet, die ihre fertigen Manuskripte noch nicht bei einem Verlag unterbringen konnten. Und wer es geschafft hat, setzt sich ihrer strengen Beobachtung aus. Die ernsthafte Frage heißt jedoch: Können Journalisten überhaupt Romane schreiben? Oder sind sie durch ihr Tagesgeschäft, das anderen Regeln folgt, in einer professionellen Verfassung, die dem großen Bogen des Erzählens widerspricht? <br /><br />Niklas Maak, gelegentlich als architekturkritischer Autor auch im <em>Baumeister</em> vertreten, hat für sein "Fahrtenbuch" eine schöne Idee verfolgt. Ein Mercedes 350 SL, Baujahr ’71, fährt durch die Kapitel. Aber es ist deshalb kein Blech- und Benzin-Buch geworden, wie wir befürchtet hatten. Das Fahrzeug dient lediglich als Requisit, das durch die Generationen weitergereicht wird und sehr unterschiedliche Milieus, deren Zeitgeist sich der Autor mit ironischen Miniaturen widmen möchte, verbindet. Da er selbst ein Jahr jünger als sein Daimler-Cabrio ist, hat er die ersten Kapitel atmosphärisch nachempfunden, während die erlebte Gegenwart in satteren Farben strotzt.
Aber man weiß immer, was läuft. Dank Google werden die passenden Produktnamen und Schlager als chronologische Wegmarken eingestreut, auch lebende Personen dürfen die Fiktion immer wieder beweiskräftig begleiten. Hier konnte sich der Journalist auf sein Handwerk verlassen. Als Leser folgt man eine gewisse Strecke gerne den zusammengestellten Anekdoten. Aber verliert auch irgendwann die Lust, weil man nicht weiß, wozu das alles aufgeschrieben wurde. Gibt es eine Entwicklung, eine Moral, wenigstens Spannung, passiert endlich irgendetwas? Die Geschichten lesen sich wie Direktübertragungen aus dem jeweiligen Jahrzehnt, man kennt doch Flachdachbungalows, Arzthaushalte, Swimmingpools, Atombunker, Wohngemeinschaften, Drogenpartys, Plattenbauten, Friedensbewegung, Paartherapie, Gummibärchen, Szenelokale und Kleinkriminelle. Wenigstens eine Überzeichnung hätte der Chronik gut getan. Das versucht Maak zwar immer wieder, aber er streift das Absurde nur und verliert sich dann wieder in strapaziösen Belanglosigkeiten. 150 Seiten weniger hätten dem Buch gut getan.
Zurück zum eingangs Gesagten. Was am meisten stört, ist der Journalistenjargon, der für kurze Zeitungstexte als unentbehrlich gilt. Den will man immer Volontären beibiegen, aber als Grundierung für einen Roman taugt diese Sprache nicht. Maak ist ein Meister des „Wie“. Also schaut einer aus dem Anzug wie aus einem Hotelzimmer, ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte liegt wie ein gekenterter Öltanker auf dem Teller, Frauen sind wie Bauernschränke oder auch wie ein Kindergartenfenster angemalt, es gibt "rosafarbene Putzfassaden, die aussahen, wie Schweiß roch" – ein Fundus an Standbildern, aber keine Handlung. Immerhin fällt mal ein Motorrad um, jemand geht Fisch holen und "schaltet den Automatikhebel auf S". Solche Details kann man jede Minute dutzendfach beobachten, wenn man aus dem Fenster sieht. Wir vermuten, der Autor hat sie inventarisiert, um das Große mit dem Kleinen zu verbinden, um an das Unabänderliche des Weltenlaufs zu erinnern, vielleicht auch, um die ratlose Politikferne seiner Generation festzuhalten. Letzteres ist ihm gelungen. <br /><br /><em>Niklas Maak, Fahrtenbuch, Roman eines Autos, Carl Hanser Verlag, München 2011</em><br /><br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 10 May 2012 09:14:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Filip Dujardin: Zwischen plausibel und irreal</title>
			<link>http://www.baumeister.de/blog/filip-dujardin-zwischen-plausibel-und-irreal.html</link>
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Das Titelbild unserer aktuellen Mai-Ausgabe stammt vom belgischen Fotografen Filip Dujardin. Die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<!--  /* Font Definitions */ @font-face 	{font-family:"?? ??"; 	panose-1:0 0 0 0 0 0 0 0 0 0; 	mso-font-charset:128; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-format:other; 	mso-font-pitch:fixed; 	mso-font-signature:1 134676480 16 0 131072 0;} @font-face 	{font-family:"?? ??"; 	panose-1:0 0 0 0 0 0 0 0 0 0; 	mso-font-charset:128; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-format:other; 	mso-font-pitch:fixed; 	mso-font-signature:1 134676480 16 0 131072 0;} @font-face 	{font-family:Cambria; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:3 0 0 0 1 0;}  /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-unhide:no; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:Cambria; 	mso-ascii-font-family:Cambria; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"?? ??"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Cambria; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi;} .MsoChpDefault 	{mso-style-type:export-only; 	mso-default-props:yes; 	font-family:Cambria; 	mso-ascii-font-family:Cambria; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"?? ??"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Cambria; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi;} @page WordSection1 	{size:595.0pt 842.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.WordSection1 	{page:WordSection1;} -->
Das Titelbild unserer <link aktuelles-heft.html>aktuellen Mai-Ausgabe</link> stammt vom belgischen Fotografen Filip Dujardin. Die Gebäude seiner Serie "Fictions" wären in der Realität unmöglich oder unlogisch - und doch manchmal (erschreckend) nah an der gebauten Wirklichkeit. Im Interview gibt er Einblicke in seine Arbeit und seine aktuelle Ausstellung.
<p class="MsoNormal"><img style="vertical-align: middle;" title="Filip Dujardin - Untitled" src="uploads/RTEmagicC_002-Filip-DUJARDIN.jpg.jpg" alt="Filip Dujardin - Untitled" width="540" height="540" /></p>
<strong>Sie haben Kunstgeschichte studiert: Können wir Einflüsse vergangener und aktueller Realität in der „Fictions“-Serie finden?</strong><br />Ich denke, man sieht eine Art Bewusstsein, wie sich Kunst und Gesellschaft zueinander verhalten – und wie Architektur zu verschiedenen Zeiten wahrgenommen wird. Durch mein Studium der Architekturgeschichte und das Fotografieren aktueller Gebäude habe ich herausgefunden, wie Architektur funktioniert und welche Techniken ein Gebäude interessant machen. Das benutze ich, um meine Bilder zu konstruieren.
<p class="MsoNormal"><img style="vertical-align: middle;" title="Filip Dujardin - Untitled" src="uploads/RTEmagicC_Bildschirmfoto-2012-04-20-um-13.56.44.jpg.jpg" alt="Filip Dujardin - Untitled" width="540" height="541" /></p>
<strong>Eines der Gebäude (oben) sieht wie ein hübsches Mausoleum mitten in der Landschaft aus. Denken Sie, Architekten ignorieren die vielen Möglichkeiten, die Natur einzubeziehen?</strong><br />Hinter dem Bild steht die Frage, wie Natur durch Architektur „gezähmt“ werden kann – oder andersherum: wie Natur Architektur überwinden kann. Diese Ambivalenz versuche ich auch in vielen anderen Werken zu analysieren.
<p class="MsoNormal">Bei einigen gegenwärtigen Architekten sehe ich die Tendenz, fast unsichtbare Gebäude zu entwerfen, wenn sie in der Landschaft bauen. Sie haben den Reflex, angesichts der Natur bescheiden zu werden und ein Gebäude zu schaffen, das eine vollständige Symbiose mit der Umgebung eingeht.</p>
<p class="MsoNormal">Auf der anderen Seite finde ich die abstrakte Beziehung zwischen Natur und Architektur sehr attraktiv. Deshalb bringe ich meine Strukturen oft in einen isolierten Naturkontext, sodass sie zum skulpturalen Monument werden, bei dem es keine Verbindung mehr mit der ursprünglichen Funktion gibt.</p>
<p class="MsoNormal"> </p>
<strong>Oft kann man nicht auf den ersten Blick entscheiden, ob Ihre Gebäude real oder fiktiv sind. Was sagt das über die aktuelle Architektur aus?</strong><br />Tatsächlich geht es mir genau um die dünne Grenze zwischen Plausibilität und Irrealität. Indem ich den Strukturen eine Art „historische Patina“ gebe, distanziere ich mich von der gegenwärtigen Art, reale Architektur darzustellen.
<p class="MsoNormal">Heutzutage können fast unmögliche Tragwerke hergestellt werden. Zusammen mit nahezu perfekten Renderings hat die Art, wie wir Architektur betrachten, einen großen Fortschritt gemacht. Häufig sieht man die Unterschiede zwischen dem Rendering und der Fotografie eines Gebäudes gar nicht mehr. Als Gegenmaßnahme beschreibe ich meine Werke häufig als Hightech-Strukturen mit einer Lowtech-Hülle.</p>
<p class="MsoNormal"><img style="vertical-align: top;" title="Filip Dujardin - Untitled" src="uploads/RTEmagicC_GMRS-005.jpg.jpg" alt="Filip Dujardin - Untitled" width="540" height="540" /></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Momentan nehmen Sie an der Ausstellung <link http://www.guimaraes2012.pt/index.php?cat=191&item=30420>„Photographic Mission: Transgenic Landscape“</link> teil. Worum geht es da?</strong><br />Die portugiesische Stadt Guimares ist dieses Jahr die europäische Kulturhauptstadt. Ich wurde zusammen mit drei anderen Fotografen eingeladen, Bildernzu machen, die von der Umgebung inspiriert sind. Die kleine Stadt war als Zentrum der Textilindustrie bekannt. Durch die Verlagerung der Produktion nach China und wegen der allgemeinen Krise wurden viele Fabriken geschlossen. Also sieht man jetzt in fast jedem Dorf verlassene Industrieanlagen – Zeugen einer verschwindenden Wirtschaft, die die Landschaft verändert hat.</p>
<p class="MsoNormal">Der Geograf Álvaro Dominigues nannte das „transgene Landschaft“: eine Landschaft zwischen der „außergewöhnlichen“ Stadt – mit Erinnerungen, Erzählungen und Identitäten – und dem „normalen“ ländlichen Raum – gewöhnlich, weitschweifig, wo die Überreste der ländlichen Welt vermischt sind mit Fabriken, Feldern, Weideland, Häusern und Straßen.</p>
<p class="MsoNormal"><img style="vertical-align: top;" title="Filip Dujardin - Untitled" src="uploads/RTEmagicC_GMRS-008.jpg.jpg" alt="Filip Dujardin - Untitled" width="540" height="359" /></p>
<strong>Ein Bild der Ausstellung (oben) zeigt eine Brücke, deren einer Pfeiler aus verschiedenen instabile Kisten besteht. Wie interpretieren Sie die „transgene Landschaft“?</strong><br />Dieses Viadukt ist das Ergebnis eines Großprojekts, das die verschiedenen Wirtschaftsaktivitäten in Portugal durch Hochstraßen fördern sollte. Wegen dieser neuen Infrastruktur haben die älteren Straßen, die die Orte verbanden, ihre Funktion verloren. Mein Bild kommentiert diese Veränderung, indem ich die private Ebene (nichts anderes sind diese Highways) mit dem darunter liegenden öffentlichen Bereich verbinde.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 09 May 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>20. Liegenschaften</title>
			<link>http://www.baumeister.de/blog/20-liegenschaften.html</link>
			<description>

Deutsche Haushalte kaufen jedes Jahr drei neue Matratzen. Anders kann es gar nicht sein, warum...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<!--  /* Font Definitions */ @font-face 	{font-family:"?? ??"; 	panose-1:0 0 0 0 0 0 0 0 0 0; 	mso-font-charset:128; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-format:other; 	mso-font-pitch:fixed; 	mso-font-signature:1 134676480 16 0 131072 0;} @font-face 	{font-family:"?? ??"; 	panose-1:0 0 0 0 0 0 0 0 0 0; 	mso-font-charset:128; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-format:other; 	mso-font-pitch:fixed; 	mso-font-signature:1 134676480 16 0 131072 0;}  /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-unhide:no; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman";} .MsoChpDefault 	{mso-style-type:export-only; 	mso-default-props:yes; 	font-size:10.0pt; 	mso-ansi-font-size:10.0pt; 	mso-bidi-font-size:10.0pt; 	mso-fareast-font-family:"?? ??";} @page WordSection1 	{size:595.0pt 842.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.WordSection1 	{page:WordSection1;} -->
<p class="MsoNormal"><img src="uploads/RTEmagicC_DRINNEN_19.jpg.jpg" alt="Drinnen Cover" width="540" height="284" /></p>
<p class="MsoNormal">Deutsche Haushalte kaufen jedes Jahr drei neue Matratzen. Anders kann es gar nicht sein, warum eröffneten sonst an jeder Ecke Matratzen-Outlets? Und das mit unverantwortlich günstigen Angeboten. Alles kostet nur 60, 70% vom regulären Preis. Wer braucht diese vielen Schaumstoffmatten?</p>
<p class="MsoNormal">Früher legten wir uns auf dreiteilige Rosshaar-Matratzen. Sie waren endlos schwer, und wenn alle vier Wochen die Betten frisch bezogen wurden, stellte Mutter sie auf, und wir Kinder krabbelten auf dem Sprungfederrost dazwischen. Ob diese harten, offenbar seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Erbstücke jemals kaputt gingen, ist unbekannt. Es wurde jedenfalls modernisiert, das Kind bekam ein Jugendzimmer, dazu ein Bett samt neuer Schaumstoffauflage mit Schottenkarobezug. Dieses weiche Gummigelappe löste sich bald von selbst auf, aber nun ging es erst richtig los. Als Studenten wollten wir einen Futon, bald ein improvisiertes breiteres Lager, als die Freundin gebettet werden musste, danach begleitete die obligatorische braune Cordliege ins bürgerliche Leben, es kam das Ehebett, das inzwischen die Beziehungsfrage auslöste, ob getrennte Matratzen nicht bessere Voraussetzungen für eine ungestörte Nachtruhe bieten würden.</p>
<p class="MsoNormal">Aber was soll man anschaffen, wenn man nicht den Outlet-Discountern auf den Leim gehen will? Natürlich haben wir Bandscheibenprobleme, einen verspannten Nacken, wehe Beine. Damit ist nicht zu spaßen. Jährlich gehen der Wirtschaft Milliarden verloren, meldet eine Krankenkasse, weil die Volkskrankheit Nummer eins, ein schmerzender Rücken, die Arbeitnehmer quält. Zum Glück gibt es heute aktive Schlafsysteme, ein der Wirbelsäule nachgebildeter schwingender Lamellenrost mit viskoelastischer Matratze. Damit tanken wir Energie, weiß der Prospekt.</p>
<p class="MsoNormal">Wenn das so ist, hilft es der Wirtschaft doch am meisten, wenn wir im Bett bleiben.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 08 May 2012 11:18:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die vier Tugenden</title>
			<link>http://www.baumeister.de/blog/tugenden.html</link>
			<description>
Gut, wenn man weiß, wozu ein Gebäude dient. Beim Bikini-Berlin, derzeit Großbaustelle am Zoo...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/RTEmagicC_P1020890.JPG.jpg" alt="Bikini" width="540" height="405" />
Gut, wenn man weiß, wozu ein Gebäude dient. Beim Bikini-Berlin, derzeit Großbaustelle am Zoo nördlich von Ku'damm und Tauentzien, steht es am Bauzaun angeschrieben. Beruhigend, dass Arbeiten zuletzt kommt. Oder bildet es die Grundlage von allem anderen? Hat die Reihenfolge überhaupt eine Bedeutung? Oder gibt es noch Wichtigeres? Ora et labora, hieß die benediktinische Regel. Nun gut, heute hat man es mehr mit Anglismen, da weiß man auch nie, wie es gemeint ist.
<img style="float: right;" src="uploads/RTEmagicC_P1020891_01.JPG.jpg" alt="Bikini" width="300" height="400" />Der Name des neuen großen Quartiers an der Budapester Straße, das 2013 eröffnet werden soll, erinnert an das denkmalgeschützte Haus, das 1955 bis 57 von Paul Schwebes und Hans Schoszberger errichtet worden ist. Wegen seines Luftgeschosses (1978 zugebaut) hat man dafür den Berlinern den Begriff Bikini-Haus aus dem Volksmund gebrochen. Das künftige Areal ist ein ganzes Stück umfangreicher, dazu gehören noch das Eckhochhaus am Hardenbergplatz, der Zoo-Palast, das Kleine Hochhaus sowie ein Parkhaus. Federführend sind die belgischen Architekten SAQ, das Innenleben kommt von Hild und K.
Bestimmt fällt irgendeiner Agentur zur Eröffnung etwas Zweiteiliges ein.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 May 2012 17:30:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>brick '12, die Fünfte!</title>
			<link>http://www.baumeister.de/blog/brick-12-die-fuenfte.html</link>
			<description>

Wenn Heimo Scheuch, CEO der Wienerberger AG, den nun zum fünften Mal verliehenen Brick Award...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<!--  /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-unhide:no; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} .MsoChpDefault 	{mso-style-type:export-only; 	mso-default-props:yes; 	font-size:10.0pt; 	mso-ansi-font-size:10.0pt; 	mso-bidi-font-size:10.0pt;} @page WordSection1 	{size:595.25pt 841.85pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.WordSection1 	{page:WordSection1;} -->
<p class="MsoNormal"><img src="fileadmin/user_upload/baumeister/SpecialSolutionwithBrick_SouthAfrica_Copyrith-Peter-Rich.jpg" alt="" width="700" height="167" /></p>
<p class="MsoNormal">Wenn Heimo Scheuch, CEO der Wienerberger AG, den nun zum fünften Mal verliehenen Brick Award als Oscar der Backsteinarchitektur bezeichnet, mag das im ersten Moment nach launiger Übertreibung klingen. Betrachtet man aber die Qualität der diesjährigen Auszeichnungen und respektiert die mit guten Argumenten vorgetragenen Begründungen der Jury, muss man sich dem Auslober anschließen. Der <em>Wienerberger Brick Award</em> ist ein vorbildlich inszenierter Architekturpreis, der nicht unter Marketinggesichtspunkten mit der möglichen Umsatzsteigerung des Unternehmens aufgerechnet wird, die Teilnahme gilt inzwischen vielmehr als ernst zu nehmender internationaler Parcours zum Status der gemauerten Gegenwarts-Architektur. Dieses Jahr waren es 300 Teilnehmer aus allen fünf Kontinenten, von denen 50 aus 28 Ländern die Shortlist erreichten.</p>
<p class="MsoNormal">Der Aufwand des Verfahrens, das Wienerberger damit alle zwei Jahre unternimmt, lässt sich daran kaum ablesen. Wenn man Glück hat und etwas erfolgreich dazu beitragen darf, wird man zur Preisverleihung nach Wien eingeladen. Auch das ist jedes Mal – an einem anderen attraktiven Ort der Stadt – ein Event, das die souveräne Position der Ziegler und ihr Interesse an Architektur erkennen lässt.</p>
<p class="MsoNormal">Die fünf Preisträger 2012 zeigten, welche Bauvielfalt mit Backsteinen möglich ist, dass man Fassadenkunstwerke ebenso mauern kann wie tragende Wände, deren weißgeputzte Oberflächen die scharfe Räson des gebrannten kleinen Lehm-Fertigteils ahnen lassen. Aber ebenso eignet sich der Ziegel, um Gebäude in der Landschaft verträglich und preiswert weiterzubauen, Gebäude ressourceneffizient zu errichten oder ungelernte Arbeiter in Afrika zu beschäftigen. In jedem Fall ließen sich andere gute Gründe für die Qualität der Architektur anführen.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Die <span style="color: black;">Auszeichnungen sind:</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color: black;">Gesamtsieger und Gewinner der Kategorie „Speziallösung mit Ziegel“ <em>(Abb.)</em>: Mapungubwe Interpretation Centre<br />Standort: Mapungubwe National Park, Südafrika<br />Architekten: Peter Rich mit Michael Ramage und John Ochsendorf, Johannesburg<br />Ziegelverwendung: Handgefertigter, ungebrannter Ziegel</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color: black;">Gewinn der Kategorie „Einfamilienhaus“: Kaninchenbau<br />Standort: Gaasbeek, Belgien<br />Architekt: Lens°Ass: Bart Lens, Hasselt<br />Ziegelverwendung: Pflasterziegel</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color: black;">Gewinner der Kategorie „Wohnbau“: Seniorenresidenz<br />Standort: Alcácer do Sal, Portugal<br />Architekten: Francisco und Manuel Aires Mateus, Lissabon<br />Ziegelverwendung: Mauerziegel</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color: black;">Gewinner der Kategorie „Nicht-Wohnbau“: Umspannwerk für die Olympischen Spiele 2012<br />Standort: London, England<br />Architekten: NORD Architecture: Alan Pert, Glasgow<br />Ziegelverwendung: Sichtziegel</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color: black;">Gewinner der Kategorie „Umbau“: Wochenendhaus und Studio / Atelier<br />Standort: Cachtice, Slowakei<br />Architekt: Pavol Panák, Bratislava<br />Ziegelverwendung: Sichtziegel</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color: black;"><br /></span></p>
<p class="MsoNormal"><img style="float: left;" src="uploads/RTEmagicC_Cover_brick___12.png.png" alt="Cover brick '12" width="150" height="187" />Die 50 besten Arbeiten sind in der 240seitigen Dokumentation <link http://www.callwey-shop.de/brick-12.html><em>brick ’12</em> aus dem Callwey Verlag</link> versammelt. Diesmal ist mit zusätzlichen Textbeiträgen zum Beispiel von David Chipperfield oder Elfriede Jelinek eine besonders lesenswerte Publikation entstanden. Sie ist ab nächster Woche für 49,95€ im Buchhandel erhältlich.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 May 2012 11:26:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
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